[Lesung] Britta Sabbag, Maite Kelly & Joëlle Tourlonias

12. April 2018 | 23:55 | Erlebt

Am 22. Februar 2016 stellten Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias in der ocelot Buchhandlung in Berlin den zweiten Band ihrer Bilderbuchreihe um die kleine Hummel Bommel vor und auch ich nahm an der gut besuchten Veranstaltung teil. Der ganze Laden war entsprechend dekoriert worden und überall standen gerahmte Illustrationen von Joëlle Tourlonias, die man zu Preisen ab 30 Euro käuflich erwerben konnte.

Ich war bereits frühzeitig vor Ort und nutze die Zeit für einen kleinen Plausch mit der wunderbaren Illustratorin Joëlle Tourlonias. Sie erzählte mir, dass sie inzwischen hauptberuflich als Illustratorin arbeite und um die fünfzehn Bücher pro Jahr gestalte. Für ein Bilderbuch brauche sie im Durchschnitt etwa zwei Wochen. Wenn sie in Zeitnot gerate, helfe sogar ihr Freund beim Ausmalen. Die Idee mit den Chucks, die die kleine Hummel trägt, sei allerdings direkt von Maite Kelly und Britta Sabbag gekommen.

Nach einer kurzen Einführung durch Mitarbeiter der Buchhandlung sowie des Verlages, begann dann die eigentliche Lesung. Maite Kelly und Britta Sabbag trugen mit verteilten Rollen und verstellten Stimmen Die kleine Hummel Bommel sucht das Glück vor. Erstere übernahm meistens die direkte Rede, zum Teil mit tollen, ausländischen Akzenten, wohingegen letztere den restlichen Text vorlas. Die vielen kleinen Kinder, die den Autorinnen lauschten – der jüngste Gast war gerade einmal 15 Monate alt – wurden ebenfalls aktiv in die Lesung eingebunden, indem sie alle das „Brumm, Brumm, Brumm“ nachmachen sollten. Für einige Lacher sorgte hingegen der zweimalige Zwischenruf eines kleinen Jungen wegen der Tram vor dem Laden: „Oooh, eine Straßenbahn!“.

An den entsprechenden Stellen sang Maite Kelly mit viel Gefühl die beiden Songs zum zweiten Bilderbuch, wobei man ihr sichtlich anmerkte, wie viel Freude sie daran hatte. Im Hintergrund lief die ganze Zeit ein „Bilderbuch-Kino“, sprich es wurden die entsprechenden Illustrationen aus dem Buch an eine Wand projiziert. Für Joëlle Tourlonias stand zudem ein Flipchart bereit, auf das sie währenddessen live ein wunderbares Bild der kleinen Hummel zeichnete, das am Schluss die Organisatorin der Veranstaltung geschenkt bekam.

Aufgrund der wenigen Seiten war die Lesung leider ziemlich schnell vorbei, vor dem Signieren durften die kleinen Gäste aber natürlich noch Fragen loswerden. Ein süßer kleiner Junge wünschte sich bei der Gelegenheit noch den Song „Du bist du“ aus dem ersten Band, den Maite Kelly ihm gern erfüllte, allerdings unter der Bedingung, dass er mitsang. Als sie ihn auf „seine Bühne“ (einen Stuhl) stellte, verpasst sie beim ersten Mal ihren Einsatz, „weil sie so ein Profi ist“, wie sie selbst schmunzelnd sagte. Beim Refrain sangen dann auch alle anderen Kinder mit, was wirklich niedlich war und wofür sie selbstverständlich viel Applaus bekamen.

Ein anderer Junge fragte Maite Kelly, die übrigens wirklich gut mit Kindern umgehen kann, warum sie denn nicht ihr „Atemlos“ Lied singe. Die Antwort: „Weil ich nicht Helene Fischer bin.“, woraufhin alle Erwachsenen in schallendes Gelächter ausbrachen. Die Sängerin nehme es jedoch gern als Kompliment, dass der Junge sie offenbar für sie schön und schlank wie Helene Fischer halte. Helene Fischer dürfe man aber nichts von dieser Verwechslung erzählen, sonst esse diese am Ende vielleicht nie wieder etwas. Doch ein paar Takte von „Atemlos“ sang sie am Ende trotzdem kurz.

Gefragt wurde außerdem, wie die beiden auf den Namen Bommel gekommen seien. Ursprünglich hätte die Hummel wohl einen anderen Namen gehabt, der sei aber nicht ideal gewesen. Auf Bommel seien sie dann gekommen, weil die Hummel so ein bisschen aussehe wie die Bommeln, die manchmal an Kinderkleidung genäht seien, und das hätte perfekt gepasst. Warum Bommel keine Biene ist? Wegen des Physikers, der irgendwann einmal meinte, dass Hummeln eigentlich zu schwer zum Fliegen seien, das jedoch einfach nicht wüssten. So seien sie auf die Idee für das Buch gekommen und auch Menschen bewiesen oft, dass sie etwas können, obwohl jemand anderes das Gegenteil behauptet.

Zum Abschluss konnte man sich dann von Britta Sabbag, Maite Kelly und Joëlle Tourlonias die Bilderbücher oder sonstige hummelige Sachen signieren lassen, wobei letztere sich sogar manchmal die Zeit nahm zusätzlich zu ihrer Signatur kleine Hummeln auf das Titelblatt zu zeichnen.




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