[Rezension] Airhead

19. Juli 2009 | 22:38 | Gelesen

Titel: Airhead
Autorin: Meg Cabot
Deutscher Titel: Plötzlich blond
Erstveröffentlichung: 2008
Sprache: Englisch


Wissenswertes

Airhead ist der erste Teil der neuesten Serie der Bestsellerautorin Meg Cabot.

Sie handelt von der Schülerin Emerson Watts, deren Leben sich von Grund auf ändert, als sie nach einem Unfall im Krankenhaus aufwacht und sich nicht nur scheinbar verändert hat. Ihr Gehirn wurde in den Körper des Supermodels Nikki Howard transplantiert, deren Leben und Job sie von nun an weiter führen muss um ihre Eltern vor dem finanziellen Ruin zu bewahren, was sich als wesentlich schwieriger herausstellt, als sie erwartet hatte. Aber schließlich hat ja auch niemand gesagt, dass es einfach sein würde, Nikki zu sein…

Inhalt

Emerson Watts war nicht unbedingt glücklich darüber, ihre kleine Schwester Frida zu der Eröffnung des neuen Stark Megastores begleiten zu müssen, denn sie hätte den Tag viel lieber mit ihrem besten Freund Christopher verbracht. Aber irgendjemand musste ja auf sie aufpassen, während sie den britischen Sänger Gabriel Luna und das Supermodel Nikki Howard anhimmelt und auf ein Autogramm wartet. Wie hätte Em auch ahnen sollen, dass die Ereignisse dieses Tages ihr ganzes Leben verändern sollten?!

Bei der Eröffnung passiert ein schrecklicher Unfall und Em kommt erst im Krankenhaus wieder zu sich. Zunächst kann sie sich jedoch nicht an das erinnern, was an jenem Tag passiert ist und wundert sich nur, über das merkwürdige Verhalten der Ärzte und ihrer Familie, einschließlich ihrer Schwester. Niemand will ihr sagen was passiert ist und bewegen darf sie sich auch nicht. Doch was noch merkwürdiger ist, Ems ganzer Körper scheint sich verändert zu haben. Sie kann zwar nicht in einen Spiegel schauen, stellt aber fest, dass ihr Hände und Arme ganz anders aussehen und auch ihre Haare sind nicht dieselben – nicht ihre.

Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Starlet namens Lulu Collins, die behauptet ihre beste Freundin zu sein und sie dauernd Nikki nennt, auch wenn Em versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Lulu glaubt jedoch, dass läge alles nur an den Medikamenten, die man ihr verabreiche und dass sie sie unbedingt aus dem Krankenhaus herausholen will. Zusammen mit Brandon Stark, eine weitere Berühmtheit und Nikki Howards Freund, gelingt ihr das auch und sie entführen Em und bringen sie in ein Appartement, das angeblich ihr gehört, denn sie sei Nikki Howard. Doch egal wie oft Emerson dies verneint, keiner der beiden scheint ihr zu glauben. Erst als Em in Nikki Howards Appartement schließlich vor einem Spiegel steht, versteht sie warum – sie sieht aus wie Nikki Howard, genau wie Nikki Howard!

Em versteht die Welt nicht mehr und bekommt erst Antworten, als sie mit Hilfe von Gabriel Luna zurück ins Krankenhaus gelangt. Dort erzählt man ihr eine so unglaubliche Geschichte, dass Em kaum fassen kann, dass sie wahr ist. Am Tag des Unfalls wurde nicht nur Em ins Krankenhaus eingeliefert, sondern auch Nikki Howard. Emersons Verletzungen waren so schwer, dass nur noch Maschinen sie am Leben erhielten. Nikki Howards Körper hingegen war völlig in Ordnung – ihr Gehirn allerdings nicht. Sie starb an einem geplatzten Aneurysma. Um Ems Leben bot man ihren Eltern eine Möglichkeit an: man würde das Gehirn ihrer Tochter in den Körper von Nikki Howard transplantieren. Da sie ihre Tochter nicht verlieren wollten, willigten sie ein.

Doch leider hatte das ganze auch einen Haken: Diese teure Operation wurde von Stark Enterprises bezahlt, die ihr Model nicht verlieren wollten, doch dafür müsste Emerson hinterher so tun, als wäre sie Nikki und alle Verträge einhalten. Andernfalls müssten ihre Eltern die Kosten in Höhe von zwei Millionen Dollar selbst zurückzahlen. Da ihre Eltern nicht annähern aufbringen können, bleibt Em keine andere Wahl und sie muss ihr Leben von nun an Grund auf ändern. Sie zieht in das Appartement von Nikki Howard, in dem auch Lulu wohnt, muss ihre Jobs als Model erfüllen – was weit aus schwieriger ist, als sie gedacht hatte – und muss zu allem Überfluss auch noch so tun, als wäre sie Nikki Howard. Dabei stellt sie fest, dass Nikki neben Freunden und Feinden nicht nur viele Verehrer hatte, sondern auch kein besonders netter Mensch war, denn sie hatte unter anderem auch eine Affäre mit dem Freund ihrer besten Freundin. Außerdem muss sie allen weiß machen, dass sie an Amnesie leidet, da sie ja niemanden ihrer früheren Kollegen, Angestellten, Agenten, etc wieder erkennt, was ihr allerdings nicht alle glauben.

Doch das schlimmste an allem ist der Umstand, dass nur ihre Eltern und ihre Schwester wissen, dass Em noch lebt. Alle anderen, einschließlich Christopher, in den Em schon die ganze Zeit heimlich verliebt war, glauben, dass sie gestorben sei und falls Emerson es jemandem erzählen sollte, müssten ihre Eltern die Operationskosten zurück zahlen. Wie also soll sie Christopher, der sich seit dem wohl noch mehr verändert hat als Em, zeigen, dass seine beste Freundin noch lebt?

Kritik

Zunächst wusste ich nicht so richtig, was ich von dem Buch halten sollte, da die Story ja schon ziemlich außergewöhnlich ist. Wenn man aber genauer darüber nachdenkt, ist es gar nicht mal so weit hergeholt. Wenn man Organe wie das Herz und sogar die Linsen im Augen heute schon transplantieren kann, warum soll es dann nicht auch möglich sein, dass Gehirn eines Menschen zu transplantieren?

Wenn man sich erst einmal an diesen Gedanken gewöhnt hat, gelingt es der Geschichte durchaus einen zu fesseln und man möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Es macht viel Spaß zu lesen, wie Emerson damit umgeht, von einem eher jungenhaften Mädchen zu einem von Allen begehrten Topmodel zu werden, wo sie diese vorher alle verachtet und als Hohlköpfe abgetan hat. Sie stellt immer wieder fest, dass viele ihrer Vorurteile nicht zutreffen. So ist Modeln zum Beispiel ein wesentlich anstrengenderer Job, als sie annahm.

Fazit

Durch die ungelösten Fragen am Ende, wie es mit ihr und Christopher weiter gehen soll ist eine davon, möchte man natürlich auch den nächsten Band nicht verpassen. Auf jeden Fall ist alles andere als einfach für Em, so zu tun als sei sie Nikki, was das Buch wirklich sehr interessant macht.





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