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Apr  20

[Messe] Leipziger Buchmesse 2018

20. April 2018 | 13:10 | Erlebt

Wie jedes Jahr – zumindest innerhalb des letzten Jahrzehnts, wenn ich das richtig in Erinnerung habe – habe ich auch in diesem Jahr natürlich die Leipziger Buchmesse besucht, dieses Mal sogar wieder an allen vier Tagen. Dabei habe ich ein paar tolle Veranstaltungen besucht sowie einige interessante Neuigkeiten in Erfahrung gebracht, insbesondere über das kommende Herbstprogramm diverser Verlage. Manche Informationen muss ich noch für mich behalten, alles andere steht in diesem Bericht.

Nach einem kurzen Abstecher zu den Ständen der LoveLetter Convention und von Klages Kalender – meinen favorisierten Tischkalender mit Sprüchen muss ich mir jedes Jahr dort kaufen, da man ihn leider nicht im regulären Buchhandel bestellen kann – begann der Donnerstag für mich mit der Verleihung des Leipziger Lesekompass 2018, der in diesem Jahr bereits zum siebten Mal dreißig Kinder- und Jugendbücher in drei Alterskategorien (2-6 Jahre, 6-10 Jahre und 10-14 Jahre) ausgezeichnet hat und all jenen als Orientierungshilfe dienen soll, die sich für Kinder- und Jugendliteratur interessieren. Das Hauptaugenmerk der Auszeichnung liegt auf der Leseförderung, wobei die Zielgruppe in Form einer Jugendjury direkt einbezogen wird.

In diesem Jahr stand das Thema „Mut“ im Fokus und die Auswahl der prämierten Titel war ebenso vielfältig wie die Jury-Mitglieder, von denen eines z.B. in der fantastischen Bibliothek Wetzlar mit phantastischer Literatur auf fünf Etagen tätig ist. Mir ist vor allem ein Titel aus der zweiten Kategorie in Erinnerung geblieben: „Der bleiche Hannes“, ein Graphic Novel mit einer abenteuerlichen, aber nicht gruseligen, Geistergeschichte, den ich mir vielleicht einmal näher ansehen werde. Mehr Informationen sowie alle ausgezeichneten Titel findet ihr hier.

Im Anschluss besuchte ich die Lesung von Akram El-Bahay aus Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt. Die Ausschnitte waren für mich nichts Neues, da ich das Buch bereits gelesen habe, doch ich hatte gehofft, dass der Autor die Veranstaltung vielleicht auch nutzen würde, um ein paar Fragen zu beantworten. Das war leider nicht der Fall, allerdings konnte ich mir zumindest mein Buch nach der Lesung vom Autor signieren lassen.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, doch ich glaube, dass ich die Zeit bis zu meinem nächsten Termin dann in Halle 1 verbracht habe. Obwohl meine extreme Manga/Anime-Phase schon ein paar Jahre zurückliegt, lese ich noch immer gern Mangas und interessiere mich für bestimmte Aspekte der japanischen Kultur. Daher finde ich es immer wieder spannend mich ein wenig auf der Manga-Comic-Convention umzuschauen und der Donnerstag eignet sich definitiv am besten dazu, weil die Messe an diesem Tag die wenigsten Besucher hat.

Am Nachmittag hatte ich dann einen Termin bei Loewe, wo Carolin Grotjahn mir die Spitzentitel aus dem kommenden Herbstprogramm vorstellte – mit den entsprechenden Covern. Die genauen Titel und Erscheinungsdaten darf ich an dieser Stelle noch nicht nennen, aber ich darf euch verraten, worauf wir uns freuen können: Im Sommer dürfen wir uns zum Beispiel auf neue Romane von Ursula Poznanski, Mechthild Gläser und Stefanie Hasse freuen. Darüber hinaus hat Loewe die Rechte an The Savage Song von V.E. Schwab und Warcross von Marie Lu erworben und wird die Übersetzungen beider Titel bereits in diesem Herbst herausbringen, zusammen mit einem weiteren Buch von Karl Olsberg.

Danach stand das Bloggertreffen bei Fischer auf meinem Terminplan und am Stand stellten Sophie Strauß, Sibylle Bachar und Alexandra Strohmeier einer Gruppe von Bloggern, mich eingeschlossen, die Highlights aus dem kommenden Herbstprogramm vor, darunter unter anderem die folgenden Titel:

Im Juli erscheint mit Prinzessin Undercover – Geheimnisse der erste Band einer Reihe von Youtuberin Connie Glynn alias Noodlerella. Im gleichen Monat erscheint unter dem Titel Undying – Das Vermächtnis zudem der Auftakt einer weiteren gemeinsamen Serie von Amie Kaufman und Meagan Spooner.

Im August erscheint mit Dark Places – Zehn Jahre musst du opfern der Auftakt einer neuen, dystopischen Trilogie von Wattpad-Autorin Vic James. Im gleichen Monat erscheint unter dem Titel Borderland auch ein neuer Roman des deutschen Autors Peter Schwindt. Ebenfalls im August erscheint Cecelia Aherns neues Buch Roar unter dem Titel Frauen, denen Flügel wachsen.

Im Oktober erscheint mit Gefährliche Freundinnen ein neuer Roman von Cat Clarke. Im gleichen Monat dürfen sich Fans von Marieke Nijkamp auf einen weiteren Roman der Autorin freuen: Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne. Außerdem erscheint mit Mortal Engines – Krieg der Städte der erste Teil der Neuauflage/-übersetzung der Steampunk-Tetralogie von Philip Reeve, der kürzlich von Peter Jackson verfilmt wurde und voraussichtlich im Dezember dieses Jahres in die deutschen Kinos kommen soll.

Das größte Highlight hob sich der Verlag bis zum Schluss auf, dabei erscheint es bereits im Juni und zwar mit Originaltitel und Originalcover: Children of Blood and Bone – Goldener Zorn von Tomi Adeyemi.

Höchsterfreut über diese Neuigkeiten machte ich mich dann auf den Weg zum nächsten kleinen Bloggertreffen bei Ravensburger, mit dem mein erster Tag auf der Buchmesse endete. Von den fünf Titeln, die bei dem relativ kurzen Treffen präsentiert wurden, fand ich allerdings nur zwei wirklich interessant: Bad Girls von E. Lockhart und natürlich den ersten Band der Sturmtochter Trilogie von Bianca Iosivoni, die aber leider wieder nur als Taschenbuch erscheint.

Am Freitag ließ ich es dann ein wenig ruhiger angehen und besuchte zunächst die Lesung von Adriana Popescu aus ihrem neuen Roman Mein Sommer auf dem Mond. Ich habe wirklich während der gesamten Lesung schmunzeln müssen und das nicht nur wegen der lustigen Sprüche der Autorin, sodass das Buch spätestens jetzt auf meiner Wunschliste steht.

Im Anschluss begab ich mich an den nur wenige Meter entfernten Stand von Arena zu meinem Termin mit Verena Rehagel, die mir einen Einblick in das kommende Programm gewährte. Neben einem neuen Jugendbuch von Katja Brandis, einer Geschichte, bei dem eine Figur aus einem Film zum Leben erwacht, von Stefanie Gerstenberger sowie Marta Martin, einem gefühlvollen Roman von Claudia Pietschmann und einem neuen Thriller von Mirjam Mous erscheinen auch die Fortsetzungen zu Die Duftapotheke und Die Fabelmacht-Chroniken. Vor allem die nächsten drei Titel konnten jedoch mein Interesse wecken: der Jugendthriller White Maze von June Perry, der sich mit dem Thema „virtuelle Welten“ beschäftigt, Unter Hunden, das Jugendbuchdebut von Martin Krist, welches in Berlin spielt, sowie Ruhm kann tödlich sein, ein Thriller von Lygia Day Peñaflor à la Pretty Little Liars und One Of Us Is Lying.

Mittags machte ich mich auf den Weg in Halle 3 zu einem Mini-Bloggertreffen mit Andrea Wolf beim Gemeinschaftsstand von RandomHouse. Sie präsentierte uns die Highlights von cbt/cbj, die wir ohne Einschränkungen verraten dürfen:

Im August erscheint unter dem Titel Bienenkönigin ein interessanter Thriller von Claudia Praxmayer, in dem die Protagonistin mit Bienen kommunizieren kann. Im September erscheint mit Ash Princess das Fantasy-Debut von Laura Sebastian, das bisher bereits in zwölf Länder verkauft wurde. Im Oktober erscheint u.a. Jetzt ist alles, was wir haben von Amy Giles, ein realistischer Roman über häusliche Gewalt. Fans von Eva Siegmund dürfen sich im Dezember auf einen neuen Roman der Autorin freuen. H.O.M.E. – Das Erwachen soll in der Zukunft in Berlin spielen und Ähnlichkeiten mit Matrix aufweisen. Im Winter soll außerdem ein neues Buch über Elfen von Holly Black erscheinen.

Geplant sind darüber hinaus die Fortsetzungen zu Constellation von Claudia Gray, Rat der Neun von Veronica Roth sowie Timeless von Armand Baltazar. Doch auch hier kommt das Beste zum Schluss: Im Februar 2019 soll On The Come Up, der zweite Roman von Angie Thomas, auf Deutsch erscheinen. Der deutsche Titel steht noch nicht fest, dafür soll das Originalcover wieder übernommen werden.

Danach ging ich zurück in Halle 2 und gesellte mich in die schon jetzt ziemlich lange Schlange für die Signierstunde von Neal Shusterman – und dabei hatte die Lesung noch gar nicht richtig angefangen. Aus Erfahrung wusste ich jedoch, dass es besser war sich so früh wie möglich anzustellen, schließlich wollte ich mein Buch nicht umsonst mitgenommen haben und unsigniert wieder mit nach Hause nehmen. Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich tatsächlich in der Schlange stand, ein bis zwei Stunden werden es vielleicht gewesen sein, aber mit zahlreichen anderen Fans in der gleichen Situation mangelt es einem zum Glück nie an Gesprächsstoff.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in meinem Fall mit heißer Schokolade, schlenderte ich ein wenig durch die Halle und begab mich dann zum CCL, wo am Nachmittag das große Bloggertreffen von Oetinger stattfand. Ich war ein wenig zu früh dran und nutze die Zeit bis zum Beginn, um mich ein wenig auszuruhen und mit ein paar anderen Bloggerinnen zu plaudern. Der Verlag stellte uns dann acht z.T. durchaus interessante Titel aus dem kommenden Programm vor, die wir bis zur offiziellen Vorschau allerdings noch geheim halten sollen, und prüfte unser Wissen über die Bücher von Marah Wolf, die ebenfalls anwesend war, anschließend in einem kleinen Quiz. Ich nutze die Gelegenheit außerdem, um mich nach neuen Büchern bzw. den ausstehenden Fortsetzungen von Cornelia Funke zu erkundigen. Einen konkreten Erscheinungstermin gibt es aktuell noch nicht, aber der vierte Band der Reckless Reihe könnte unter Umständen im Herbst 2019 erscheinen. Das ist doch schon einmal etwas.

Nach diesem Bloggertreffen verließ ich die Messe, weil ich am Abend eine Lesung besuchen und mich zwischendurch noch etwas stärken wollte. Eigentlich hatte ich geplant dieser Lesung einen eigenen Beitrag zu widmen, da ich, wie ihr gleich lesen werdet, aber nicht allzu viel zu berichten habe, werde ich das Wichtigste hier kurz zusammenfassen.

Am Freitagabend las Elisabeth Herrmann im Foodkurt Leipzig aus ihrem neuen Jugendbuch Zartbittertod. Die Location war wirklich schön, auch wenn sie nur wenig Platz für Zuhörer bot, die Umgebungsgeräusche (klapperndes Geschirr, Gespräche anderer Gäste) waren allerdings ziemlich laut, weshalb es vielleicht besser gewesen wäre den Raum, in dem die Lesung stattfand, etwas mehr vom restlichen Lokal abzutrennen. Insgesamt war ich von der Veranstaltung aber ohnehin eher enttäuscht, was jedoch nicht an der Location oder den technischen Schwierigkeiten lag, aufgrund derer die Lesung erst knapp zwanzig Minuten später begann als eigentlich geplant. Vielmehr unterschied sich die Lesung leider kaum von den lediglich 30-minütigen Kurzlesungen auf der Messe und hatte nichts mit den deutlich längeren, abendlichen Lesungen gemein, wie ich sie gewohnt bin bzw. war.

Nach einer kurzen Einführung zur Autorin, deren Romane schon vielfach ausgezeichnet wurden und aktuell teilweise wohl auch verfilmt werden, sowie der Information, dass man am Ende der Veranstaltung die Möglichkeit hätte, sich das Buch zu kaufen und/oder signieren zu lassen, begann Elisabeth Herrmann verschiedene, kurze Szenen aus dem Roman zu lesen, wobei sie zwischendurch kurz die Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Ausschnitten erläuterte. Sie hatte eine angenehme Stimme und wirkte durchaus sympathisch. Schon durch die wenigen Szenen merkte ich zudem, dass sie viele geschichtliche Fakten in die Handlung eingebaut hat und über gewisse Ereignisse aufklärt, über die man bisher vermutlich viel zu wenig weiß, insbesondere im Hinblick auf die Kolonialzeit, ohne dabei einen lehrerhaften Ton anzuschlagen.

Sie las ungefähr 30-40 Minuten und erklärte die Lesung dann schon kurz vor 20 Uhr praktisch für beendet, was mich sehr überraschte und zwar nicht im positiven Sinn. Versteht mich nicht falsch, mehr Szenen hätten es meiner Meinung nach auch nicht sein müssen, aber eine Lesung, die nicht im Rahmen einer anderen, größeren Veranstaltung stattfindet, besteht normalerweise aus mehr als bloß einem 30-40-minütigen Vortrag einiger Ausschnitte aus dem vorgestellten Buch – sonst lohnt sich das Kommen eigentlich auch fast gar nicht. In der Regel schließt sich ein moderiertes Interview an oder der Autor bzw. die Autorin beantwortet Fragen aus dem Publikum o.Ä., doch hier fand nichts dergleichen statt. Die Autorin stellte sich lediglich im Rahmen des Signierens noch für weitere Fragen zur Verfügung. Das fand ich ausgesprochen schade – hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir das Buch ggf. irgendwo auf der Messe signieren lassen und eine andere Lesung besucht.

Am Samstag startete der Messetag für mich mit dem wunderbaren Bloggerempfang der Verlage Carlsen und Thienemann, bei dem insgesamt wieder fünf (+1) Autoren anwesend waren und ihre neuen Bücher präsentierten.

Den Anfang machte Clara Benedict, die Autorin von Aura – Die Gabe. Sie erzählte uns etwas mehr über sich und darüber, wie sich ihr Leben als Autorin von ihrem bisherigen Leben unterscheide. So hätte z.B. der Kaffeekonsum schlagartig zugenommen und sie kenne jetzt alle Energy Drink Sorten der Welt. Insgesamt sei das Leben als Autorin jedoch besser als sie es sich vorgestellt habe. Zeitmanagement sei nun allerdings besonders wichtig, zumal sie nicht „nur“ Autorin, sondern auch Lehrerin, Mutter und Sängerin in einer Band sei. Letzteres habe sie nun zwar aufgegeben, dennoch ließ sie sich zu einer kleinen Kostprobe überreden und sang den Cup-Song für uns, sogar mit Becher.

Sie schreibe einfach, was sie selbst gerne lese und als nächstes stünden die beiden Fortsetzungen an, die beide düsterer und erwachsener seien. Aura – Der Verrat, erscheine im Juni dieses Jahres, der dritte Band, Aura – Der Fluch, sei für Oktober 2019 geplant. Danach käme wieder etwas Neues bei Thienemann, mehr könne sie darüber aber noch nicht verraten.

Im Anschluss stellte Laura Kneidl ihren neuen Fantasyroman Herz aus Schatten vor. Das Buch spiele in Praha (= Prag), weil sie eine Stadt mit einer düsteren Aura gebraucht habe und einmal etwas Neues habe probieren wollen. Es gebe viele Monster in dem Buch, die sie selbst entworfen habe, orientiert an den vier apokalyptischen Reitern. Die Protagonistin könne diese Monster bändigen, das sei ihre besondere Gabe. Anfangs sei ihr das zu viel Verantwortung, später komme sie der damit verbundenen Verpflichtung jedoch nach, um ihre Stadt zu schützen. Außerdem enthalte das Buch eine verbotene Liebesgeschichte, schließlich sei ein Konflikt für den Spannungsaufbau notwendig gewesen. Es entwickle sich daher eine Beziehung zwischen der Protagonistin und einem Monster, das sich in einen Menschen verwandeln könne. Darüber hinaus gebe es in dem Buch viel Dunkelheit, die als Metapher für Depressionen stünde.

Als nächstes präsentierten Rainer Wekwerth und Thariot ihren gemeinsamen Roman Pheromon – Sie riechen dich. [Die Fortsetzung, Pheromon - Sie sehen dich, soll im Juli dieses Jahres erscheinen, der dritte Teil, Pheromon - Sie jagen dich, soll dann im Januar 2019 folgen.] Rainer Wekwerth erzählte, dass er gern ein Buch mit einem anderen Autor zusammen habe schreiben wollen, im Urlaub dann etwas von Thariot gelesen und ihn danach gefragt habe, ob er Lust auf eine Zusammenarbeit hätte. So hätten die beiden zueinander gefunden, obwohl der eine in Stuttgart wohne und der andere auf Malta. Die Arbeitsteilung sehe so aus, dass einer die Kapitel schreibe, die in der Gegenwart spielen, und der andere die, die in der Zukunft ablaufen. Nach dieser Trilogie könnten sie sich ein zweites, gemeinsames Projekt vorstellen, ein Konzept hätten sie sogar schon.

Zu guter Letzt sprach Tamara Bach über ihr neues Buch Mausmeer. Sie sei zwar seit 2003 im Geschäft, damals aber eher dort hineingestolpert, da sie sich sogar noch im Studium befunden habe. Der Literaturbetrieb sei damals noch nicht richtig bei ihr angekommen, daher könne sie auch nicht sagen, was sich seitdem alles verändert habe. Eine neue Veröffentlichung sei jedoch nach wie vor etwas Besonderes, trotz inzwischen zahlreicher Preise und Nominierungen. Beim Schreiben denke sie nicht an die Zielgruppe, sondern vor allem an die jeweiligen Figuren. Sie liebe es Dialoge zu schreiben und lese sich diese oft auch laut vor, um zu hören, ob sie stimmig klingen. Nach dem Schreiben sei sie allerdings „fertig mit den Figuren“, deshalb gebe es auch keine Fortsetzungen. Den Titel habe sie ihm Prinzip „geklaut“, dabei handele es sich nämlich um den Namen eines Angellochs/-weihers in dem Ort, aus dem sie komme. Außerdem habe sie offensichtlich einen Hang zu Komposita mit „M“. Ein Notizbuch habe sie immer dabei, vieles merke sie sich aber auch einfach.

Nach den Vorstellungen der Bücher und ihrer Autoren folgte eine kurze Pause, in der wir uns die Bücher signieren lassen konnten. Dieser Signierstunde schloss sich, sozusagen als Überraschungsgast, auch noch Emily Bold an.

Darauf folgte ein Spiel, bei dem zunächst zwei Teams aus je 4-5 Bloggern gegeneinander antraten, ehe dann die Mitglieder des Gewinner-Teams zu Konkurrenten wurden. Die Aufgabe bestand darin Titel aus einem der beiden Verlage zu erklären, zu zeichnen oder pantomimisch darzustellen, die von den restlichen Bloggern im Publikum erraten werden mussten. Dieses Spiel hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht, zumal einige Blogger wirklich ausgesprochen kreativ waren, was die „Erklärung“ betrifft, und man das Buch nicht unbedingt gelesen haben musste. Das können wir von mir aus nun jedes Jahr wiederholen!

Zum Abschluss stellten uns die anwesenden Mitarbeiter der Verlage dann ihre Favoriten aus dem kommenden Herbstprogramm vor. Bei Carlsen freue ich mich besonders auf Spiel der Macht von Marie Rutkoski und Du wolltest es doch auch von Louise O’Neill, das einen Bezug zur #metoo-Debatte hat. Bei Thienemann empfand ich Das Ende ist erst der Anfang von Chandler Baker, Cat & Cole – Die letzte Generation von Emily Suvada und Für immer und einen Herzschlag von Tamsyn Murray besonders interessant.

Danach ging es für mich weiter in Halle 4 zum Stand von Piper, wo Stefanie Schmieg zwei anderen Bloggerinnen und mir ein paar Titel aus dem kommenden Programm vorstellte. Im August erscheint beispielsweise Ein Riss im Raum, die Fortsetzung zu Das Zeiträtsel von Madeleine L’Engle. Im September erscheint mit One Small Thing ein neuer Roman von Erin Watt, im Oktober folgt ein weiterer New Adult Roman von Jennifer L. Armentrout mit dem Titel The Dead List. Mit Legendary erscheint im September außerdem die Fortsetzung zu Caraval von Stephanie Garber. Fans von Abbi Glines dürfen sich im Januar 2019 auf Like a Memory – Liebe kennt kein Zurück freuen. Fans von Jennifer Estep dürfen sich im Oktober auf Hard Frost, den zweiten Teil der Mythos Academy Colorado, und im Dezember auf Spinnenglut, den elften Band der Elemental Assassin Reihe, freuen. Fans von Dan Wells können ab Januar 2019 Active Memory, den letzten Band der Mirador-Trilogie, lesen. Mein Highlight war jedoch die Ankündigung eines High Fantasy Auftakts von Laura Kneidl mit dem Titel Die Krone der Dunkelheit, der im Oktober dieses Jahres erscheint.

An die Zeit bis zur nächsten Veranstaltung habe ich, ehrlich gesagt, keinerlei Erinnerung mehr, daher mache ich jetzt einfach mit dem Bloggertreffen von dtv weiter, bei dem Stefanie Broller einer Vielzahl von Bloggern die Herbst-Highlights präsentierte: Im Juli erscheint mit Elian und Lira – Das wilde Herz der See das Debut von Alexandra Christo. Im September erscheint Wicker King von Kayla Ancrum. Im gleichen Monat erscheint Nichts zu verlieren. Außer uns. von Lea Coplin, ein Spin-Off zu Nichts ist gut. Ohne dich. . Die Autorin soll dieses Jahr auch zur Frankfurter Buchmesse kommen. Von Holly Bourne erscheint eine neue Trilogie – Spinster Girls. Der erste Band, Was ist schon normal? , soll im Juli 2018 erscheinen, der zweite Band, Was ist schon typisch Mädchen? , soll bereits im August 2018 folgen. Der dritte Band ist für Februar 2019 geplant. Auch Holly Bourne soll auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zu Gast sein. Fans von The Hate U Give empfiehlt sie die neue Reihe von James Reynolds. Der Auftakt erscheint im August unter dem Titel Ghost, der zweite Band trägt den Titel Patina und soll im November 2018 folgen. Der Autor soll im September ebenfalls nach Deutschland kommen.

Darüber hinaus beinhaltet das Programm einige Fortsetzungen: Im Juli erscheinen sowohl Ocean City – Im Versteck des Rebellen von R.T. Acron als auch Batman von Marie Lu. Im September erscheinen Gemina von Amie Kaufman und Jay Kristoff und Throne of Glass – Der verwundete Krieger von Sarah J. Maas. Im November erscheint dann Catwoman, ebenfalls geschrieben von Sarah J. Maas.

An das Bloggertreffen schloss sich die Superhelden-Party von dtv an, auf die ich mich schon sehr gefreut hatte. Die Umsetzung hat mir aber leider weniger gefallen, da die einzelnen Programmpunkte auf mehrere Stunden verteilt wurden und die Pausen zwischendurch einfach viel zu lang waren für meinen Geschmack. Hinzu kommt, dass es keinerlei Sitzmöglichkeiten gab und gerade am Messe-Samstag ist man dankbar für jede Sitzgelegenheit. Ich jedenfalls hatte keine Kraft mehr, um stundenlang zu stehen, weshalb ich die Party in einer der langen Pausen schließlich verließ.

Zum Abschluss des Tages besuchte ich eine Veranstaltung, die ich schon seit Jahren gern einmal besuchen wollte, für die ich bis dahin jedoch nie die Zeit gefunden hatte: die Preisverleihung für den Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres. Ich kann mir gar nicht erklären, warum die Verleihung so schlecht besucht war – vielleicht wegen der späten Uhrzeit? – ich habe mich nämlich bestens amüsiert. Ein Moderator stellte zunächst kurz die Jury vor und präsentierte dann die Shortlist-Titel, allerdings in umgekehrter Reihenfolge, also wie bei einem Countdown. Nach jedem Titel wurde dem Publikum eine Frage gestellt und wer sie als erstes richtig beantwortete, gewann ein Exemplar des Buches, in meinem Fall war dies Heftiges Umarmen im Eingangsbereich der Pension verboten. Am Ende folgte eine kurze Lesung aus dem Gewinnertitel Als Omma den Huren noch Taubensuppe kochte von Anna Basener, fantastisch gelesen von der Autorin selbst, mit Dialekt. Herrlich! Cover, Titel und Klappentext hätten mich nie angesprochen, aber der sehr amüsante Auszug aus dem Buch hat mir so gut gefallen, dass ich es anschließend auf die Wunschliste gesetzt habe.

Den Sonntag nutzte ich vor allem, um mir ein paar der blogger sessions in Halle 5 anzusehen bzw. anzuhören. Den Anfang machte ein Vortrag mit dem Thema #detox – Neues zu Influencermarketing und Schleichwerbung, den ich sehr aufschlussreich fand und zum Anlass genommen habe, um auf meinem Blog ein paar kleinere Änderungen vorzunehmen. Ich persönlich empfinde (Affiliate-)Links zwar nach wie vor nicht als Werbung im Sinne der Definition des Telemediengesetzes, zumindest sofern man für das Setzen des Linkes keine finanzielle Gegenleistung erhält, was bei mir nicht der Fall ist, doch sicher ist sicher.

Da Mona Kasten in diesem Jahr leider nicht zur LLC kommt, machte ich mich anschließend auf den Weg in Halle 4 zu ihrer Signierstunde am Stand von Bastei Lübbe. Die Schlange war schon eine knappe Stunde vor Beginn der Signierstunde extrem lang, aber die Zeit verging schneller als gedacht, wie gesagt, man findet bei so etwas eigentlich immer Gleichgesinnte, mit denen man plaudern kann.

Danach ging ich zurück zu den blogger sessions in Halle 5, allerdings fiel der Vortrag aus, den ich mir eigentlich ansehen wollte und die Alternative – es gab zwei Fachforen, in denen parallel Veranstaltungen stattfanden – konnte mich nicht wirklich fesseln, zumal sie in meinen Augen auch gar nicht in die Veranstaltungsreihe passte. Ich blieb jedoch trotzdem dort, weil ich den nächsten Vortrag – Sicher im Netz – ebenfalls noch hören wollte. Auch diesen Vortrag fand ich durchaus interessant, muss aber zugeben, dass ich nicht alles verstanden habe, weil es zum Teil sehr technisch war. Zudem wurde in der kurzen Zeit recht viel abgehandelt, sodass es bei vielen Aspekten gar nicht möglich war näher ins Detail zu gehen. Ich hatte mich jedoch sehr darüber gefreut, dass die Rednerin anbot ihr eine Mail zu schreiben, wenn man weitere Fragen hätte – auf die Antwort warte ich nun aber leider schon seit ein paar Wochen …

Mein letzter Programmpunkt führte mich wieder in Halle 1. Die Präsentation, die ich eigentlich sehen wollte, hatte ich allerdings verpasst, weil ich mich davor etwas verquatscht hatte – kommt vor. Also schlenderte ich nur ein wenig durch die Halle, ließ noch ein paar Eindrücke auf mich wirken, schaute mir ein paar Graphic Novels an, unterhielt mich mit ein paar Verlags-Mitarbeitern und ließ einfach die Messe ausklingen. Da ich einen etwas späteren Zug gebucht hatte, hatte ich glücklicherweise keinerlei Zeitdruck, was das Verlassen der Messe betraf.

Längere Ausführungen zu dem Schneechaos an dem Wochenende in Leipzig, den damit verbundenen „Unannehmlichkeiten“ und dem stundenlangen Stehen an diversen Bahnhöfen, insbesondere am Sonntag, als ich einfach nur noch nach Hause wollte, spare ich mir an dieser Stelle und hoffe einfach mal, dass uns das im nächsten Jahr erspart bleibt. Davon abgesehen war es nämlich eine sehr schöne Messe, vor allem auch, weil ich endlich mal einige liebe Blogger, Autoren und Verlagsmitarbeiter wiedergetroffen habe, die ich sonst nur selten zu Gesicht bekomme. Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder. :)

Mai  11

[Messe] Leipziger Buchmesse 2017

11. Mai 2017 | 23:25 | Erlebt

Auch in diesem Jahr ließ ich es mir nicht nehmen die Leipziger Buchmesse zu besuchen, die inzwischen schon fest in meinen Jahresplan integriert ist. Dieses Mal habe ich mich allerdings wieder nur auf zwei Tage (Freitag und Samstag) beschränkt und es zudem erneut versäumt ein paar Photos zu machen, weshalb dieser Bericht leider bilderarm und etwas kürzer ausfallen wird. Vielleicht sind die vielen Informationen zu den kommenden Herbstprogrammen verschiedener Verlage dafür wenigstens eine kleine Entschädigung.

Am Freitag verschlug es mich nach meiner Ankunft zunächst an den Stand der LoveLetter Convention in Halle 5 um einen der begehrten Goodie Bags zu ergattern. Leider habe ich dabei das Plakat ganz übersehen, auf dem angeblich schon alle Autoren der diesjährigen Veranstaltung aufgezählt wurden. Nicht, dass es für mich tatsächlich relevant gewesen wäre, immerhin habe ich mein Ticket schon vor Monaten gekauft. ^^‘ Interessant wäre es aber dennoch gewesen.

Danach bahnte ich mir, nach einem kurzen Abstecher in Halle 4, wo ich, wie jedes Jahr, den Stand von Klages Kalender aufsuchte um mir einen ihrer wunderbaren (und auf der Messe unschlagbar günstigen) Tischkalender zu kaufen, einen Weg in Halle 2 zur Lesung von Anne Freytag. Von der eigentlichen Lesung bekam ich dann zwar nicht viel mit, anschließend konnte ich mir allerdings immerhin mein Exemplar von Den Mund voll ungesagter Dinge signieren lassen. Zum Glück hatte ich mein Buch von Zuhause mitgebracht, die Messebuchhandlung hatte nämlich leider keine Exemplare im Angebot.

Nach der Lesung schlenderte ich ein wenig durch die Halle und begab mich dann zum Stand des Loewe Verlags, wo Isabell Helger Bianca und mir die Spitzentitel des kommenden Programms vorstellte. Fans von Derek Landy dürfen sich gleich doppelt freuen: Im Sommer erscheint mit Höllennacht in Desolation Hill der zweite Band seiner neuen Demon Road Reihe. Im Herbst folgt mit Auferstehtung dann überraschenderweise eine weitere Fortsetzung um das detektivische Skelett Skulduggery Pleasant. Im Sommer erscheint außerdem der erste Teil einer Dilogie – zumindest meine ich, dass sie mir in einem kurzen, persönlichen Gespräch gesagt hätte, dass die Geschichte in zwei Bänden abgeschlossen ist – unserer lieben Bloggerkollegin Stefanie Hasse. Der Auftakt trägt den Titel Schicksalsbringer – Ich bin deine Bestimmung und die Protagonistin ist selbst ebenfalls Bloggerin, was mich besonders neugierig macht. Im Spätsommer erscheint darüber hinaus ein neuer Jugendthriller von Ursula Poznanski, der den wunderbaren Titel Aquila tragen und in Sienna spielen wird. Im Herbst erscheint dann mit Deine letzte Nachricht. Für immer. ein Nachfolger zu Emily Trunkos Ich wollte nur, dass du noch weißt – Nie verschickte Briefe. Mit Forever again – Für alle Augenblicke wir von Lauren James hat der Verlag den Auftakt zu einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte im Programm, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Das Bündnis der Rosen, die Fortsetzung zur Young Elites Trilogie von Marie Lu, darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Mit Ich komm dich holen, Schwester von Kelly Anne Blount erscheint im Herbst ein vielversprechender Thriller mit häufigen Perspektivwechseln. Zu guter Letzt folgt mit Boy in a white room von Karl Olsberg ein Auftakt, der als anspruchsvoll, technisch und philosophisch beschrieben wurde. Meine Wunschliste ist damit nicht gerade kürzer geworden, wobei es natürlich nicht alle Titel gleich auf die Liste geschafft haben.

Im Anschluss hatte ich ein freies Zeitfenster, das ich nutzte um mich einigermaßen entspannt ein wenig in Halle 1 umzuschauen, was mir am folgenden Tag, wie ich aus Erfahrung wusste, nicht mehr möglich sein würde. Kurz darauf traf ich mich zudem mit Nina Blazon um einfach ein bisschen zu plaudern. Das ist nun schon fast zur Tradition geworden und ich freue mich jedes Mal aufs Neue darauf sie zu sehen. Natürlich habe ich sie bei der Gelegenheit auch nach ihrem nächsten Projekt gefragt, auf das ich schon sehr gespannt bin. Das war aber nur ein kleiner Teil unseres Gesprächs.

Die Zeit bis zum nächsten Termin verbrachte ich in Halle 4, wo ich mir unter anderem auch den kleinen Stand von Harper Collins anschaute. Bei einem wirklich netten und vor allem aufschlussreichen Gespräch mit zwei Damen des Verlags erfuhr ich nicht nur, dass der Verlag inzwischen zum Teil auch in Hamburg ansässig ist, ich freute mich auch sehr zu hören, dass der Verlag Meg Cabot nun dauerhaft unter Vertrag hat, zumindest in Bezug auf ihre Frauenromane. Ihr neues Buch, Erste Liebe, zweite Chance, ist einer der Spitzentitel des Programms, für den daher auch ordentlich Werbung gemacht wird. Das ist etwas, was ihr bisheriger Verlag in meinen Augen immer versäumt hat, weshalb ich hoffe, dass meiner Lieblingsautorin nun endlich die Aufmerksamkeit zuteil wird, die sie verdient. Und wer weiß, wenn die Frauenromane gut laufen, vielleicht fasst der Verlag dann als nächstes ihre Jugendromane oder gar Royal Wedding ins Auge. Und vielleicht kommt Meg Cabot dann eines Tages auch endlich mal wieder zu einer Lesung/Messe/Convention o.Ä. nach Deutschland.

Um 15 Uhr ging es dann zum Stand von dtv. Dort stand zunächst ein Meet & Greet mit Regisseur und Autor Jan Schomburg an, das leider gleich einen etwas unglücklichen Anfang nahm. Ich hatte es aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft seinen Roman Das Licht und die Geräusche vor dem Treffen zu lesen und der ebenfalls anwesenden Bloggerkollegin ging es ähnlich. Leider sagte sie ihm das sofort geradeheraus, was natürlich keinen guten Eindruck machte und auch für die Verlagsmitarbeiter nicht unbedingt schön war. Der Autor war ebenfalls nicht gerade begeistert, nahm es aber scheinbar mit Humor. Wären wir besser vorbereitet gewesen, wäre er während des Gesprächs vielleicht auch nicht mehrmals an sein klingelndes Handy gegangen.
Wir sprachen dann, neben seiner Abneigung gegen Smartphones, die seine Persönlichkeit negativ beeinflussen würden, über seine Arbeit im Allgemeinen, beispielsweise die Unterschiede zwischen einem Roman und einem Drehbuch, das seiner Ansicht nach kein vollwertiges Endprodukt, sondern nur die Vorstufe, nämlich zu einem Film, darstelle. Prinzipiell habe man bei der Arbeit an einem Roman auch viel mehr Freiheiten als bei einem Drehbuch, da in den späteren Film viel mehr Leute involviert seien.

Hinterher nahm Stefanie Broller sich freundlicherweise noch etwas Zeit um mir die kommenden Programmhighlights von dtv vorzustellen, darunter Das Reich der sieben Höfe – Flammen und Finsternis von Sarah J. Maas, Illuminae von Amie Kaufman und Jay Kristoff (mit der Originalgestaltung!) und Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover. Mit der Übersetzung von Exquisite Captive von Heather Demetrois erscheint ein weiterer Serienauftakt, in dem Dschinn sowie die Märchen aus 1001 Nacht eine Rolle spielen. Der erste Band wird in Deutschland den Titel Nalia, die Tochter der Elemente – Der Jadedolch tragen. Mit Als ich ein Mädchen wurde von Meredith Russo erscheint im Herbst ein Roman, der sich mit einem sehr aktuellen Thema beschäftigt: Transgender. Die Liebesgeschichte Written on my Heart von Cole Gibson, die allerdings erst Anfang des nächsten Jahres erscheint, beschäftigt sich hingegen mit der nicht weniger wichtigen Problematik der häuslichen Gewalt. Darüber hinaus dürfen sich Fans von Rainbow Rowell auf neuen Lesestoff freuen. In Zusammenarbeit mit Hanser erscheinen zeitgleich sowohl ihr Roman Fangirl (bei Hanser) als auch der darin immer wieder angesprochenen Roman Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow (bei dtv) im August als Hardcover.

Um 16.30 Uhr stand dann das Bloggertreffen bei Fischer auf dem Plan, bei dem Sibylle Bachar und Alexandra Strohmeier vielen, interessierten Bloggern das fantastische neue Programm vorstellten und meine Wunschliste regelrecht zum Explodieren brachten. Neben neuen Büchern von P.C. Cast (Moon Chosen – Gefährten in einer neuen Welt [Auftakt]), Kerstin Gier (Wolkenschloss [Einzelband]), Cecelia Ahern (So klingt dein Herz), John Boyne (Der Junge auf dem Berg), Lia Hearn (Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln [Auftakt]), Neal Shusterman (Scythe – Die Hüter des Todes [Auftakt]) und Kai Meyer (Die Spur der Bücher [Prequel]) sind zum Beispiel ein Buch zum Thema Amoklauf (54 Minuten. Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe von Marieke Nijkamp), die neue Dilogie von Veronica Rossi (Riders und Seekers), Beware that Girl von Teresa Toten und die Biographie von Lauren Graham (Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl) dabei. Holding up the Universe von Jennifer Niven erscheint im Sommer unter dem Titel Stell dir vor, dass ich dich liebe auf Deutsch. Ivory and Bone, das Jugendbuchdebut von Julie Eshbaugh, erscheint im Herbst ebenfalls bei Fischer.

Nach dieser Flut an vielversprechenden Neuheiten ließ ich den Tag dann beim Blog’n’Talk von RandomHouse in Halle 3 ausklingen. Dort begegnete ich neben zahlreichen anderen Bloggern auch der sympathischen Autorin Manuela Inusa, deren Roman Jane Austen bleibt zum Frühstück bereits auf dem eReader auf mich wartet und nun endlich gelesen werden will. Des Weiteren nahm ich mich natürlich dem mir gestellten Auftrag an ein Kurzinterview mit Krimi-Autorin Susanne Kliem zu führen:

Welche Bedeutung hat für Sie das Schreiben?
Ich würde sagen, für mich ist das Schreiben wirklich zu meiner Berufung geworden. Ich wusste das lange nicht, habe viele andere Berufe erlernt, war aber in keinem so richtig zu Hause, habe mich in keinem richtig glücklich gefühlt. Das Schreiben ist das einzige, was ich richtig gut kann, glaube ich, und in dem ich mich inzwischen so richtig zu Hause fühle. Also ist es mein Hauptberuf und meine Berufung geworden.

Welche Berufe waren es z.B., die sie erlernt haben, die ihnen aber nicht so zugesagt haben?
Also, ich habe lange am Theater gearbeitet, im Regie-Bereich. Ich habe zum Beispiel auch verschiedene Jobs bei Film und Fernsehen gehabt, habe Synchrondrehbücher geschrieben, für Serien z.B., habe auch PR und Pressearbeit gemacht, als Journalistin gearbeitet, irgendwann war sogar eine Umschulung zur Buchhändlerin dabei. Ich habe so einen richtigen Patchwork-Lebenslauf.

Wenn Sie eine beliebige Romanfigur sein könnten, welche würden Sie dann sein?
Beliebige Romanfigur? Darüber muss ich echt eine Sekunde nachdenken. Ich lese ja so viele Krimis und Thriller und da möchte man eigentlich nie drin sein, man möchte ja weder Täter noch Opfer sein. Jetzt muss ich mich also erst einmal in einen Liebesroman hinein versetzen, der gut ausgeht. [Kurze Überlegungspause] Dann würde ich gern die Elizabeth aus Stolz & Vorurteil sein, weil sie eine vielschichtige, faszinierende Frau ist, die ihr Schicksal selbst meistert.

Am Samstag begann mein Messetag dann mit dem gemeinsamen Bloggerempfang der Verlage Carlsen und Thienemann. Erstmals wurden in diesem Jahr dabei nicht nur bereits bekannte Neuheiten aus dem Frühjahr vorgestellt, sondern auch ein paar erste Titel aus dem Herbst verraten. Den Anfang machten jedoch die Vorstellungen der anwesenden Autoren sowie ihrer Bücher in Form eines kurzen Interviews. Laura Kneidl erzählte, wie sie auf die Idee zu Water & Air kam und was wir in Zukunft von ihr erwarten dürfen. Neben einem New Adult Roman bei Lübbe dürfen sich Fans auch auf ein neues Jugendbuch freuen, das im März 2018 bei Carlsen erscheinen soll. Sie beschrieb es dabei als eine Mischung aus Die Schöne und das Biest und – haltet euch fest – Pokémon.
Tanja Voosen berichtete, dass sie ihren Schreibstil für ihr Kinderbuch Nova & Avon etwas anpassen und kindgerechter gestalten musste, beispielsweise durch kürzere Sätze und ein einfacheres Vokabular. Aktuell arbeite sie an der Fortsetzung, die ebenfalls im März 2018 erscheinen soll.
Björn Springorum sagte, dass er vor allem deshalb fantastische Literatur schreibe, weil er nicht nur über die Realität schreiben wolle, die habe schließlich jeder jeden Tag. Dafür habe er sich beim Schreiben von Der Spiegel des Bösen und den dazugehörigen Recherchen oft selbst gegruselt. Auch vor Spinnen fürchte er sich übrigens sehr. Zu seinen Erstlesern zähle manchmal auch sein Neffe, der leider gnadenlos ehrlich sei. Irgendwie könne er das aber verstehen, immerhin muss dieser die Bücher lesen, weil er zur Familie gehöre und keine andere Wahl habe. *g* Im Moment arbeite er bereits am nächsten Roman, der wohl der gruseligste von allen werde.
Im Anschluss an die Vorstellungen konnten alle Blogger die Gelegenheit nutzen sich die vorgestellten Bücher von den anwesenden Autoren signieren zu lassen, was natürlich fleißig ausgenutzt wurde. Darauf folgte ein alles andere als leichtes Quiz, das dafür umso mehr Spaß machte und der glücklichen Gewinnerin eine kostenlose Übernachtung auf der nächsten Leipziger Buchmesse einbrachte. Während die einen Mitarbeiter mit der Auswertung beschäftigt waren, gewährten uns andere Verlagsmitarbeiterinnen zudem einen kleinen Ausblick auf das kommende Programm, darunter Die fünf Gaben von Rebecca Ross, Fanatic von Anna Day sowie Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis von Danielle Paige. Nach einem letzten Gruppenphoto war das Treffen leider auch schon vorüber, doch man sieht sich ja spätestens im nächsten Jahr wieder.

Für mich ging es danach weiter zur AusbildBar in Halle 5, wo Brandon Sanderson nach einer Lesung noch signierte. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen, sodass ich nun eine signierte Ausgabe von Steelheart im Regal stehen habe. Das lange Anstehen – bis kurz vor Schluss machte es nicht den Eindruck als würde sich die Schlange überhaupt bewegen – hat sich also wenigstens gelohnt.

Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen im CCL. Dort traf ich einige bekannte Gesichter wieder, was, wie nicht anders zu erwarten, zu tollen Gesprächen führte. Anne Freytag war ferner als Ehrengast bei dem Treffen dabei und beantwortete Fragen zu ihrem neuen Roman. Außerdem wurde unser Wissen auch hier wieder mit einem Quiz auf die Probe gestellt, bevor wir in den Genuss leckerer Mini-Gugelhupfe kamen. Und natürlich verließ niemand das Treffen ohne einen Goodie Bag.

Anschließend begleitete ich zwei andere Bloggerinnen spontan zur Lesung von Marah Woolf zum Auftakt ihrer neuen Götterfunke Serie beim Stand von vorablesen. Eigentlich hatte ich vorgehabt noch ein wenig durch Halle 2 zu schlendern, war dann aber doch zu erschöpft, sodass die Lesung den geschundenen Füßen eine willkommene Erholung bot.

Damit war dann auch mein zweiter Tag auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse vorüber. Im Pressezentrum traf ich jedoch erneut auf die kleine Gruppe um Simone, mit der ich zum Abschluss noch zusammen zum Hauptbahnhof fuhr, wo wir uns bei Pizza Hut nach den Strapazen des Tages – Samstag ist stets der vollste und anstrengendste Tag der Messe – etwas stärkten. Was gibt es schließlich Besseres als einen so ereignisreichen Tag mit lustigen Gesprächen und einer leckeren Pizza ausklingen zu lassen?

Mrz  20

[Messe] Leipziger Buchmesse 2014

20. März 2014 | 13:49 | Erlebt

Auch in diesem Jahr habe ich wieder die Leipziger Buchmesse besucht und ein Bericht darüber darf hier natürlich nicht fehlen, allerdings wird er in diesem Jahr etwas kürzer ausfallen, da ich es versäumt habe wenigstens ein Photo zu machen und ich außerdem glaube, dass es nicht wirklich interessant ist, wenn ich hier meine ganzen Termine einzeln aufzähle. Aus diesem Grund werde ich meine beiden Messetage auch zusammenfassen und nicht unbedingt chronologisch vorgehen.

Wie schon im letzten Jahr war einer meiner ersten Anlaufpunkte der Stand von Klage in Halle 4, wo ich mir einen neuen Mini-Tischkalender besorgt habe. Die sind einfach wunderschön und werden auf der Messe wesentlich günstiger verkauft. Daher sollte man sich auch beeilen, wenn man einen ergattern möchte, sie sind nämlich immer ziemlich schnell weg. Zum Glück hatte ich dieses Mal von Anfang an vor nur die kleine Version zu nehmen, die größere war laut der Verkäuferin nämlich sogar schon vor der Messe komplett ausverkauft.

Die Zeit zwischen meinen einzelnen Terminen habe ich an beiden Tagen vor allem genutzt um mich bei diversen Verlagen über das kommende Herbstprogramm zu informieren. [Einzelheiten dazu im kommenden Wochenrückblick.] Genau dafür ist die Messe in meinen Augen schließlich auch da. Ein Großteil der Messebesucher besteht aus Bloggern, Buchhändlern, Bibliothekaren, etc. und für die ist nun einmal nur das neue Programm interessant. Das alte kennt man immerhin schon seit Monaten. Bei einer Automobilmesse beispielsweise will man sich ja auch nicht die Modelle ansehen, die man schon überall kaufen kann, sondern sehen, was demnächst so kommt. Daher fand ich es sehr schade, dass sich z.B. der Oetinger Verlag lächerlich totgeschwiegen hat und dazu noch behaupten wollte, dass sie noch keine einzige interne Programmpräsentation gehabt hätten. Wer’s glaubt …

Da in diesem Jahr zum ersten Mal alle fünf Hallen geöffnet waren, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen zumindest einmal einen Abstecher in Halle 1 zu machen, die unter anderem die neue Manga Comic Convention beherbergte. Nach einem interessanten Rundgang habe ich dann im Japanischen Teegarten eine kleine Pause eingelegt um mich zu stärken.

Auf dem Weg zur Signierstunde von Ursula Poznanski bin ich dann zufällig schon der lieben Nina Blazon begegnet, also haben wir die Gelegenheit genutzt um uns gemütlich zusammen zu setzen und bei einer kleinen Mahlzeit ein wenig zu plaudern. Allzu viel Zeit blieb uns nicht, aber das war nicht so schlimm, denn für den nächsten Morgen waren wir ohnehin auf einen Kaffee bzw. eine heiße Schokolade verabredet. Dabei konnten wir uns dann ganz entspannt unterhalten und natürlich habe ich schon nach ihrem nächsten Projekt gefragt, auch wenn sie leider noch nicht besonders viel darüber verraten konnte. Doch mit Nina ist es sowieso nie schwer anderen Gesprächsstoff zu finden.

Danach stand für mich die Lesung von Dan Wells auf dem Programm, wobei ich leider ein wenig ungünstig stand und nicht allzu viel mitbekommen habe. Aus der Lesung wurde dann allerdings mehr ein Interview, was ich persönlich immer bevorzuge, und er hat auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Er verriet, dass Hermine seine Lieblingsfigur in Harry Potter war und ihm als Vorbild für Kira diente, weil er gern eine intelligente, starke junge Frau als Protagonistin wollte. Außerdem wusste er schon, bevor er überhaupt mit dem Schreiben des ersten Bandes anfing, wie der dritte Teil enden sollte. Im Anschluss an die Lesung ließ ich mir natürlich meine beiden Bände von Partials signieren, wobei er mir – und allen anderen – prophezeite, dass ich ebenfalls an RM sterben würde.

Des Weiteren habe ich an den zwei Tagen auf der Messe drei verschiedene Bloggertreffen besucht, die jeweils sehr unterschiedlich gestaltet waren.

Als erstes kam das Bloggertreffen von RandomHouse, auf das ich mich ursprünglich sehr gefreut hatte, das mir insgesamt aber, wenn ich ehrlich bin, nicht so gut gefallen hat. Es war zu voll, zu laut, zu chaotisch. Es gab so gut wie keine Sitzmöglichkeiten für die vielen Menschen und dass das Treffen mitten in der Halle stattfand, war auch nicht unbedingt von Vorteil, weil so auch „normale“ Besucher ständig umher irrten. Die Mitarbeiter waren zwar als solche „gekennzeichnet“, doch wenn man den Namen nicht kannte, wusste man nicht, für welchen Verlag oder in welcher Abteilung er/sie tätig war und konnte so nur schwer ein Gespräch beginnen. Ich selbst interessierte mich natürlich wieder für das Herbstprogramm, doch obwohl anfangs gesagt wurde, dass man sich mit den Mitarbeitern unterhalten könne, bekam ich vielfach die Antwort „jaja, aber nicht über das kommende Programm“. Da blieb für mich häufig die Frage: Worüber sonst? Ich spreche mir unbekannte Leute ja nicht einfach auf ihr Privatleben an. Nur ein Mitarbeiter gab mir schließlich doch einen kurzen Einblick, ansonsten war das Treffen für mich leider etwas enttäuschend. Das mag allerding auch daran liegen, dass abgesehen von Nina Blazon auch keine für mich interessanten Autoren dabei waren, die ich mit Fragen hätte löchern wollen.

Als zweites stand das exklusive Bloggertreffen von Carlsen im CCL auf dem Programm. Neben den eingeladenen Bloggern tauchten natürlich auch ein paar unangemeldete auf – es scheint einigen Mädchen unverständlicherweise unmöglich zu sein auf der Messe auch mal alleine irgendwohin zu gehen. Was mir allerdings nicht einleuchtet ist, warum man erst darum bitten muss dennoch dabei sein zu dürfen, wenn man dann kurz darauf schon wieder geht. Generell fand ich es auch von den eingeladenen Bloggern unfair und zudem unhöflich sich für so ein Treffen anzumelden und anderen damit die begrenzten Plätze wegzunehmen, wenn man dann ebenfalls schon nach 20 Minuten wieder geht.

Drei Mitarbeiterinnen des Verlages (Katharina Gruyters, Pia Trzcinska und Sinje Kirchhofer) haben den Anwesenden dann jedenfalls die Spitzentitel des aktuellen Programms noch einmal vorgestellt, darunter natürlich Phantasmen und Obsidian, wobei der Schwerpunkt auf letzterem lag. Stolz berichtete die Lektorin, dass dem US Verlag das deutsche Cover sogar so gut gefallen hat, dass er es für seine eigenen Ausgaben übernehmen wird. Im Mai wird es voraussichtlich einen Live-Chat mit der Autorin Jennifer L. Armentrout geben und der zweite Teil soll auch noch in diesem Jahr erscheinen. Leider wurde, anders als von mir erwartet, kein einziger Titel aus dem Herbstprogramm vorgestellt und auch auf Nachfrage wurde noch nicht viel darüber verraten. Einzige neue Info: Die zweite Trilogie von Sandra Regnier wird von Anfang an gleich als Taschenbuch erhältlich sein, also nicht nur als eBook.

Anschließend konnte man den Mitarbeiterinnen noch Fragen stellen oder sich natürlich mit anderen Bloggern unterhalten. Ich habe die Gelegenheit genutzt um mich ein wenig in Sachen Jobmöglichkeiten, Anforderungen, etc. schlau zu machen, bevor ich einige neue Blogger persönlich kennen lernte. Schockiert hat mich in diesem Zusammenhang die Aussage einer Bloggerin, sie habe noch 80 (!) ungelesene Rezensionsexemplare zu Hause. Da war ich wirklich sprachlos.

Etwas später folgte dann das Bloggertreffen von Bastei Lübbe und Lovelybooks. Nach einem sehr sympathischen Interview mit Sonya Kraus und Food-Bloggerin Jessi Hesseler über ihr Buch Törtchenzeit, folgte eine kurze Podiumsdiskussion mit Tina Pfeifer, Kai Meyer und zwei Bloggern über Rezensionen, Online-Marketing, Social Media usw. Diese war an sich auch sehr interessant, auch wenn man mangels einer erhöhten Plattform in den hinteren Reihen leider niemanden sehen konnte, allerdings hätte ich mir gerade für die Blogger-Neulinge unter den Anwesenden jemanden mit mehr Erfahrung in dem Bereich für die Diskussion gewünscht. Prinzipiell muss jeder selbst entscheiden, ob er Rezensionsexemplare beziehen möchte oder nicht. Aber ich finde es unangebracht zu behaupten, man wäre dann auch gezwungen Bücher zu lesen und zu rezensieren, die einen überhaupt nicht interessieren. Niemand MUSS Bücher rezensieren, die er ungefragt zugeschickt bekommt und die einem nicht zusagen!

Nach der Diskussion wurden Geschenktüten sowie Cupcakes verteilt und dabei wurde natürlich leider ziemlich viel gedrängelt – und wenn man seine Tüte dann hatte, fand man keinen „Ausgang“ mehr. An letzteres bin ich daher gar nicht erst rangekommen. Stattdessen nutzte ich die Chance mir mein neu erworbenes Exemplar von Phantasmen signieren zu lassen. Dass ich dabei vergaß nach dem tollen Stempel zu fragen, ist mir erst hinterher aufgefallen – vielleicht ja dann beim nächsten Mal.

Vollgepackt bis zum geht nicht mehr machte ich mich dann noch ein letztes Mal auf den Weg zum Stand von Coppenrath – jedes Jahr meine kleine Wohlfühloase. Dort konnte ich auf den wunderhübschen bequemen Stühlen einen Moment verschnaufen ehe ich mich kurz vor Schluss noch einmal auf den Weg machte um etwas Geld auszugeben, natürlich für Bücher. Das einzig Negative am Ende des Tages: Ich musste die alle irgendwie nach Hause transportieren … [Mal sehen, ob und wann die ganzen Bücher hier eintreffen, die man mir außerdem noch zuschicken wollte XD]

Abschließend kann ich nur meinen Tweet von Samstagnacht wiederholen: „Schön war’s!“ Extrem anstrengend, aber auch wirklich schön. Ich habe zwölf Bücher mit nach Hause gebracht – Törtchenzeit ist jetzt das hübscheste Schmuckstück in meinem Regal -, drei vier signieren lassen und Dank ausreichender Vorbereitung nicht einen unnötigen Cent für Essen oder Trinken ausgegeben. Zwar habe ich kein Photo gemacht, aber dafür habe ich immerhin so halb eine Lesung besucht – vielleicht schaffe ich im nächsten Jahr ja mal eine ganze.

Ich habe viele nette Blogger (wieder)getroffen, darunter Laura, Yvo, Steffi & Kay und interessante Gespräche mit ihnen geführt. Kurz gesehen habe ich auch Charlousie, Sandy, Captain Cow, Miss Bookiverse, Lurchi, Jan und Shou, wobei es mir bei letzterer erst im Nachhinein durch Photos bewusst wurde. Eventuell ergibt sich ja beim nächsten Mal die Chance für eine kurze Unterhaltung mit dem/der einen oder anderen.

Abgesehen davon bin ich wirklich froh, dass ich auf der Messe immer bewusst allein unterwegs bin und somit weder etwas von meinem eigenen Plan verpasse noch andere von irgendetwas abhalte. Ich will niemandem zu nahe treten, aber wenn ich mitbekomme, wie eine Bloggerin mit weinerlicher Babystimme fragt, ob nicht doch jemand irgendwohin mitkommt, weil sie UNBEDINGT dahin will, aber niemand mit ihr dahin geht, kann ich immer nur den Kopf stellen und mich fragen: „Warum gehst du dann nicht einfach allein?“ Die Messehallen sind ja nun wirklich alles andere als zwielichtig und gefährlich. Im Gegenteil: Als Bücherwurm muss man sich dort, umgeben von Seinesgleichen und dem Objekt der Begierde, einfach wohlfühlen.

Mrz  13

Leipzig, ich komme!

13. März 2014 | 00:15 | Verallgemeinert

Obwohl ich schon im nächsten Monat mein Examen schreibe, was ich im Moment mit aller Macht aus meinen Gedanken verdränge, wollte ich mir die Chance nicht nehmen lassen auch in diesem Jahr die Leipziger Buchmesse zu besuchen, zumal die Fahrkarten mich dieses Mal Dank eines tollen Angebots nur die Hälfte gekostet haben. Ich werde daher sowohl Freitag als auch Samstag in den heiligen Hallen der Leipziger Buchmesse 2014 unterwegs sein.

Die Taschen sind bereits gepackt, allerdings werde ich zur Abwechslung mal nur drei bzw. am Samstag sogar gar keine Bücher zum Signieren mitnehmen, sodass ich auf meinen Trolley sogar verzichten kann. Mein Terminplan ist zwar gefüllt, aber nicht so überfüllt wie im letzten Jahr, sodass ich vermutlich alles schaffen werde, was ich mir vorgenommen habe. Neben zahlreichen privaten Terminen werde ich ganze drei Bloggertreffen besuchen. Außerdem stehen Lesungen und Signierstunden von Dan Wells, Ursula Poznanski, Nina Blazon, Kai Meyer und vielleicht Thomas Thiemeyer auf dem Programm. Des Weiteren ist es natürlich immer wieder toll auch andere Buchblogger zu treffen. Und ich möchte natürlich Geld für Bücher auf den Kopf hauen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Allen, die ebenfalls dort sein werden, wünsche ich viel Spaß auf der Messe. Für alle anderen gibt es morgen als kleine Aufmunterung ein Gewinnspiel. ;)

Mrz  20

[Messe] Leipziger Buchmesse 2013

20. März 2013 | 20:22 | Erlebt

Nach langem hin und her war ich in diesem Jahr dann doch auf der Leipziger Buchmesse 2013 und obwohl das ganze natürlich mal wieder extrem stressig war, bin ich doch sehr froh dort gewesen zu sein!

Da ich mir, leider, keine Notizen gemacht habe und es inzwischen schon ein paar Tage her ist, habe ich keine Ahnung mehr, wen ich wann zuerst getroffen habe oder ähnliches, weshalb dieser Bericht wohl etwas chaotisch ausfällt. Es würde mir vermutlich nicht einmal gelingen Freitag und Sonntag auseinander zu halten, wenn ich meine Terminpläne nicht mehr parat hätte.

Da ich nicht in Leipzig übernachten wollte, bin ich an beiden Tagen morgens hin und abends zurück, was mit viel zu wenig Schlaf und viel Anstrengung verbunden war, aber man bekommt ja nur zwei Mal im Jahr die Gelegenheit überhaupt eine solche Messe in Deutschland zu besuchen – in meinem Fall sogar nur einmal, weil Frankfurt einfach viel zu weit weg ist.

Da ich in diesem Jahr zum ersten Mal mit Presseausweis die Messe besucht habe, musste ich diesen am Freitag erst einmal abholen, da die Zeit nicht mehr ausgereicht hatte um ihn zu mir zu schicken. [Der ist übrigens echt praktisch, weil man damit immer wieder rein und raus kommt, was mit einer Tageskarte nicht möglich ist.] Danach ging es dann gleich ins Getümmel und, sobald die Hallen endlich geöffnet wurden, zuerst in Halle 3, wo ich mir einen neuen Weltweisheiten Kalender von Klage besorgte. Ich finde die unheimlich toll, aber zum vollen Preis sind sie mir einfach zu teuer, weshalb ich den jetzt seit drei Jahren immer auf der Messe für weniger als ein Drittel des Originalpreises gekauft habe. Da die immer schnell weg sind, wollte ich da auch kein Risiko eingehen, was auch gut so war, denn die Wochenkalender waren bereits ausverkauft.

Ab diesem Moment habe ich keinerlei Erinnerungen mehr, was die Reihenfolge anbelangt. Ich bin kreuz und quer durch die verschiedenen Reihen geschlendert, von Termin zu Termin gehetzt und habe alle möglichen Leute getroffen. An die kann ich mich natürlich noch erinnern, aber fragt mich bitte nicht nach dem Zeitpunkt. *g*

Bei Loewe habe ich mich über das kommende Programm informiert und bin dann zufällig auf Ursula Poznanski gestoßen, sodass ich die Chance ergriff mir mein Exemplar von Die Verratenen ohne langes Anstehen signieren zu lassen. So habe ich es auch mit Josephine Angelini gemacht, die bei Oetinger anzutreffen war und sich sogar an mich erinnert hat, weil ich sie mal interviewt habe. Nach einem kurzen Gespräch, einem Photo und mit der signierten Trilogie im Gepäck ging es dann zu einer kurzen Verschnaufpause bei Coppenrath, denke ich. Irgendwann in der darauf folgenden Zeit ließ ich mir dann noch mein Exemplar von Eukalyptusmond von der Autorin signieren und habe mir ein hübsches Blogger-Care-Paket bei Random House von Herrn Rothfuss abgeholt.

Bei Ravensburger habe ich mich dann später mit Nina Blazon getroffen, wo ich mich bei einer Unterhaltung etwas erholen konnte. Leider blieb uns wegen beiderseitiger Termine nicht allzu viel Zeit, aber ich habe mich sehr gefreut sie auf der Messe treffen zu können.

Irgendwann im Laufe des Tages kam ich dann auch dazu mich kurz mit Frau Keßler zu unterhalten und etwas länger mit Frau Häpp. Ich finde es immer wieder schön die Menschen, mit denen man schon so viel Kontakt per Mail hatte, persönlich zu treffen, insbesondere, wenn sie Bücher genauso schätzen wie ich. Außerdem stellte Frau Häpp mir schon einmal ein paar Titel aus dem kommenden Programm vor, von denen einige natürlich sofort auf meine Wunschliste gewandert sind.

Am Nachmittag hatte ich dann noch einen Termin mit Frau Cinque, zu dem sich auch Frau Henning dazu gesellte. Bei einem erfrischenden Getränk und ein paar Keksen haben wir uns ausführlich und sehr nett unterhalten – natürlich hauptsächlich über Bücher.

Den Rest des Abends ließ ich dann bei Coppenrath und der lieben Kiki ausklingen, mit der man sich einfach wunderbar unterhalten kann und an deren Stand vor allem immer eine Sitzgelegenheit auf einen wartet. ;)

Den Sonntag ließ ich nach den Strapazen am Freitag dann erst einmal etwas ruhiger angehen. Meinen schweren Trolley durfte ich freundlicherweise bei Kiki parken und nach einem kurzen Treffen mit Laura – es war schön, dich mal persönlich kennen zu lernen – schlenderte ich ein wenig durch die verschiedenen Hallen.

Bei mira bekam ich ein kleines Blogger-Geschenk und ansonsten habe ich fleißig Leseproben und Informationen gesammelt. Letztere habe ich größtenteils schon im Wochenrückblick nach der Messe mit euch geteilt.

Mittags ging ich dann mit meinen mitgebrachten Büchern erst zur Signierstunde von Maggie Stiefvater und danach zum Stand von Arena. Dort wollte ich mir ein Buch von Isabel Abedi signieren lassen, aber Rainer Wekwerth war zufällig auch gerade da, sodass ich mir ein Exemplar von Das Labyrinth erwacht besorgte und es mir bei dieser Gelegenheit ebenfalls signieren ließ.

Ursprünglich wollte ich später noch zur Rubinrot-Veranstaltung, aber die war mir dann nicht so wichtig. Hätte ich allerdings vorher gewusst, dass auch Josefine Preuß anwesend sein würde, hätte ich mich anders entschieden. -.-

So verbrachte ich die restliche Zeit auf der Messe abwechselnd mit Kiki und auf der Jagd nach Büchern. Ich finde es allerdings echt schade, dass manche Verlage sich nicht an dem (vergünstigten) Abverkauf beteiligt haben, sodass ich mein Geld leider nicht losgeworden bin. Ja, ich weiß, dass es eine Buchpreisbindung gibt. Aber man muss ja nicht immer so klein kariert sein. Die Bücher sind vielleicht als Neuware auf die Messe gekommen, aber nachdem sie vier Tage lang von weiß ich wie vielen Menschen angegrabbelt wurden, kann man sie ja wohl durchaus als Mängelexemplare werten und viele Verlage haben das ja auch getan. Allen anderen habe ich dort nichts abgekauft, denn unsignierte Bücher zum Normalpreis muss ich nicht nach Hause schleppen, wenn mein Gepäck ohnehin schon so schwer ist, die kann ich dann auch bequem bei mir vor Ort kaufen oder online bestellen und liefern lassen.

Fünf Bücher sind es dann aber immerhin noch geworden – eines habe ich meiner guten Fee Kiki zu verdanken, die es mir netterweise bei einem anderen Verlag besorgt hatte. ;)

Bevor mein Zug mich dann wieder nach Berlin brachte, gönnte ich mir mit Shiku noch eine köstliche Mahlzeit bei Pizza Hut. Die Unterhaltung beim Essen gestaltete sich allerdings etwas schwieriger, weil es bei Pizza Hut ziemlich voll und dementsprechend laut war. *g*

Abschließend kann ich nur sagen, dass es wieder eine sehr tolle Messe war, ich es aber bedaure, dass ich im Endeffekt kaum Lesungen besucht habe, weil ich so viel mit anderen Sachen beschäftigt war. Vielleicht sollte ich doch irgendwann mal an allen vier Tagen hinfahren (mit Hotel). Dafür habe ich viele nette Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt und zwei anstrengende, aber doch schöne Tage verbracht. Fünf Bücher hatte ich am Sonntag zusätzlich im Gepäck, zwei Bücher bekam ich im Anschluss an die Messe bereits zugeschickt, auf mindestens ein weiteres warte ich noch. Gelohnt hat es sich also auf jeden Fall. ;)

Mrz  14

Leipzig, ich komme!

14. März 2013 | 22:07 | Verallgemeinert

Nachdem ich lange Zeit aus gesundheitliche Gründen nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob ich es in diesem Jahr zur Leipziger Buchmesse schaffe, habe ich gestern beschlossen, dass ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen will! Ich freue mich schon eine Ewigkeit darauf und im nächsten Jahr werde ich wahrscheinlich nicht fahren können. Und wenn ich zur Uni fahren kann, schaffe ich doch auch die Messe, oder? Außerdem hätte ich sonst alle Termine wieder absagen müssen und das hätte mir unheimlich leid getan.

Ich werde also morgen (und voraussichtlich Sonntag) auf der Leipziger Buchmesse sein!

Der Koffer ist gepackt und gleich werde ich versuchen zu schlafen, denn um kurz nach 4 Uhr wird schon mein Wecker klingeln. Bücher nehme ich natürlich auch zum Signieren mit. Ich freue mich schon total auf Josephine Angelini, Ursula Poznanski, Christine Lehmann, Nina Blazon und alle anderen tollen Autoren. Da ich im Moment nicht ganz auf der Höhe bin habe ich ein paar meiner ursprünglich angepeilten Events zwar wieder gestrichen, damit es nicht ganz so stressig wird, aber ich bin sicher, dass mich trotzdem ein toller, ereignisreicher Tag erwartet. Vielleicht sieht man sich ja dort. ;)

Mrz  23

[Messe] Leipziger Buchmesse 2012

23. März 2012 | 23:19 | Erlebt

Auch in diesem Jahr hatte die Leipziger Buchmesse wieder laut nach mir gerufen und natürlich bin ich als bekennender Bücherwurm diesem Ruf auch gefolgt. Wie schon im letzten Jahr habe ich mir nicht nur einen Tag, sondern gleich zwei gegönnt, wobei es im Nachhinein betrachtet wirklich gut war, dass ich die Zug- und Messetickets schon vorher gekauft hatte, weil ich nach dem ersten wirklich ausgesprochen anstrengenden Tag den zweiten sonst vermutlich hätte ausfallen lassen. Allerdings hätte ich dann einige interessante Termine nicht wahrnehmen können, was aber zum Glück nun doch nicht der Fall war, denn natürlich habe ich mich auch am Tag darauf noch einmal darauf eingelassen. (Bitte verzeiht mir, dass dieser Beitrag dieses Mal relativ bilderlos ausfällt, irgendwie bin ich einfach nicht dazu gekommen viele Photos zu machen.)

Der Freitag war trotz zahlreicher Termine im Endeffekt doch wesentlich entspannter als der Samstag, weil einfach weniger Menschen dort waren und ich noch leichter von A nach B gekommen bin. Nach meiner Ankunft auf dem Messegelände habe ich mir in Ruhe eine der vielen hübschen, aber vor allem praktischen Tüten besorgt und mich dann langsam auf den Weg zu Halle 2 gemacht, deren Pforte pünktlich um 10 Uhr geöffnet wurde. Als erstes begab ich mich zum Stand von Ravensburger, wo ich mich über eine Stunde lang mit Nina Blazon unterhielt. Es war ein wirklich informatives Gespräch, bei dem wir auf verschiedenste Themen zu sprechen kamen. Außerdem habe ich diese Gelegenheit natürlich genutzt um mir meine vier noch unsignierten Bücher der Autorin von ihr signieren zu lassen.

Danach wollte ich zu der Lesung von Janine Wilk, die aber leider ausgefallen ist, weil die Autorin krank wurde. Zum Glück blieb Schattenträumerin aber das einzige mitgebrachte Buch, das ich unsigniert wieder mit nach Hause nehmen musste.

Ich zog dann weiter zu Halle 3, wo ich mich als erstes zum Gemeinschaftsstand von Random House zu meinem Termin mit Frau Göring begab. Wir unterhielten uns kurz über kommende cbt/cbj Bücher und bereits erschienene Titel, wobei sie mir mitteilte, dass die Serie von Carrie Jones wohl gar nicht und die neue Serie von Holly Black wohl nur als Taschenbuch fortgesetzt würden – beides für mich absolut keine erfreulichen Nachrichten. Zu der Fortsetzung von Totentöchter war ihr leider auch noch nichts bekannt. Mit Sicherheit konnte sie mir nur sagen, dass der dritte Teil der Serie von Lauren Kate noch in diesem Jahr erscheint. Während des Gesprächs habe ich außerdem feststellen müssen, dass man mir meine Tüte geklaut hatte, die ich nur für einen kurzen Moment abgestellt hatte. Zu meinem großen Glück hatte ich meinen Terminplan, der sich zwischenzeitlich in eben jener Tüte befand, aber kurz zuvor wieder heraus genommen, sonst hätte ich plötzlich ohne da gestanden. Zum Glück befanden sich auch sonst noch keine Bücher darin, sondern nur ein paar Prospekte, etc.

Danach stöberte ich noch ein wenig am Stand herum und entdeckte dabei auch Kai Meyer, von dem ich mir meine Ausgabe von Arkadien fällt signieren ließ, sodass ich nun die ganze Reihe signiert im Regal habe.

Da ich mich immer noch in Halle 3 befand, machte ich mich auf den Weg zum Stand von Droemer/Knaur, wo ich ein kurzes, aber sehr nettes Gespräch mit Frau Keßler führte.

Nach einem kurzen Abstecher beim Stand von Ullstein ging es dann weiter zu Halle 5, wo ich kurz beim Aufbau Verlag und dem Gemeinschaftsstand der Filmverleihe vorbei schaute und mich dann zur Autorenbuchhandlung begab um mich schon etwas früher für die Signierstunde von Ursula Poznanski anzustellen. Dabei begegnete ich sogar den zwei Mädels, mit denen ich im letzten Jahr bereits für die Signierstunde einer anderen Autorin angestanden hatte, wieder, sodass man die Wartezeit mit einer kleinen Unterhaltung überbrücken konnte. Mit den signierten Ausgaben von Erebos und Saeculum machte ich mich dann zurück auf den Weg in die Glashalle, wo ich mir eine neue Tüte organisierte, meinen Trolley abgab und ein kurzes Päuschen einlegte.

Nach dieser kurzen Erholung zog es mich in Halle 4, wo ich zunächst den Stand von Klages Kalender aufsuchte um mir für sehr wenig Geld den Tageskalender zu kaufen, der mich schon im letzten Jahr so begeistert hatte. Da ich bis zu meinem nächsten Termin noch ein wenig Zeit hatte, schaute ich noch kurz bei diversen Verlagsständen vorbei, darunter Fischer, Piper, Rowohlt, mira, Lübbe, Knesebeck, und sammelte allerlei Leseproben, Lesezeichen und sonstige Mitbringsel ein – darunter sogar eine Obstschale. *g*

Dann ging es wieder zurück in Halle 2, wo ich unter anderem den Stand von Oetinger genauer unter die Lupe nahm und dabei Cover zu Büchern entdeckte, von deren Erscheinen mir teilweise noch gar nichts bekannt war. So entdeckte ich neben Göttlich verloren und Ewiglich die Hoffnung auch das Cover zu Reckless – Lebendige Schatten, das noch in diesem Jahr erscheinen soll und auf das ich mich jetzt schon sehr freue.

Um 16 Uhr begab ich mich dann zum Stand von arsEdition, wo ich einen Termin mit Gerd Ruebenstrunk hatte, der mir nicht nur meine Ausgabe von Rebellen der Ewigkeit signierte, sondern mir auch inoffiziell etliche Informationen über mehrere kommende Projekte verriet, von denen eines noch in diesem Jahr erscheint. Die Einzelheiten, von denen er mir überraschend viele mitteilte, darf ich natürlich nicht verraten, aber ich kann wohl sagen, dass mich alle Ideen sehr neugierig gemacht haben und ich mich auf jedes einzelne Buch von ihm schon jetzt freue. Zu dem Gespräch gesellte sich dann auch noch die Autorin Hannah S. Fricke, durch die die kleine Runde noch sehr lustig wurde.

Kurz vor Ende der Messe schaute ich mir dann noch den Stand von Thienemann an, wo ich mich auch ganz kurz mit Frau Unbehaun unterhielt und machte mich dann noch einmal auf den Weg in Halle 4, wo ich Frau Bachar kurz begrüßte bzw. eigentlich eher verabschiedete.

Danach war der (lange) Messetag auch schon vorbei und mit dem Trolley, der nun außerdem noch Daughter of Smoke and Bone enthielt machte ich mich auf den beschwerlichen Weg zum Messebahnhof, wo mich der Zug eine halbe Stunde später wieder zurück in die Hauptstadt bringen sollte.

Am Samstag, an dem ich die Messe zusammen mit Vanessa besuchte, war es dann schon wesentlich voller auf dem Messegelände, was man schon vor Öffnung der Hallen deutlich spürte. Da wir zu früh da waren nutzen wir die Zeit für ein (zweites) Frühstück und um uns abzusprechen, ehe ich mich dann wieder auf den Weg zu Halle 2 machte. Pünktlich um 10 Uhr hatte ich dort nämlich einen Termin bei Loewe/script5 mit Herr Lindner. Nach dem wir ein paar Minuten auf die weiteren Gesprächsteilnehmer warten mussten, stellte uns Herr Lindner die Neuerscheinungen des kommenden Herbst-/Winterprogramms ausführlich vor. Mein Fazit: Loewe bringt mal wieder viel zu viele gute Bücher auf den Markt! Sechs Bücher MUSS ich unbedingt haben und ein bis zwei weitere klingen ebenfalls sehr interessant. Das ist wirklich unfair. Allerdings finde ich es natürlich auch toll, dass der Verlag da so ein gutes Händchen hat und wirklich tolle Bücher veröffentlicht – noch dazu mit größtenteils fantastischen Covern. Außerdem habe ich noch gelernt, dass der korrekte Begriff für eine zweiteilige Buchreihe ‚Dilogie’ lautet.

Eine gute Stunde später ging es dann weiter zu Stand von Coppenrath, wo ich mir von Jutta Wilke zunächst meine Exemplare von Holundermond und Wie ein Flügelschlag signieren ließ. Danach lernte ich Kiki Klinkert einmal persönlich kennen lernen und mit dieser sympathischen jungen Frau unterhielt ich mich dann bestimmt 1,5 Stunden lang oder sogar länger, denn es wurde einfach nie langweilig.

Irgendwann mussten wir, Vanessa hatte sich nach einer Weile dazu gesellt, sie aber auch mal weiter arbeiten lassen und machten uns dann auf den Weg zur Lesung von Christine Lehmann in Halle 5. Mit den signierten Büchern Die Rose von Arabien und Der Ruf des Kolibris ging es dann zurück in die Glashalle, wo ich erneut meinen Trolley abgab – die restlichen zwei Bücher konnte ich bequem in einer Tüte tragen – und wir uns dann eine kurze Pause gönnten.

Danach ging es wieder zurück in Halle 2, wo ich mich kurz bei der Lesung von Heike Eva Schmidt ausruhte und mir dann Purpurmond signieren ließ.

Anschließend schaute ich mich hier und da noch einmal ein wenig in Halle 2 um und begab mich dann zum Japanischen Teegarten, wo Vanessa wieder zu mir stieß. Mit drei Bechern voll heißem, grünem Tee schlängelten wir uns dann durch die Massen zum Rebella Stand, wo wir auf den super bequemen Sitzsäcken bei einem erneuten Plausch mit Kiki Klinkert etwas entspannten.

Kurz vor 16 Uhr machte ich mich dann noch einmal auf den Weg zum Stand von script5, wo ich einen Termin mit Daniel Westland hatte, der sich Zeit für mich genommen hatte um mein Exemplar von Polsprung zu signieren, dann auch noch Schwarze Schwäne für mich signierte und sich kurz mit mir unterhielt.

Danach schlenderte ich langsam zurück in die Glashalle und packte in Ruhe meinen Trolley, während ich auf Vanessa wartete. Zusammen verließen wir dann etwas früher das Messegelände um noch mit der Strapazenbahn zum Leipziger Hauptbahnhof fahren zu können. Dort konnten wir dann in Ruhe etwas essen und uns dann einen Platz im Zug organisieren, der schon fast voll war ehe er überhaupt zum Messebahnhof fuhr.

Mrz  14

Leipzig, ich komme!

14. März 2012 | 00:39 | Verallgemeinert

Auch in diesem Jahr werde ich wieder die Leipziger Buchmesse besuchen und ich freue mich wirklich schon sehr darauf. Wie schon im letzten Jahr werde ich die Messe wieder am Freitag und Samstag besuchen, auch wenn es ganz schon anstrengend war und mit Sicherheit wieder ziemlich anstrengend werden wird. Aber so eine Chance möchte ich mir einfach nicht entgehen lassen und einmal im Jahr hält man das schon aus. ;) Glücklichweise findet die Messe ja immer in meinen Semesterferien statt.

Nachdem ich die einzelnen Veranstaltungen durchgegangen bin, habe ich mir nun auch endlich einen genauen Terminplan erarbeitet. Neben zahlreichen privaten Terminen mit verschiedenen Leuten aus der Buchbranche, werde ich wieder die Gelegenheit nutzen zahlreiche Lesungen sowie Signierstunden zu besuchen und möchte euch wieder kurz daran teilhaben lassen. ^^

Freitag
11:00 Uhr: Janine Wilk
13:00 Uhr: Kai Meyer
14:30 Uhr: Ursula Poznanski

Samstag
11:00 Uhr: Jutta Wilke
12.30 Uhr: Christine Lehmann
14:00 Uhr: Heike Eva Schmidt

Das sieht jetzt wenig aus, aber ich habe noch viele Termine dazwischen und muss mich wieder ganz schön beeilen, aber bisher hat es sich immer gelohnt. Meinen prall gefüllten Trolley werde ich hoffentlich mit schönen signierten Büchern und ein paar neu erworbenen wieder nach Hause schleppen. Wobei es dieses Jahr nicht annähernd so viele Bücher mitnehmen werde wie im letzten Jahr. *g*

Hier wird es wegen meiner Vorbereitungen in den nächsten Tagen also etwas ruhiger zugehen, dafür habe ich danach hoffentlich umso mehr zu berichten. Den Wochenrückblick werde ich aber nicht ausfallen lassen, er wird vermutlich nur ein wenig kürzer sein.

Falls ihr auch nach Leipzig fahrt, wünsche ich euch schon mal viel Spaß – vielleicht sieht man sich ja. ;)

Mrz  27

[Wochenrückblick] KW 12

27. März 2011 | 18:38 | Rekapituliert

Auch diese Woche war lesetechnisch zwar nicht der Hit, zumindest nicht, was die Quantität betrifft, aber doch immerhin besser als die letzte.

SuB-Zuwachs

Der Zuwachs ist diese Woche – zum Glück! – auch nicht so gewaltig gewesen. Dafür habe ich drei Bücher bekommen, die ich schon lange haben wollte.

Einmal wäre da das (noch) neueste Buch von Nicholas Sparks, das ich als Hardcover und für weniger als 5 Euro ergattern konnte. Dann habe ich über LB meine doppelte Ausgabe vom dritten Teil der Tal-Serie gegen Entflammt eingetauscht. Zu guter Letzt ist dann gestern auch noch Der erste Tod der Cass McBride eingetrudelt, auf das ich durch die Rezension bei Bibliophilin gestoßen bin.

Challenge Erfolge

Flüsterndes Gold kann ich gleich für mehrere Challenges werten. Einmal für meine Jugendbuch Challenge, weil ich den zweiten Teil in diesem Jahr auf jeden Fall noch lesen möchte und dann ist es auch mein drittes Buch für Heart Beating Stories. Damit hätte ich von dieser Challenge schon mal über die Hälfte geschafft. ;)
Ich bin außerdem fest entschlossen heute noch Ein Tag ohne Zufall zu beenden. Das zählt dann ebenfalls für die Jugendbuch Challenge, bringt mir auch ein T für die abc Challenge und kann für die 2011 Release Challenge gewertet werden.

Literaturverfilmungen

Das Casting für die Verfilmung von Rubinrot hat nun begonnen, wie der Arena Verlag auf twitter berichtete. So etwas wie ein offenes Casting findet über youtube statt. Jeder kann eine aus 4 Szenen wählen, sie aufnehmen und bei youtube veröffentlichen. Die besten Schauspieler werden dann zum abschließenden Casting eingeladen.

The Hunger Games: Nachdem Katniss nun gefunden wurde, sucht die Produnktionsfirma nun eifrig nach den zu ihr passenden männlichen Hauptdarstellern: Peeta und Gale. Im Moment werden für beide Rollen diverse Schauspieler getestet. Wir dürfen schon bald mit einer Entscheidung rechnen.

Sonstige Neuigkeiten

Der dritte Teil der Serie von Maxime Chattam erscheint noch in diesem Jahr bei PAN, genauer gesagt am 12. September 2011. Der Titel lautet Alterra – Der Krieg der Kinder.

Neva von Sara Grant wird keine Fortsetzung bekommen. Dafür hat sie bereits die erste Fassung eines neuen Romans geschrieben. Es ist wieder eine dystopische Geschichte, die diesmal auf zwei Zeitebenen spielt.

Die Need-Serie von Carrie Jones ist keine Trilogie. Der vierte Teil erscheint im nächsten Jahr.

Im Oktober 2011 erscheint der erste Teil der Soul Screamer Reihe von Rachel Vincent auch in Deutschland. Der mira Verlag hat sich die Rechte gesichert und veröffentlicht den ersten Band unter dem Titel Soul Screamers 1: Mit ganzer Seele. (Leider nur als TB.)

Die Nominierungen für den deutschen Jugendliteraturpreis stehen nun fest. Unter anderem sind Nichts, Numbers und Erebos nominiert.

Die Leipziger Buchmesse ging ja nun letzte Woche zu Ende und hatte sage und schreibe 163.000 Besucher an den vier Tagen. Im letzten Jahr waren es 157.000.

Der Eichborn Verlag gehört in Zukunft vermutlich bald zum Aufbau Verlag.

Mrz  21

[Messe] Leipziger Buchmesse 2011

21. März 2011 | 23:34 | Erlebt

Sooooooo. Nun, da ich mich zwei Tage etwas ausruhen und von den Strapazen erholen konnte, kann ich auch endlich meinen kleinen Bericht über die Leipziger Buchmesse 2011 schreiben. Bitte verzeiht mir, wenn ich nicht mehr alles so genau weiß oder wiedergeben kann bzw. manches auch einfach nicht erzählen darf. Ich garantiere auch nicht für die Vollständigkeit oder Verständlichkeit meines Berichts. *lol* Die beiden Tage, an denen ich die Messe besucht habe (Freitag und Samstag), waren zwar toll, aber auch verdammt anstrengend.

Zunächst einmal kann ich sagen, dass ich tatsächlich alles von meinem endgültigen Messeplan geschafft habe. Das heißt, ich habe alle Autoren getroffen, die ich unbedingt treffen wollte, und konnte alle meine 17 Bücher signieren lassen. (Ohne meinen Trolley hätte ich diese Menge niemals bewältigen können – und bevor ihr jetzt was sagt, ich habe sogar jemanden getroffen, der noch mehr Bücher mit hatte. *g*)

Ich fang dann einfach mal mit dem Freitag an und was ich da alles so erlebt habe – vermutlich allerdings nicht unbedingt chronologisch.

Früh am Morgen ging mein Zug von Berlin nach Leipzig – auf der Fahrt habe ich natürlich mal wieder geschlafen – und kam dann um kurz nach 9 Uhr am Messebahnhof an. Dieses Mal habe ich nämlich nicht auf diese mir völlig unverständliche Fehlinformation auf der Website der Messe gehört. Gleich beim Aussteigen habe ich lustigerweise jemanden getroffen, den ich kannte und mit dem ich dann bei der Messehalle angekommen, und nachdem wir unsere Jacken/Mäntel abgegeben hatten, erst einmal in Ruhe was gegessen und getrunken habe. Die einzelnen Hallen hatten ja ohnehin noch nicht geöffnet, denn es war noch nicht 10 Uhr.

Nach dieser kleinen Pause trennten wir uns erst einmal wieder und ich bekam mich zum Eingang von Halle 3, wo ich mich zum ARD Hörbuch-Forum begab. Dort stellt ein Radiosender jedes Jahr die (Hör-)Buchcharts der Kinder- und Jugendliteratur vor, zusammen mit den jeweiligen Autoren und Sprechern. Vorgestellt werden die einzelnen Bücher dabei von Kindern, die die Bücher selbst gelesen und bewertet haben. Das war wirklich interessant.

Leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben, weil ich weiter zur Signierstunde von Nina Blazon begab und mir sowohl Ascheherz als auch Faunblut signieren ließ.

Danach ging es weiter zur Lesebude 1, wo ich mich bis zur Lesung von Gerd Rubenstrunk etwas ausruhen und verschiedenen Lesungen lauschen konnte. Der Herr Ruebenstrunk kam sogar etwas früher, sodass ich mir gleich mal schnell meine Arthur-Bücher und das neue Viktor Vau, das übrigens für sich allein steht, signieren lassen konnte. Außerdem konnte ich mich ein paar Minuten mit ihm unterhalten, was wirklich toll war, und er erzählte mir etwas über zukünftige Bücher. Da ich das eher inoffiziell erfahren habe, werde ich es hier nicht wiedergeben. Aber so viel kann ich sagen: Der Mann hat tolle Ideen und auf jedes der künftigen Bücher bin ich gespannt.

Ferner konnte ich auch die nette Frau Rudloff von arsEdition kennen lernen und mich kurz mit ihr unterhalten. Ich fand es wirklich schön, die Gesichter zu den zahlreichen netten Emails mal persönlich kennen zu lernen.
Bei der Lesung bekam ich dann allerdings keinen Platz mehr, weil es unglaublich voll wurde und ich meinen ja für das Gespräch verlassen hatte. Aber auch stehend habe ich gern gelauscht und freue mich schon auf den dritten Teil der Reihe.

Danach ging es kurz zum Stand von Ueberreuter, wo ich Gelegenheit hatte mich ein wenig mit Corina Bomann zu unterhalten und mir Sephira signieren zu lassen. Es ist wirklich spannend, die Autoren mal persönlich kennen zu lernen und selten hat man dazu so gute Gelegenheit, wie auf der Buchmesse.

Hinterher ging es dann zur nächsten Lesung von Herrn Ruebenstrunk, nämlich zu Viktor Vau, und was ich gehört habe, hat mir ganz gut gefallen.

Ich hatte dann auch noch kurz Gelegenheit mich mit Frau Blazon zu unterhalten und auch sie erzählte mir etwas über ihr neuestes Buch. Es ist wieder ein Fantasy-Roman und er erscheint dieses Jahr noch bei cbt. Der Titel klingt auch interessant und ich bin sehr gespannt darauf, auch wenn es dieses Mal in einer völlig neuen Welt spielt.

Weiter ging’s dann zum Stand von Loewe/script5, wo ich den sympathischen Herr Lindner mal persönlich kennen lernen konnte. Da sein geplanter Termin nicht eingetroffen ist, nahm er sich Zeit für mich und stellte mir ein paar wirklich tolle Neuheiten vor, womit er meine Wunschliste beträchtlich erweitert hat.
Verraten darf ich, dass Firelight von Sophie Jordan noch in diesem Sommer erscheint und der Verlag das wunderschöne Originalcover übernommen hat. Ich durfte mir auch noch einige andere tolle Cover anschauen, aber darüber darf ich nichts sagen. Auf jeden Fall wird es viele Bücher geben, die genau in mein Beuteschema passen, also Romantasy bzw. Paranormal Fantasy, und alle toll klingen. Eines wird sich etwas mit griechischer Mythologie befassen, so viel darf ich sicher sagen.
Außerdem wird es schon sehr bald ein neues Buch von Ursula Poznanski geben. Wie ich schon im Wochenrückblick schrieb, darf ich darüber nichts verraten. Aber er hat mir die Handlung verraten und ich bin total begeistert.
Besonders gefreut habe ich mich auch über das kleine Kompliment, dass er mir für meinen Blog gemacht hat. ;)

Am Nachmittag ging es dann weiter zur Lesung von Ruf der Tiefe, die wirklich spannend war und wo ich mir natürlich auch meine Ausgabe des Buches signieren ließ. Davor konnte ich auch noch eine Weile der Lesung zu Letterland lauschen.

Danach ging es dann zum Stand von Oetinger, wo ich an dem Oksa Pollock Gewinnspiel teilnahm, bei dem ich auch das Buch gewonnen habe, und mich mit Frau Hartmann vom Verlag unterhalten konnte. Auch sie war wirklich sehr nett und gab mir sogar noch ein Buch mit auf den Weg: Der Märchenerzähler.

Später war dann noch die Signierstunde von Anne Hertz an der Reihe, wo ich mein Dackelblick signieren ließ und meine Signaturen der anderen Anne Hertz Bücher aus Berlin vervollständigen ließ, da ja dort nur Wiebke Lorenz anwesend war.

Auf dem Weg aus der Halle heraus traf ich dann meine nette Bekannte vom Morgen wieder und wir gönnten uns zu zweit eine kleine Pause, in meinem Fall mit einer heißen Schokolade und einem Softeis *g*

Da meine Bücher für diesen Tag alle signiert waren, gab ich dann endlich den Trolley ab und schlenderte noch etwas durch die Hallen. Um kurz nach 18 Uhr holte ich meine Sachen von der Garderobe ab, traf mich wieder mit der Bekannten und zusammen ging es dann zur Straßenbahn, welche wir unglücklicherweise auch bestiegen. (Um einen Platz zu bekommen wollten wir zum Hauptbahnhof fahren und dort einsteigen anstatt am Messebahnhof zu warten) Das war ein großer Fehler, denn die Straßenbahn brauchte doch sehr lange und wenn sie nicht ab der Haltestelle am Bahnhof vorgerannt wäre, während ich mit den Menschenmassen und meinem Trolley zu kämpfen hatte, und den Zug ein paar Sekunden aufgehalten hätte, hätte ich den wohl verpasst.. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schlecht mir deswegen schon in der Straßenbahn und dann auch auf dem Weg zum Zug war, den ich natürlich gerannt war. Der Zug fährt nur einmal am Tag und ich hätte weder genug Geld für eine Zugfahrt mit einem ICE noch für ein Hotelzimmer gehabt. Mal abgesehen davon, dass ich mein Zugticket für den nächsten Tag ja zu Hause gelassen hatte, genau wie auch meine EC-Karte, damit sie nicht abhanden kommt. Was war ich froh, dass die Zugführerin, oder wie auch immer man die heute nennt, mich dann gesehen hat, wie ich angerannt kam, und noch auf mich gewartet hat!!!

Kurz nach 21 Uhr kam ich dann wieder zu Hause an, aß etwas, packte den kleineren Trolley für den nächsten Tag und ging dann auch schon bald ins Bett, denn ich musste am nächsten Tag ja wieder um 5 Uhr aufstehen.

Am Samstag ging es dann wieder zur Messe und ich hatte einen ähnlich schönen, aber etwas ruhigeren Tag mit weniger Stress, erwartet. Bei meiner Ankunft an den Messehallen wurde ich jedoch eines besseren belehrt. Mit solchen Menschenmassen hatte ich absolut nicht gerechnet! Im Gegensatz zum Samstag, konnte man den Freitag geradezu als leer bezeichnen. Man konnte kaum noch treten, die Schlangen an den Toiletten, die am Freitag gar nicht vorhanden waren, reichten meterweit, nirgendwo war ein freier Sitzplatz und man ist so gut wie gar nicht von A nach B gekommen. Immer wieder wurden ganze Verbindungsgänge vom Sicherheitspersonal wegen Überfüllung gesperrt!! Ich war kurz davor einen Mord zu begehen, als ich endlich froh war aus den Hallen heraus zu seien und zum Eingang wollte, man aber niemanden durchließ und ich mich dann durch zwei Hallen zurück kämpfen musste. Wenn nicht gerade meine Lieblingsautorin da ist, werde ich die Messe nie wieder an einem Samstag besuchen, das war echt nicht auszuhalten.

Zu Beginn schaute ich mich ein wenig in den Hallen um, die mir am Tag zuvor aus Zeitgründen entgangen waren. Außerdem gab es am Samstag noch wesentlich mehr Cosplayer zu bestaunen, wie z.B. Scrat.

Nach der Lesung von Bettina Belitz, nach der ich meine Ausgabe von Splitterherz signieren ließ, kämpfte ich mich zurück zur Eingangshalle und gab an der Garderobe meinen Trolley ab. Meine restlichen Bücher – glücklicherweise weniger als am Freitag – trug ich dann so mit mir herum, denn mit dem Trolley war ich noch eingeschränkter und ich bin nun mal der Typ Mensch, der einfach nicht so langsam vor sich hin latschen kann.

Nach einer kurzen Pause und einer erfrischenden Abkühlung ging es dann wieder in Halle 2, die an diesem Tag die aller vollste war, aber eben auch die, in der fast alle Veranstaltungen von meiner Liste statt fanden.

Bei der Fantasy Leseinsel lauschte ich zunächst Kai Meyer und stellte mich dann schon mal für die Signierstunde von Kristin Cashore an. Von dort aus konnte ich sogar der Lesung lauschen. Ihr drittes Buch, Bitterblue, befindet sich nun immerhin schon in der Überarbeitungsphase und erscheint auf Englisch voraussichtlich 2012.

Nachdem meine beiden Bücher signiert waren, ging es dann weiter zu den Ständen von Random House, wo ich Frau Göring einmal persönlich kennen lernte, wenn auch nur kurz.

Danach besuchte ich den Stand vom Fischer Verlag, wo ich kurz mit Frau Bachar sprechen konnte. Auch sie war sehr sympathisch und beglückte mich sogar mit einem Buch. Es heißt Nirgendwo in Berlin und war mir bis dahin unbekannt, klingt jedoch sehr interessant.

Dann war es auch schon Zeit für die Lesung und die Signierstunde von Sara Grant. Ich ließ mir natürlich Neva signieren und hatte danach auch Gelegenheit mit ihr und auch mit Timothy Sonderhüsken, der immer für den PAN Verlag twittert, sprechen. Beide waren sehr sympathisch und ich fand es toll mich ein bisschen mit Frau Grant zu unterhalten. Man hat ja wirklich nur selten die Möglichkeit ausländische Autoren persönlich kennen zu lernen.

Zu diesem Zeitpunkt war ich schon fix und fertig vom herum laufen, Sachen schleppen und Menschenmassen entgehen, dass ich mir nur noch schnell mein Nichts von Janne Teller signieren ließ und dann die Messehallen verließ.

Ich packte in Ruhe meinen Trolley zusammen, mit den zahlreichen Katalogen, Prospekten und einem tollen Tischkalender mit fantastischen Bildern und Aphorismen, der übrigens das einzige ist, was ich mir auf der Messe gekauft habe – mal abgesehen von Essen und Trinken.

Dieses Mal hatte ich sehr viel Zeit um mit der Straßenbahn zum Bahnhof zu fahren. (Anmerkung: Die Straßenbahn in Leipzig fährt wirklich sehr rabiat und man wird so richtig hin und her geschleudert, was meinem ohnehin schon geschundenen Körper gar nicht gut tat.) Dort angekommen, ging ich zu McDonald’s, kaufte mir was zu essen und setze mich hin um auf meinen Zug zu warten, der erst in 1,5 Stunden fahren sollte. Meine Füße wollten mich keinen Zentimeter mehr tragen und auch meine Schultern taten tierisch weh.

Ich war wirklich froh als ich schließlich im Zug saß und ein wenig schlafen konnte. Zu Hause angekommen habe ich mich mindestens 3 Stunden lang keinen Millimeter mehr bewegt. Meine Füße schmerzten bei jedem Auftreten, meine Schultern bei jeder Bewegung. Insgesamt bin ich zwar froh in Leipzig gewesen und so viele tolle Leute kennen gelernt zu haben, es war aber auch wirklich sehr anstrengend und jeden Monat würde ich so etwas nicht zu stehen. Da kann man wirklich von Glück reden, dass die nächste Buchmesse in Leipzig erst wieder in einem Jahr statt findet. Ich bin sicher wieder mit von der Partie, aber nicht am Samstag!

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