[Rezension] Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht

16. Dezember 2016 | 23:30 | Gelesen

Titel: Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Originaltitel: Stone Cold Touch
Erstveröffentlichung: 2014
Übersetzer: Ralph Sander


Wissenswertes

Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht ist einer der zahlreichen Romane der us-amerikanischen Bestseller-Autorin Jennifer L. Armentrout, deren Bücher zum Teil auch unter dem Pseudonym J. Lynn veröffentlicht werden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie einmal nicht mit dem Schreiben beschäftigt ist, nutzt sie ihre Freizeit am liebsten um zu lesen, Sport zu treiben oder Zombie-Filme zu schauen.

Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht ist zudem der zweite Band einer Trilogie. Der dritte und damit letzte Teil ist unter dem Titel Dark Elements – Sehnsuchtsvolle Berührung im August dieses Jahres auf Deutsch erscheinen.

Daneben gibt es noch eine als eBook erhältliche Novelle mit dem Titel Dark Elements – Bittersüße Tränen, die die Geschichte von Dez und Jasmine erzählt.

Inhalt

Roth war der einzige, der Layla so akzeptiert hat, wie sie ist, und ihm konnte sie, anders als Zayne, nahe kommen ohne sein Leben in Gefahr zu bringen. Seit er sich geopfert hat um Paimon in die Hölle zu schicken, hofft Layla daher verzweifelt auf seine Rückkehr. Doch noch bevor sie den Verlust überwunden hat, muss sie sich neuen Problemen stellen: Ihre Fähigkeiten beginnen sich zu verändern, der Clan hat auf einmal Geheimnisse vor ihr und merkwürdige Ereignisse häufen sich.

Dann taucht Roth plötzlich wieder auf, aber Laylas Erleichterung ist nur von kurzer Dauer. Der dämonische Prinz überbringt nämlich nicht nur schlechte Neuigkeiten, die die Existenz aller Wächter und Dämonen gleichermaßen bedrohen, sondern gibt Layla auch mehr als deutlich zu verstehen, dass er nicht ihretwegen zurückgekehrt ist …

Kritik

Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht ist eine gelungene und von der ersten bis zur letzten Seite packende Fortsetzung, die man kaum aus der Hand legen kann, und Jennifer L. Armentrout erleichtert einem den Einstieg in den zweiten Band, indem alle wichtigen Fakten sowie Ereignisse aus dem Vorgänger am Anfang noch einmal kurz zusammengefasst werden.

Roth’ Rückkehr war der Moment, den man nach dem Ende des ersten Teils am sehnlichsten erwartet hat, doch die Freude darüber hält leider nicht lange an. Sein Verhalten Layla gegenüber stößt auf Unverständnis und erzeugt großen Unwillen, da man nicht nachvollziehen kann, warum er sie derartig belügt, obwohl er in Wahrheit sehr viel für sie empfindet – dessen ist man sich absolut sicher. Man weiß, dass es einen Grund dafür geben muss, das macht es allerdings nicht leichter zu akzeptieren und dabei zuzusehen, wie sehr er seiner Beziehung zu Layla damit schadet und wie stark sie beide darunter leiden. Und erst am Schluss erhält man endlich eine Antwort auf diese Frage.

Seine Abweisung führt außerdem dazu, dass Layla sich Zayne zuwendet, was zu einem unliebsamen Liebesdreieck führt, das sicherlich nicht jedem gefallen wird, insbesondere wenn man davon überzeugt ist, dass Roth weit mehr für Layla empfindet als er zugibt. Das Verhältnis zwischen Zayne und Layla entwickelt sich von Freundschaft und mutmaßlich einseitiger Liebe somit langsam zu einer romantischen Beziehung, die viele Probleme mit sich bringt und die sie vor den anderen Wächtern unbedingt geheim halten müssen. Zwischen ihnen spürt man aber, trotz einiger intimer Szenen, nie so ein richtiges Knistern oder Schmetterlinge im Bauch. Man hat einfach immer das Gefühl, dass Layla nicht ganz mit dem Herzen dabei ist und etwas – oder jemand – sie zurückhält.

Dass Zayne Layla in dieser schweren Zeit beisteht und sein unerschütterlicher Glauben an das Gute in ihr, machen ihn, ungeachtet seiner Schwächen, nun jedoch immerhin deutlich sympathischer als er es im Vorgänger war. Er will seine Fehler aus der Vergangenheit wiedergutmachen und mittlerweile kann Layla ihm wirklich etwas anvertrauen ohne befürchten zu müssen, dass er seinem Vater Abbot davon berichtet. Erfreulicherweise spielt Laylas dämonische Seite für ihn ebenfalls keine große Rolle und es ist ihm vollkommen egal, was andere Wächter über sie oder seine Nähe zu ihr denken.

Layla ist nach wie vor eine sehr liebenswerte Heldin, mit der man mitfiebert, der man so manches Mal aber auch gern die Augen für gewisse Dinge öffnen würde, die dem Leser offensichtlich erscheinen, vor allem in Bezug auf Roth. Man vermisst das gewohnte Prickeln zwischen ihnen, das natürlich fehlt, nach dem, was Roth ihr alles an den Kopf geworfen und worauf sie entsprechend reagiert hat. Es ist jedoch offensichtlich, dass er bereut Layla in Zaynes Arme getrieben zu haben.

Bauchschmerzen bereitet einem zudem das Verhalten von Abbot gegenüber seiner Ziehtochter. Dass er ihr ein wenig misstraut ist nach allem, was geschehen ist, noch verständlich, aber wann hat er angefangen Layla als etwas Böses zu betrachten, das nicht mehr zu seiner Familie gehört? Es ist unfassbar, wie grausam und gleichgültig er sie später behandelt.

Ein paar andere Wächter steigen im späteren Verlauf dagegen im Ansehen, darunter Nicolai, Dez und selbst Danika, die Layla trotz ihrer nachvollziehbaren Eifersucht nie etwas Böses will und schließlich sogar eine Art Freundin wird. Sie alle stehen ihr, genau wie Stacey, stets bei und halten zu ihr.

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um die neue Mission, die der Grund für Roth’ Rückkehr ist: Die Lilin zu finden, die allem Anschein nach durch das irgendwie doch vollendete Ritual erschaffen wurde. Widerwillig müssen Dämonen und Wächter dafür erneut zusammenarbeiten, denn die gefährlichen Fähigkeiten der Lilin, über die allerdings nicht allzu viel bekannt ist, sowie deren Konsequenzen bedrohen ihrer aller Existenz. Unglücklicherweise weiß niemand, wie eine Lilin aussieht und schon bald keimt im Leser ein Verdacht auf, der später auch Layla befällt, deren Fähigkeiten sich seit der Nacht des Rituals verändert haben, nur dass sie den genauen Grund dafür noch nicht kennt.

Es gibt erneut einige interessante, ungeahnte Enthüllungen – jedoch leider noch nicht über die wahre Geschichte der Wächter – sowie einen fesselnden, geradezu verstörenden Showdown, mit dem man so nie gerechnet hätte. Die größte Bombe lässt Jennifer L. Armentrout aber erst ganz zum Schluss platzen. Nachdem man fast ein wenig enttäuscht war die große Erkenntnis vermeintlich schon so früh vorhergesehen zu haben, schockiert und überrascht sie einen zugleich mit einer Wendung, die einem so richtig den Boden unter den Füßen wegzieht und einen völlig sprachlos macht.

Die Autorin konfrontiert ihre Leser zwar nicht mit einem richtiger Cliffhanger, doch dafür mit einem Ende, das einem den Atem raubt, einen alle Aspekte, die man zuvor vielleicht zu bemängeln hatte, wieder vergessen und sehnsüchtig auf das Finale warten lässt.

Fazit

Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht ist eine mitreißende Fortsetzung, die weder an Spannung noch an Humor verloren hat und nach deren atemberaubendem Schluss man so schnell wie möglich den dritten Band lesen will.





Kommentar abgeben?

Hiermit erteile ich mein Einverständnis.

Archive

Online seit

Hinweis: In nahezu allen Beiträgen sind die ggf. abgebildeten Buchcover o.Ä. mit einem sog. Affiliate-Link (externer Link zu Amazon) hinterlegt und gelten daher als Werbung.