[Rezension] Die schönsten Geschichten von Paddington

08. Januar 2019 | 23:50 | Gelesen

Titel: Die schönsten Geschichten von Paddington
Autor: Michael Bond
Originaltitel: The Paddington Treasury for the Very Young
Erstveröffentlichung: 2010
Übersetzerin: Tatjana Kröll


Wissenswertes

Die schönsten Geschichten von Paddington ist ein Sammelband mit sechs Bilderbüchern, illustriert von R.W. Alley, über den kleinen peruanischen Bären, den der britische Kinderbuchautor Michael Bond bereits 1958 ins Leben gerufen und nach dem gleichnamigen Bahnhof benannt hat. Mittlerweile wurde seine Buchreihe über Paddington weltweit in mehr als 40 Sprachen übersetzt.

Außerdem wurden die Geschichten rund um Paddington inzwischen bereits zweimal sehr erfolgreich als Komödie für die Kinoleinwand mit so bekannten Schauspielern wie Nicole Kidman, Hugh Grant, Sally Hawkins und Julie Walters adaptiert.

Inhalt

Dieser Sammelband beinhaltet sechs verschiedene Bilderbücher über den liebenswerten, kleinen Bären aus Peru, dessen zahlreiche Erlebnisse ihn inzwischen auf der ganzen Welt bekannt gemacht haben, beginnend mit seiner aufregenden Ankunft in der britischen Hauptstadt und der ersten Begegnung mit der Familie Brown, bei der er schließlich ein neues Zuhause findet, über ein paar seiner Ausflüge mit seinem besten Freund Mr. Gruber bis hin zu seinen Versuchen ein neues Hobby zu finden. Chaos scheint Paddington bei seinen Abenteuern allerdings meist magisch anzuziehen …

Kritik

Die schönsten Geschichten von Paddington ist ein wundervoller Sammelband, durch den man sechs zauberhafte Bilderbücher über den kleinen Bären zum Preis von zwei bekommt, er ist also ein echtes Schnäppchen. Schade ist lediglich, dass der Sammelband aufgrund des unterschiedlichen Formats nicht zu den einzelnen Bilderbüchern im Regal passt.

Das Buch beginnt mit einem schönen Vorwort des Autors, an das sich das erste Bilderbuch mit dem schlichten Titel Paddington anschließt – die Geschichte, mit der quasi alles begann. So erfährt man zunächst, wie der kleine Bär die Browns traf und schließlich Teil ihrer wunderbaren Familie wurde.

Darauf folgt Paddington besucht die Königin, eine ebenfalls sehr süße Geschichte, in der Paddington zur Abwechslung einmal kein Chaos verursacht. Da die Geschichten um den kleinen Bären in London spielen, ist die Königin natürlich von großer Bedeutung und ein Besuch des Buckingham Palace unerlässlich. Der Palast ist eines der Wahrzeichen der Stadt und weckt sofort Erinnerungen, falls man schon einmal dort war.

Die dritte, amüsante Geschichte ist Paddington im Zoo und es ist schön neben dem kleinen Bären nun auch viele andere Tiere zu sehen, von denen manche ihm seine leckeren Marmeladenbrote, die natürlich nie fehlen dürfen, stibitzen – nur eines bedankt sich wenigstens dafür. Dieses Mal handelt es sich um einen Ausflug mit Jonathan und Judy, die Paddington bereits als Familie betrachten und dementsprechend erbost sind, als jemand ihn als Haustier bezeichnet.

In Paddington wird Gärtner erfährt man, wie sehr Paddington den Garten der Familie Brown schätzt, dessen Pflege jedoch mit viel Arbeit verbunden ist. Jonathan, Judy und Paddington sollen darin auf Vorschlag von Mrs Bird jeweils ein eigenes, kleines Stück vom Garten bekommen, auf dem sie sich austoben können. Paddington fehlen anfangs allerdings noch die Ideen, deshalb macht er sich auf die Suche und findet schließlich ein passendes Buch. Die darin enthaltenen Tipps richten zwar letztlich einen kleinen Schlamassel an, aber Paddington macht wie immer das Beste daraus und legt am Ende einen Steingarten an, wodurch er etwas geschaffen hat, auf das er wirklich stolz sein kann.

Paddington und das Marmeladen-Labyrinth schildert Paddingtons Ausflug mit Mr Gruber zum Hampton Court Palace. Es macht Spaß gemeinsam mit Paddington und seinem besten Freund eine etwas weniger bekannte Sehenswürdigkeit Londons zu erkunden und es ist schön zu sehen, dass der kleine Bär immer an seine Tante Lucy im Heim in Peru denkt, welcher er stets von seinen Erlebnissen berichtet. Seine Marmeladenbrote für Notfälle dienen dieses Mal außerdem einem ganz besonderen Zweck.

Den Abschluss bildet die Geschichte Paddington wird Maler, in der der kleine Bär ein neues Hobby findet, das ihm Freude macht, obschon er auf Dauer wohl kein Geld damit verdienen wird. Darin wird zudem wieder besonders deutlich, wie viel Paddington der Familie Brown und Mr Gruber bedeutet. Letzterer kauft dem kleinen Bären heimlich seine Bilder ab, um ihn zu unterstützen und zu verhindern, dass er das Malen sofort wieder enttäuscht aufgibt, was die Browns zwar wissen, jedocha für sich behalten.

Alle sechs Geschichten sind herzallerliebst und sehr gut zum Vorlesen geeignet, beispielsweise als Gute-Nacht-Geschichten. Man bekommt einfach nie genug von dem kleinen, unheimlich liebenswerten Bären, sodass man sich am Ende des bedauerlicherweise viel zu schnell gelesenen Sammelbandes schon auf weitere Geschichten über ihn freut.

Hinzu kommen die wahrlich hinreißenden Illustrationen von R.W. Alley, die die Geschichten ganz wunderbar ergänzen und ein wesentlicher, unverzichtbarer Bestandteil der Bilderbücher sind. Sie sind detailreich, vielseitig und haben ihren ganz eigenen Stil. Es gibt sowohl kleine als auch ganzseitige Illustrationen, auf denen es viel zu entdecken gibt und die man sich immer wieder anschauen kann.

Fazit

Die schönsten Geschichten von Paddington ist ein sehr empfehlenswerter Sammelband mit sechs wundervollen Geschichten, die garantiert keine Langeweile aufkommen lassen. Paddington und seine Familie muss man einfach gern haben, weshalb es auch den nicht mehr ganz so jungen Lesern große Freude macht die Geschichten über den kleinen Bären aus Peru (vor-) zu lesen.





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