[Rezension] Tintenblut

30. Dezember 2009 | 23:58 | Gelesen

Titel: Tintenblut
Autorin: Cornelia Funke
Originaltitel: Tintenblut
Erstveröffentlichung: 2005
Übersetzer: Originalsprache


Wissenswertes

Die Geschichte von Cornelia Funke ist der zweite Teil der wunderschönen, deutschen Fantasy-Trilogie, in der sich alles um die von Fenoglio erfundene Tintenwelt dreht, in der sich nun auch Meggie, Mo und der Rest ihrer Familie zu Recht finden müssen. Dabei müssen sie jedoch aufpassen, nicht selbst Teil der Geschichte zu werden …

Der erste Teil der Trilogie wurde mittlerweile mit Brendan Fraser in der Hauptrolle, der der Autorin auch in der Realität als Vorbild für Mo galt, verfilmt.

Inhalt

Nach dem Tod von Capricorn leben Meggie und ihre Eltern wieder bei Elinor, ebenso Darius, der Elinor dabei hilft, ihre Bibliothek wieder aufzustocken. Eigentlich läuft ihr Leben relativ friedlich ab, abgesehen davon, dass es vor allem zwischen Meggie und Mo immer wieder zum Streit kommt, weil er es gefährlich findet, dass Meggie so fasziniert von der Tintenwelt ist und ihre Mutter Resa immer wieder über das Leben dort ausfragt. Eigentlich möchte Meggie nicht mit ihrem Vater streiten, aber trotz der ihr bekannten Gefahren, die in der Tintenwelt lauern, möchte sie sie unbedingt kennen lernen und auch erfahren, was aus Fenoglio geworden ist.

Farid und Staubfinger hingegen haben gemeinsam eine andere Zauberzunge namens Orpheus aufgespürt, der sie gemeinsam in die Tintenwelt bringen soll. Alles was er dafür braucht, ist Staubfingers Exemplar von Tintenherz, da er nur Figuren oder Sachen hinaus bzw. hinein lesen kann mit Wörter, die in dem bestimmten Buch bereits auftauchen.
Der Text, den er Staubfinger zu lesen gibt, würde auch Farid in die Tintenwelt bringen, beim Vorlesen lässt er die Sätze jedoch heimlich weg und Staubfinger kehrt allein in seine Welt zurück – ohne Farid.
Doch das ist nicht die einzige böse Überraschung: Basta und Mortola tauchen plötzlich wieder auf und wollen mit Orpheus Hilfe ebenfalls zurück in die Tintenwelt und sich außerdem an Mo rächen.

Um Mo zu warnen und Meggie um Hilfe zu bitten flüchtet er zu Elinors Haus, zusammen mit dem Text von Orpheus und Tintenherz. Meggie zögert auch nicht lange und schreibt den Text so um, dass sie sich und Farid in die Tintenwelt lesen kann – ihren Eltern hinterlässt sie einen Abschiedsbrief. Diese haben Farids Warnung jedoch nicht wirklich ernst genommen und finden sich schon bald in den Händen von Basta und Mortola wieder, die ihre ganz eigenen Pläne haben. Zunächst wollen sie in ihre Welt zurückkehren und Mo mitnehmen, allerdings ohne Resa. In letzter Sekunde klammert sie sich aber an ihrem Mann fest und landet so erneut in der Tintenwelt, nur um kurz darauf mit anzusehen, wie Mortola Mo kaltblütig erschießt und sie mit den weißen Frauen zurück lässt.

Meggie und Farid landen schließlich bei Fenoglio, der ihr Talent dafür benutzen will, seine Welt, in der sich inzwischen vieles verselbstständigt hat, wieder in Ordnung zu bringen. Doch auch das ist längst nicht so einfach, wie Fenoglio sich das gedacht hat.

Kritik

Tintenblut ist eine würdige Fortsetzung des ersten Bandes und sogar um einiges spannender. Alles, was man bislang nur aus den Erinnerungen der Charaktere über die Tintenwelt wusste, kann man nun hautnah miterleben. Das nicht alles so gelaufen ist, wie Fenoglio sich das vorgestellt hat, ist ebenfalls ein sehr interessanter Faktor, der mehr als einmal die Frage aufwirft, ob es sich wirklich nur um die erfundene Geschichte eines Mannes handelt, oder aber vielleicht doch eine eigenständige Welt ist, die sich ab und zu einfach nur von ein paar Worten beeinflussen lässt.


Fazit

Tintenblut ist auf jeden Fall noch fesselnder als sein Vorgänger und hinterlässt den Leser mit so vielen offenen Fragen, dass man den dritten und letzten Teil sofort im Anschluss lesen muss.





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