»Er war ein Zögern davon entfernt gewesen, neunundzwanzig Kids in den Tod zu schicken. ,Steigt in den Bus.´ Edilios Stimme zitterte. ,Und das Mittagessen?´, fragte jemand.«
Ich habe jetzt knapp ein Drittel des Buches hinter mir und bisher gefällt es mir genauso gut wie schon der erste Teil. Ohne große Einführung geht es sofort weiter und nachdem der Countdown zunächst sehr langsam startete, geht es jetzt schon dem Ende zu. Allerdings weiß man dieses Mal noch nicht, wofür der Countdown ist bzw. was nach dessen Ablauf passieren soll …

»Daniel schüttelte sich drüben auf dem Felsen das Wasser aus den Haaren, das war alles. Aber ein ganzer Schwarm an Tröpfchen schien ihn zu umgeben, der Schwerkraft trotzend, in einem hohen Bogen über seinen ausgestreckten Armen. Das Wasser funkelte und glitzerte in der Sonne so hell, dass es fast aussah, als hätte Daniel Flügel.«
»Draußen auf der Startbahn stieg eine Maschine in den Himmel, und die Welt um Rosa wurde still. Nirgens eine Spur von Alessandro. Während sie durch die Abflughalle hetzte, vorbei am Panoramafenster, blendete sie die Stimmen ihrer sechs Begleiter aus.«
»Alles sah tot und verlassen aus, so weit das Auge reichte, und auch die Tankstelle, an der sie angehalten hatten, wirkte, als hätte man sie vor langer Zeit aufgegeben. Christopher beobachtete ein Insekt, das sich durch den Sand schleppte. Es sah aus wie ein Skorpion, und es war unterwegs in die Wüste.«
»Kurz darauf knallte die Haustür ins Schloss und Lara fragte sich, wie sie die lange Zeit bis zum Abend totschlagen sollte. Es kam ihr so vor, als würden die Minuten heute besonders langsam verstreichen. Sie hatte zwar keine Lust sich wieder in eine überfüllt U-Bahn zu quetschen, aber sie war schließlich nicht nach Berlin gekommen, um allein in einem alten Haus zu sitzen und dem Ticken der Küchenuhr zu lauschen.«
»Kein Wunder, dass Lena diese Visionen nicht sehen wollte. Allmählich war ich der gleichen Meinung wie sie. Es gab keine Zufälle.«
»Ich konnte nicht weiter. Ich schaltete das Gerät aus und stand auf, um das Fenster zu schließen. Dann sah ich das Taxi. Es hielt direkt vor der Praxis. Heraus stieg mühsam eine Frau auf Krücken.«
»Der Blick, den er ihr entgegenschleuderte, bevor er sich umwandte und losrannte, traf Julia bis ins Mark. Blind vor Verzweiflung drehte sie sich um und wäre fast mit Debbie zusammengeprallt, die direkt hinter ihr stand. Aus ihren Augen blitzte ultimative Neugierde.«
»Aber Mercy konnte sich nicht entspannen. Ihre Gedanken ließen ihr keine Ruhe, sie konnte einfach nicht begreifen, was geschehen war. Und warum sie versäumt hatte, Charity zu erzählen, was Claudius über ihre Mutter gesagt hatte.«
»Jemand öffnete die Tür, als Dr. Rust mir einen letzten Knopf gab. Er passte zu den Knöpfen an meinem Mantel, es hätte der fehlende oberste Knopf sein können. 




Neueste Kommentare