[Rezension] Das mechanische Mädchen

06. März 2014 | 15:03 | Gelesen

Titel: Das mechanische Mädchen
Autorin: Marissa Meyer
Originaltitel: Glitches
Erstveröffentlichung: 2011
Übersetzerin: Astrid Becker


Wissenswertes

Das mechanische Mädchen ist eine zusätzliche Kurzgeschichte zu The Lunar Chronicles von Marissa Meyer. Sie ist einzeln als eBook erhältlich, sowohl auf Englisch, unter dem Titel Glitches, als auch auf Deutsch. Mit knapp zwanzig Seiten ist sie äußerst kurz, kostet dafür aber nur 0,99 Euro.

Inhalt

Als die elfjährige Cinder erwacht ist sie ein Cyborg ohne jede Erinnerung an ihre Vergangenheit oder ihre Familie. Sie ist aber nicht allein, denn Garan Linh nimmt sie mit nach Asien, wo sie ein Teil seiner Familie werden soll. Seine Frau ist allerdings alles andere als begeistert von der Idee einen Cyborg aufzunehmen, der sie nur zusätzlich Geld kostet. Lediglich die kleine Peony scheint sich darüber zu freuen eine weitere Schwester zu bekommen und begrüßt Cinder mit offenen Armen …

Kritik

Das mechanische Mädchen ist eine ganz nette Kurzgeschichte für Zwischendurch, die einem insgesamt aber kaum bis gar keine neuen Informationen liefert und daher nicht zwingend gelesen werden muss. Verpassen kann man hier jedenfalls nichts.

Interessant ist es zu erfahren, wie Cinder sich nach ihrem Erwachen als Cyborg gefühlt hat und wie sie sich langsam an die vielen Veränderungen gewöhnt. Verständlicherweise ist sie noch ein wenig unbeholfen und vor allem verschüchtert, denn es gibt nichts, was ihr vertraut ist. Sie weiß noch nicht, was es bedeutet, wenn das orange Licht in ihrem Sichtfeld aufleuchtet, oder wie sie verhindern kann, dass ihr Gehirn alles Unbekannte sofort recherchiert und ihr die entsprechenden Informationen liefert. Sie findet jedoch schnell heraus, dass es durchaus Vorteile haben kann ein Cyborg zu sein und erledigt sogar schon ihren erst Job als Mechanikerin indem sie Iko repariert.

Schön wäre es gewesen, wenn man Garan etwas besser kennen gelernt hätte, da er am Anfang von Wie Monde so silbern ja bereits seit mehreren Jahren tot ist. Er taucht zwar auf, bleibt allerdings sehr blass und undurchsichtig. Er nimmt Cinder auf und bittet Adri sich um sie zu kümmern, wofür man ihm dankbar ist, mehr erfährt man dann aber leider nicht über ihn oder seine Beweggründe.

Dass die kaltherzige Adri Cinder von Anfang an feindselig gegenüber stand und Cinder für sie als Cyborg nur ein Ding sowie eine zusätzliche Last ist, überrascht wenig. Sie hat keinerlei Mitgefühl für sie übrig, obwohl sie erst elf Jahre alt ist und niemanden mehr hat. Stattdessen ist sie sogar bemüht zu verhindern, dass ihre Töchter sich mit ihr anfreunden.

Pearl freut sich ebenso wenig über Cinder, doch Peony, die liebe süße Peony, schließt Cinder sofort ins Herz und betrachtet sie nicht nur als Menschen, sondern sogar als ihre Schwester und das scheinbar von Anfang an, egal was ihre Mutter sagt. Dafür kann man sie einfach nur lieben und es kommen einem die Tränen, wenn man daran denkt, dass Cinder ausgerechnet sie später verlieren musste.

Fazit

Das mechanische Mädchen ist keine schlechte Kurzgeschichte, aber eben auch keine, die man unbedingt gelesen haben muss. Wer nach dem Ende des ersten Bandes gern mehr darüber erfahren möchte, wie Cinder zur Familie Linh kam, kann sie lesen, wer es nicht tut, verpasst allerdings nichts, denn es werden einem, bis auf einen winzigen Hinweis, keine neuen Informationen geliefert und man erfährt nichts über Cinders Leben bevor sie als Cyborg erwachte.





Kommentare

  1. Mir gefiel die Kurzgeschichte sehr gut, dennoch war “Die Armee der Königin” noch ein Stück besser. Die bedrückende Stimmung beider Novellas gefällt mir generell sehr gut. In den Büchern ist die Stimmung ja schon etwas entspannter, nicht zuletzt wegen einiger Nebenfiguren.

    • Mir hat die zweite Novelle auch wesentlich besser gefallen – die Rezension ist auch schon fertig, kommt aber wohl erst nächste Woche. ^^’

      Aber du hast Recht, die Stimmung war in den Kurzgeschichten tatsächlich wesentlich düsterer und in Bezug auf Wolf auch ein wenig trostlos.

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