Apr  11

[Lesung] Michael Wallner

11. April 2014 | 17:24 | Erlebt

Am 23. November 2013 hatte noch ich die Lesung von Michael Wallner besucht, es bisher aber leider versäumt den Bericht dazu zu schreiben. Müsste ich das jetzt allein aus dem Gedächtnis tun, würde dieser sehr knapp ausfallen, doch zum Glück habe ich mir damals ein paar Notizen gemacht, auf die ich nun zurückgreifen konnte.

Diese Lesung und viele weitere fanden im Rahmen des 11. Steglitzer Literaturfests statt, das an nur einem Samstag etliche Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen bot. Die Anzahl der Besucher war insgesamt recht überschaubar, was im Hinblick auf die Lesung auch nicht verwunderlich war, denn auf der Website des Verlages hätte man vergeblich nach Informationen zu dieser Lesung gesucht, sie stand nämlich leider nur auf den Websites zum Fest. Wirklich schade, es gab nämlich viel zu entdecken. Da ich frühzeitig dort war, konnte ich im angeschlossenen Café nicht nur eine heiße Schokolade genießen, sondern noch an der wirklich gut bestückten Tombola teilnehmen. Für mein 50-Cent-Los konnte ich mir ein Buch aussuchen und meine Wahl viel natürlich auf Diese eine Woche im November, sodass ich es mir später signieren lassen konnte.

Im Veranstaltungssaal wurde vor der Lesung, was ich reichlich merkwürdig fand und worüber sich auch der Autor wunderte, ohne jegliche Begründung erst einmal ein Buch mit dem Titel Love Alice vorgestellt, dass eben gerade nicht von Michael Wallner geschrieben wurde. Positiv zu erwähnen ist hier jedoch, dass die beiden Mädchen sehr frei über das Buch gesprochen haben.

Darauf folgte eine Vorstellung des anwesenden Autors sowie seines neuesten Buches, wieder durch Jugendliche der BLI. Dabei erfuhr man, dass er aus Österreich stammt und Regie sowie Schauspiel studiert hat, weshalb er auch des Öfteren als Regisseur arbeitet und Drehbücher schreibt. Bis dahin hatte er acht Romane veröffentlicht, von denen April in Paris der wohl bekannteste ist. Diese Eröffnungsrede war allerdings leider schon im Vorfeld vollkommen ausformuliert und nur abgelesen worden, was gerade in Anbetracht der Kürze nicht hätte sein müssen.

Im Anschluss sprach der Autor selbst über sein Buch. Weil es in Venedig spielt, erzählte er viel über die italienische Stadt, ihre Entstehung und den Vergleich zwischen früher und heute. Dieser kleine geschichtliche Überblick über das venezianische Reich war überraschenderweise sehr interessant. Das Weltreich hatte damals z.B. sogar das Monopol für alle Gewürze. Und im Buch geht es darum, dass Venedig eben diese „Macht“ wiedererlange solle.

Daraufhin fasste Michael Wallner den Anfang der Handlung zusammen, verriet dabei für meinen Geschmack aber viel zu viel, was besonders ungünstig ist, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat, das allerdings noch vor hatte.

Übergangslos fing er dann plötzlich an zu lesen. Die entsprechende Szene war ziemlich spannend und wurde auch gut vorgetragen, wobei er seine Stimme mit vielen Gesten unterstützte. Der Schreibstil war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und wirkte manchmal ein wenig emotionslos. Es folgte eine zweite Szene aus dem späteren Verlauf des Buches bis er insgesamt etwa dreißig Minuten gelesen hatte.

Anschließend durfte das Publikum ihm Fragen stellen, die er alle beantwortete. Er wählte Venedig als Schauplatz aus, weil es ein geomantischer Ort sei. Die Handlung spielt im November, weil dann nicht der Tourismus im Vordergrund stehe, sondern die „alte Macht“ der Stadt. Obwohl man auf Grund der hohen Kriminalität vorsichtig sein müsse, mag er Venedig sehr gern. Den Geheimbund, der im Buch eine Rolle spielt, soll es wirklich gegeben haben, er habe nur den Namen geändert. Er wurde zwar mit Napoleons Einzug zerschlagen, die Familien würden aber weiterhin bestehen.

Er selbst wollte eine Woche nach der Lesung ebenfalls wieder nach Venedig fahren, weil es zu dieser Jahreszeit für Touristen unattraktiv ist und man nur dann die Stadt richtig sehen könne. Sie erinnert ihn mit ihrer „entthronten Schönheit“ an Wien, das ebenfalls einmal die Hauptstadt eines Weltreiches gewesen sei. Deshalb empfiehlt er auch einen Spaziergang durch Wien kurz vor Mitternacht, weil es dann leer und schön beleuchtet sei.

Für ein paar Lacher sorgte seine Antwort auf die Frage nach seinen eigenen Abenteuern in Venedig: „Über mein Sexleben spreche ich nicht.“

Obwohl er sich so für das venezianische Reich interessiert, wurde aus Diese eine Woche im November kein historischer Roman, da so etwas sich, wie er offen zugab, zur Zeit einfach nicht gut verkaufen ließe. Dieses Jahr soll jedoch bei Luchterhand ein neues Buch erscheinen, das im Kuba der 1920er spielt und damit wenigstens ein wenig historisch ist.

Er schreibt meistens an mehreren Projekten gleichzeitig, weshalb er nicht sagen kann, wie lange er für ein Buch braucht. Er schreibt täglich in der Früh sowie in der Nacht ein paar Stunden und entscheidet erst am jeweiligen Morgen, an welchem er an diesem Tag arbeitet, wobei er natürlich seine Deadlines beachten muss.

Zum Thema Recherche hatte er eine sehr entschiedene Meinung. Seiner Ansicht nach nützt Recherche „einen Scheiß ohne Vision“. Er hält sie für überbewertet und verglich sie sogar mit „Klopapier“. Deshalb mache er das nur so Zwischendurch, habe aber natürlich ein Grundkonzept. Seine Vision für dieses Jugendbuch war das Wiederauferstehen einer gedemütigten Macht vor einer Kulisse, die durch das Acqua alta jedes Jahr zwei Zentimeter absinkt, sowie das Aufeinanderprallen von zwei so verschiedenen Protagonisten.

In diesem Zusammenhang erzählte er auch, dass beispielsweise die Romane von Donna Leon nicht ins Italienische übersetzt würden, obwohl sie dort spielen, weil mangels umfassender Recherche keinerlei Straßennamen, Umgebungen oder ähnliches stimmen würden und man diesbezügliche Leserbriefe vermeiden wolle.

Nachdem alle Fragen beantwortet waren, bedankte er sich bei den Besuchern und signierte zum Abschluss noch ein paar Bücher.

Mrz  20

[Messe] Leipziger Buchmesse 2014

20. März 2014 | 13:49 | Erlebt

Auch in diesem Jahr habe ich wieder die Leipziger Buchmesse besucht und ein Bericht darüber darf hier natürlich nicht fehlen, allerdings wird er in diesem Jahr etwas kürzer ausfallen, da ich es versäumt habe wenigstens ein Photo zu machen und ich außerdem glaube, dass es nicht wirklich interessant ist, wenn ich hier meine ganzen Termine einzeln aufzähle. Aus diesem Grund werde ich meine beiden Messetage auch zusammenfassen und nicht unbedingt chronologisch vorgehen.

Wie schon im letzten Jahr war einer meiner ersten Anlaufpunkte der Stand von Klage in Halle 4, wo ich mir einen neuen Mini-Tischkalender besorgt habe. Die sind einfach wunderschön und werden auf der Messe wesentlich günstiger verkauft. Daher sollte man sich auch beeilen, wenn man einen ergattern möchte, sie sind nämlich immer ziemlich schnell weg. Zum Glück hatte ich dieses Mal von Anfang an vor nur die kleine Version zu nehmen, die größere war laut der Verkäuferin nämlich sogar schon vor der Messe komplett ausverkauft.

Die Zeit zwischen meinen einzelnen Terminen habe ich an beiden Tagen vor allem genutzt um mich bei diversen Verlagen über das kommende Herbstprogramm zu informieren. [Einzelheiten dazu im kommenden Wochenrückblick.] Genau dafür ist die Messe in meinen Augen schließlich auch da. Ein Großteil der Messebesucher besteht aus Bloggern, Buchhändlern, Bibliothekaren, etc. und für die ist nun einmal nur das neue Programm interessant. Das alte kennt man immerhin schon seit Monaten. Bei einer Automobilmesse beispielsweise will man sich ja auch nicht die Modelle ansehen, die man schon überall kaufen kann, sondern sehen, was demnächst so kommt. Daher fand ich es sehr schade, dass sich z.B. der Oetinger Verlag lächerlich totgeschwiegen hat und dazu noch behaupten wollte, dass sie noch keine einzige interne Programmpräsentation gehabt hätten. Wer’s glaubt …

Da in diesem Jahr zum ersten Mal alle fünf Hallen geöffnet waren, ließ ich es mir natürlich nicht nehmen zumindest einmal einen Abstecher in Halle 1 zu machen, die unter anderem die neue Manga Comic Convention beherbergte. Nach einem interessanten Rundgang habe ich dann im Japanischen Teegarten eine kleine Pause eingelegt um mich zu stärken.

Auf dem Weg zur Signierstunde von Ursula Poznanski bin ich dann zufällig schon der lieben Nina Blazon begegnet, also haben wir die Gelegenheit genutzt um uns gemütlich zusammen zu setzen und bei einer kleinen Mahlzeit ein wenig zu plaudern. Allzu viel Zeit blieb uns nicht, aber das war nicht so schlimm, denn für den nächsten Morgen waren wir ohnehin auf einen Kaffee bzw. eine heiße Schokolade verabredet. Dabei konnten wir uns dann ganz entspannt unterhalten und natürlich habe ich schon nach ihrem nächsten Projekt gefragt, auch wenn sie leider noch nicht besonders viel darüber verraten konnte. Doch mit Nina ist es sowieso nie schwer anderen Gesprächsstoff zu finden.

Danach stand für mich die Lesung von Dan Wells auf dem Programm, wobei ich leider ein wenig ungünstig stand und nicht allzu viel mitbekommen habe. Aus der Lesung wurde dann allerdings mehr ein Interview, was ich persönlich immer bevorzuge, und er hat auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht. Er verriet, dass Hermine seine Lieblingsfigur in Harry Potter war und ihm als Vorbild für Kira diente, weil er gern eine intelligente, starke junge Frau als Protagonistin wollte. Außerdem wusste er schon, bevor er überhaupt mit dem Schreiben des ersten Bandes anfing, wie der dritte Teil enden sollte. Im Anschluss an die Lesung ließ ich mir natürlich meine beiden Bände von Partials signieren, wobei er mir – und allen anderen – prophezeite, dass ich ebenfalls an RM sterben würde.

Des Weiteren habe ich an den zwei Tagen auf der Messe drei verschiedene Bloggertreffen besucht, die jeweils sehr unterschiedlich gestaltet waren.

Als erstes kam das Bloggertreffen von RandomHouse, auf das ich mich ursprünglich sehr gefreut hatte, das mir insgesamt aber, wenn ich ehrlich bin, nicht so gut gefallen hat. Es war zu voll, zu laut, zu chaotisch. Es gab so gut wie keine Sitzmöglichkeiten für die vielen Menschen und dass das Treffen mitten in der Halle stattfand, war auch nicht unbedingt von Vorteil, weil so auch „normale“ Besucher ständig umher irrten. Die Mitarbeiter waren zwar als solche „gekennzeichnet“, doch wenn man den Namen nicht kannte, wusste man nicht, für welchen Verlag oder in welcher Abteilung er/sie tätig war und konnte so nur schwer ein Gespräch beginnen. Ich selbst interessierte mich natürlich wieder für das Herbstprogramm, doch obwohl anfangs gesagt wurde, dass man sich mit den Mitarbeitern unterhalten könne, bekam ich vielfach die Antwort „jaja, aber nicht über das kommende Programm“. Da blieb für mich häufig die Frage: Worüber sonst? Ich spreche mir unbekannte Leute ja nicht einfach auf ihr Privatleben an. Nur ein Mitarbeiter gab mir schließlich doch einen kurzen Einblick, ansonsten war das Treffen für mich leider etwas enttäuschend. Das mag allerding auch daran liegen, dass abgesehen von Nina Blazon auch keine für mich interessanten Autoren dabei waren, die ich mit Fragen hätte löchern wollen.

Als zweites stand das exklusive Bloggertreffen von Carlsen im CCL auf dem Programm. Neben den eingeladenen Bloggern tauchten natürlich auch ein paar unangemeldete auf – es scheint einigen Mädchen unverständlicherweise unmöglich zu sein auf der Messe auch mal alleine irgendwohin zu gehen. Was mir allerdings nicht einleuchtet ist, warum man erst darum bitten muss dennoch dabei sein zu dürfen, wenn man dann kurz darauf schon wieder geht. Generell fand ich es auch von den eingeladenen Bloggern unfair und zudem unhöflich sich für so ein Treffen anzumelden und anderen damit die begrenzten Plätze wegzunehmen, wenn man dann ebenfalls schon nach 20 Minuten wieder geht.

Drei Mitarbeiterinnen des Verlages (Katharina Gruyters, Pia Trzcinska und Sinje Kirchhofer) haben den Anwesenden dann jedenfalls die Spitzentitel des aktuellen Programms noch einmal vorgestellt, darunter natürlich Phantasmen und Obsidian, wobei der Schwerpunkt auf letzterem lag. Stolz berichtete die Lektorin, dass dem US Verlag das deutsche Cover sogar so gut gefallen hat, dass er es für seine eigenen Ausgaben übernehmen wird. Im Mai wird es voraussichtlich einen Live-Chat mit der Autorin Jennifer L. Armentrout geben und der zweite Teil soll auch noch in diesem Jahr erscheinen. Leider wurde, anders als von mir erwartet, kein einziger Titel aus dem Herbstprogramm vorgestellt und auch auf Nachfrage wurde noch nicht viel darüber verraten. Einzige neue Info: Die zweite Trilogie von Sandra Regnier wird von Anfang an gleich als Taschenbuch erhältlich sein, also nicht nur als eBook.

Anschließend konnte man den Mitarbeiterinnen noch Fragen stellen oder sich natürlich mit anderen Bloggern unterhalten. Ich habe die Gelegenheit genutzt um mich ein wenig in Sachen Jobmöglichkeiten, Anforderungen, etc. schlau zu machen, bevor ich einige neue Blogger persönlich kennen lernte. Schockiert hat mich in diesem Zusammenhang die Aussage einer Bloggerin, sie habe noch 80 (!) ungelesene Rezensionsexemplare zu Hause. Da war ich wirklich sprachlos.

Etwas später folgte dann das Bloggertreffen von Bastei Lübbe und Lovelybooks. Nach einem sehr sympathischen Interview mit Sonya Kraus und Food-Bloggerin Jessi Hesseler über ihr Buch Törtchenzeit, folgte eine kurze Podiumsdiskussion mit Tina Pfeifer, Kai Meyer und zwei Bloggern über Rezensionen, Online-Marketing, Social Media usw. Diese war an sich auch sehr interessant, auch wenn man mangels einer erhöhten Plattform in den hinteren Reihen leider niemanden sehen konnte, allerdings hätte ich mir gerade für die Blogger-Neulinge unter den Anwesenden jemanden mit mehr Erfahrung in dem Bereich für die Diskussion gewünscht. Prinzipiell muss jeder selbst entscheiden, ob er Rezensionsexemplare beziehen möchte oder nicht. Aber ich finde es unangebracht zu behaupten, man wäre dann auch gezwungen Bücher zu lesen und zu rezensieren, die einen überhaupt nicht interessieren. Niemand MUSS Bücher rezensieren, die er ungefragt zugeschickt bekommt und die einem nicht zusagen!

Nach der Diskussion wurden Geschenktüten sowie Cupcakes verteilt und dabei wurde natürlich leider ziemlich viel gedrängelt – und wenn man seine Tüte dann hatte, fand man keinen „Ausgang“ mehr. An letzteres bin ich daher gar nicht erst rangekommen. Stattdessen nutzte ich die Chance mir mein neu erworbenes Exemplar von Phantasmen signieren zu lassen. Dass ich dabei vergaß nach dem tollen Stempel zu fragen, ist mir erst hinterher aufgefallen – vielleicht ja dann beim nächsten Mal.

Vollgepackt bis zum geht nicht mehr machte ich mich dann noch ein letztes Mal auf den Weg zum Stand von Coppenrath – jedes Jahr meine kleine Wohlfühloase. Dort konnte ich auf den wunderhübschen bequemen Stühlen einen Moment verschnaufen ehe ich mich kurz vor Schluss noch einmal auf den Weg machte um etwas Geld auszugeben, natürlich für Bücher. Das einzig Negative am Ende des Tages: Ich musste die alle irgendwie nach Hause transportieren … [Mal sehen, ob und wann die ganzen Bücher hier eintreffen, die man mir außerdem noch zuschicken wollte XD]

Abschließend kann ich nur meinen Tweet von Samstagnacht wiederholen: „Schön war’s!“ Extrem anstrengend, aber auch wirklich schön. Ich habe zwölf Bücher mit nach Hause gebracht – Törtchenzeit ist jetzt das hübscheste Schmuckstück in meinem Regal -, drei vier signieren lassen und Dank ausreichender Vorbereitung nicht einen unnötigen Cent für Essen oder Trinken ausgegeben. Zwar habe ich kein Photo gemacht, aber dafür habe ich immerhin so halb eine Lesung besucht – vielleicht schaffe ich im nächsten Jahr ja mal eine ganze.

Ich habe viele nette Blogger (wieder)getroffen, darunter Laura, Yvo, Steffi & Kay und interessante Gespräche mit ihnen geführt. Kurz gesehen habe ich auch Charlousie, Sandy, Captain Cow, Miss Bookiverse, Lurchi, Jan und Shou, wobei es mir bei letzterer erst im Nachhinein durch Photos bewusst wurde. Eventuell ergibt sich ja beim nächsten Mal die Chance für eine kurze Unterhaltung mit dem/der einen oder anderen.

Abgesehen davon bin ich wirklich froh, dass ich auf der Messe immer bewusst allein unterwegs bin und somit weder etwas von meinem eigenen Plan verpasse noch andere von irgendetwas abhalte. Ich will niemandem zu nahe treten, aber wenn ich mitbekomme, wie eine Bloggerin mit weinerlicher Babystimme fragt, ob nicht doch jemand irgendwohin mitkommt, weil sie UNBEDINGT dahin will, aber niemand mit ihr dahin geht, kann ich immer nur den Kopf stellen und mich fragen: „Warum gehst du dann nicht einfach allein?“ Die Messehallen sind ja nun wirklich alles andere als zwielichtig und gefährlich. Im Gegenteil: Als Bücherwurm muss man sich dort, umgeben von Seinesgleichen und dem Objekt der Begierde, einfach wohlfühlen.

Nov  07

[Lesung] Cecelia Ahern

07. November 2013 | 23:56 | Erlebt

Obwohl ich bisher erst ein Buch der Autorin gelesen hatte – Ich schreib dir morgen wieder – ließ ich mir die Chance nicht nehmen am 19.10.2013 die Lesung der Autorin zu besuchen, wenn sie schon einmal nach Berlin kommt. Trotz der stets unzuverlässigen Bahn sowie eines unerwarteten Autounfalls, der die Straßenbahn blockierte, und dem daraus resultierenden unfreiwillig äußerst späten Erscheinens meinerseits am Veranstaltungsort, konnten ich und mein freundlicher Begleiter – dessen Fähigkeiten (und Spiegelreflexkamera) ich die tollen Photos verdanke – gerade noch zwei Sitzplätze ergattern, und das sogar nebeneinander in der zweiten Reihe. So konnten wir die Lesung, moderiert von Margarete von Schwarzkopf und begleitet von der Synchron- sowie Hörbuchsprecherin Luise Helm, die kurz darauf begann, dann entsprechend genießen.

Cecelia Ahern ist nicht nur eine sehr hübsche junge Frau, sondern eine unheimlich sympathische noch dazu, die scheinbar sehr bescheiden geblieben ist. Während der kurzen Einführung zu ihrem neuen Roman Die Liebe deines Lebens – der zehnte seit 2004 – schoss sie mit ihrem Handy Photos von den Zuhörern und staunte über die große Anzahl. Sie meinte sie wüsste gar nicht so recht, warum wir alle so interessiert an ihr seien, freue sich aber sehr darüber. Sie fand die ganze Lesereise ausgesprochen schön, freut sich allerdings auch darauf nach dieser letzten Lesung in Deutschland nun zu ihren Kindern zurückzukehren.

Leider nahm Frau von Schwarzkopf, mal wieder, keine Fragen vom Publikum entgegen, trotzdem war das anfängliche, relativ ausführliche Interview äußerst interessant. So erzählte die Autorin zum Beispiel von dem ersten Buch, dass ihre Liebe zu Büchern geweckt hat. Es handelt sich dabei um ein Kinderbuch mit dem Titel Under the Hawthorn Tree , das bisher wohl nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Das Schreiben ist für sie wie eine Therapie, wobei sie noch ganz altmodisch auf Papier (vor)schreibt – sie formulierte eine ganze Liebeserklärung an die Haptik *g* – und sich, nach eigenen Angaben, schriftlich besser ausdrücken könne als mündlich. Zumindest ihren Kindern erzähle sie aber auch Geschichten und im kommenden Jahr wird sie sogar ein Buch mit Kindergeschichten veröffentlichen.

Um ihre Einfälle zu bewahren, führt sie ein „book of ideas“, in denen sie die Ideen möglichst genau, einschließlich des Datums des Tages, an dem sie ihr kamen, festhält. Diejenigen davon, die nicht verschwinden und von denen sie die Stimmen der Charaktere später im Kopf hört, bringt sie dann schließlich als nächstes zu Papier.

Bei ihrem Roman One Hundred Names (dt. Titel: Hundert Namen) hatte sie, obwohl es bei ihr normalerweise andersherum ist, zur Abwechslung zuerst den Titel im Kopf und entwickelte dann die Idee dazu. Und wie kam sie auf diesen Titel? Sie schaute MTV, hörte aber nur mit halbem Ohr zu. Sie glaubte deshalb zu hören, wie jemand von „One Hundred Names“ sprach und wollte sofort wissen, worum es geht. Tatsächlich war aber die Rede von The Hunger Games. Ich persönlich liebe ja solche Anekdoten. :)

Die Idee zu ihrem aktuellen Roman – Die Liebe deines Lebens – kam ihr durch die Figur, die George Clooney in seinem Film Up in the Air verkörpert, nur dass ihr Charakter niemanden feuern, sondern Menschen vom Selbstmord abhalten sollte. Inspiriert wurde sie außerdem von dem Song Talk Me Down von der irischen Band Westlife. (Btw, ihre große Schwester ist mit einem der Bandmitglieder verheiratet.)

Die Hauptfiguren in ihren Büchern befinden sich häufig am Boden und sind an ihrem Tiefpunkt angelangt, doch Cecelia Ahern will sie wieder aufbauen und damit zeigen, das man alles durchstehen kann, denn alle Niederlagen machen uns stärker und wir sind häufig stärker als wir denken.

So ist es auch in ihrem neuen Werk, doch während Christine Adam zeigen will, wie schön das Leben sein kann, lernt sie durch ihn ebenfalls viel Neues über das Leben. Sie lernen einander besser kennen und begeben sich gemeinsam auf eine Reise der Selbsterkenntnis, die dafür sorgt, dass sie ihr Leben überdenken, Entscheidungen treffen und Veränderungen vornehmen.

Wie fast alle Romane von Cecelia Ahern spielt auch dieser in und um Dublin, wobei die Brücke als Setting auch symbolisch zu betrachten ist – also nicht nur als Brücke zwischen zwei Teilen von Dublin, sondern auch als Brücke zwischen zwei Abschnitten des Lebens.

Ab diesem Moment ging die Moderatorin dazu über auch Luise Helm ins Gespräch mit einzubeziehen, die die deutsche Stimme von Scarlett Johansson ist, was man weniger beim Sprechen, dafür aber umso deutlicher dann beim Lesen gemerkt hat. Am Sprechen bzw. Lesen von Hörbüchern gefällt ihr besonders gut, dass sie die Geschichten selbst interpretieren kann, während sie sich beim Synchronisieren an die Interpretation der entsprechenden Schauspielerin halten muss.

Daraufhin trug sie dann die wirklich bewegende Szene aus Die Liebe deins Lebens vor, in der Christine und Adam sich zum ersten Mal auf der Brücke begegnen.

Im Anschluss daran ging das Interview mit der Autorin weiter, die neben ihren Romanen auch noch Drehbücher schreibt, wobei es nun insbesondere um kommende Projekte ging. Obwohl sie selbst liebend gern Thriller und Krimis liest, kann sie sich nicht vorstellen selbst einmal einen richtigen Irish Thriller zu schreiben, höchstens als Kurzgeschichte oder Novelle. Es sei allerdings ihr Herzensprojekt einmal einen „old fashioned murder mystery“ Roman zu schreiben, dann aber in ihren ganz eigenen Stil.

Zur Zeit hat sie zwei bis drei neue Ideen und wird im Dezember entscheiden, welche davon sie von Januar bis Juni schreiben wird – je nach dem wer am lautesten „pick me“ schreit. Im Juli und August wird das Buch dann lektoriert, damit es schließlich im Herbst veröffentlicht werden kann. So sieht ihre jährliche Routine aus.

Auf die Frage, ob einer ihrer Charaktere später mal in einem anderen Buch wieder auftauchen wird, antwortete sie mit einem Lächeln: „You never know.“

Zum Schluss wurde dann noch über die Verfilmungen der Romane von Cecelia Ahern gesprochen. Die Dreharbeiten zu Für immer vielleicht sollen bereits abgeschlossen sein und der Film kommt nächstes Frühjahr in die Kinos (dt. Kinostart: 13.02.2014). Die Autorin war sogar am Set und freut sich schon sehr auf den Film. An zwei Sonntagen im Februar nächsten Jahres zeigt das ZDF dann außerdem zwei Fernsehfilme, u.a. mit Yvonne Catterfeld, zu denen sie die Drehbücher geschrieben hat. Sie sind auf irgendeine Weise mit dem aktuellen Roman verbunden, jedoch trotzdem eigenständig und unabhängig voneinander. Sowohl der Kinofilm als auch die Fernsehfilme wurden natürlich in Irland gedreht.

Dann war es auch leider schon wieder vorbei, doch bevor sie sich ans Signieren der unzähligen mitgebrachten (oder neu erworbenen) Bücher machte – ich selbst hatte fünf oder sechs dabei und habe mir dann noch das vorgestellte Buch gekauft -, bedankte sie sich noch bei den Zuhörer fürs Kommen und bei Margarete von Schwarzkopf sowie Luise Helm für die tolle Unterstützung.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich SEHR froh bin diese Chance wahrgenommen zu haben, weil die Lesung wirklich großartig war, und ich froh bin, dass Dussmann sich offenbar endlich ein paar mehr Gedanken zu seinen Veranstaltungen gemacht hat, denn organisatorisch war diese Lesung von Cecelia Ahern mit Abstand die beste, die ich im Kulturkaufhaus bisher besucht habe.

Okt  04

[Lesung] Kerstin Gier

04. Oktober 2013 | 22:04 | Erlebt

Am 15. September hat Kerstin Gier ihr neues Jugendbuch Silber – Das erste Buch der Träume in Berlin vorgestellt und dadurch hatte ich zum zweiten Mal die Chance sowie das Vergnügen eine ihrer Lesungen zu besuchen. (Zusammen mit Lena, der ich auch die hier gezeigten Photos verdanke.)

Nach einer kurzen und traurigerweise abgelesenen Einführung, die vermutlich fast jeder Besucher der Lesung ohne Hilfsmittel besser hinbekommen hätte, kam Frau Gier dann auch schon auf die Bühne und war genauso lustig und charmant wie immer. Sie selbst hat zunächst ein paar Szenen aus dem Buch vorgelesen, die sie natürlich die ganze Zeit über fleißig kommentiert hat und damit für einige Lacher sorgte. So verriet sie uns z.B., dass für einen der männlichen Charaktere Rasier-Spaß-Ken (den gibt’s wirklich!) das Vorbild war und sie viele Szenen zu Hause durchspielt. Schließlich muss sie ja überprüfen, ob die so auch tatsächlich funktionieren, beispielsweise die Pampelmusen-Szene – bei Schwertkämpfen sei das allerdings etwas schwieriger. Einige Passagen hat sie dann sogar noch mit verschiedenen Dialekten vorgetragen, was ebenfalls zu lautem Gelächter führte.

Nach etwa einer Stunde, die wie im Flug vergangen ist, hat sie dieses Mal dann Fragen aus dem Publikum beantwortet. Sie erzählte, dass sie schon immer gern schrieb und all ihre Charaktere gleich lieb hat. Bei der Frage nach der Namensfindung gab sie zu, dass sie manchmal wirklich schwer zu finden sind, es aber Spaß mache sie zu suchen und es eine wirklich lange Beschäftigung sein kann. Der Titel des Buches ist natürlich auf den Namen der Protagonistin zurückzuführen, die glücklicherweise Silber heißt und nicht Schröder, denn „Schröder – Das erste Buch der Träume“ sei ja kein so schöner Titel, oder?

Von der Fortsetzung, die den kreativen Titel Silber – Das zweite Buch der Träume tragen wird, hat sie bisher erst 35 Seiten geschrieben. Nach der Lesereise wird sie dort ansetzen, braucht aber mindestens noch bis nächstens Jahr, weil sie in der Regel knapp ein Jahr an so einem Roman schreibt. Zuerst fängt sie immer mit dem Plotten sowie den Charakteren an und erst wenn die ganze Story Szene für Szene steht, beginnt sie mit dem eigentlichen Schreiben.

Dafür wird sie, ääh, nein, Secrecy dann (so ungefähr nach der Lesereise) bald wieder etwas auf ihrem Blog posten um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen. Wer sich in Wirklichkeit (also im Roman) hinter Secrecy verbirgt, hält sie sich aber noch offen.

Von der Edelsteintrilogie wird es hingegen keinen weiteren Band geben, die Serie ist für Kerstin Gier definitiv abgeschlossen.

Ihre Jugendbuchserien spielen ja beide in London. Das liegt zum einen daran, dass ihr London so gut gefällt und sie dann einen guten Grund hat wieder hinzufahren, und zum anderen daran, dass sich die Bücher besser ins Ausland verkaufen lassen, wenn sie nicht in Deutschland spielen.

Im Anschluss an den Frageteil wurde natürlich noch signiert, wobei ich zur Abwechslung einmal nur ein einziges Buch dabei hatte, da alle anderen schon von ihr signiert wurden. Beim Signieren bekam außerdem jeder Besucher – sofern sie gereicht haben, was ich nicht genau weiß – einen kleinen silbernen Schlüssel geschenkt. Das war eine echt schöne Überraschung und ich finde den sogar so schön, dass ich ihn mir gern an eine Kette hängen würde, bin jedoch noch auf der Suche nach einer passenden, weil es gar nicht so leicht ist eine in dunklem Silber zu bekommen.

Insgesamt war es also ein toller Nachmittag und falls Kerstin Gier mit der Fortsetzung im nächsten Jahr erneut nach Berlin kommt, bin ich bestimmt ebenfalls wieder dabei.

Mrz  27

[Lesung] Kai Meyer

27. März 2013 | 12:27 | Erlebt

Am 27. Februar ist Kai Meyer nach langer Zeit – zumindest kam es mir ziemlich lang vor – mal wieder in Berlin gewesen um aus seinem neuen Roman Asche und Phönix zu lesen und natürlich war ich dabei, zumal ich mir schon vor Wochen, wenn mich nicht alles täuscht sogar als Erste, einen Platz reservieren ließ. Das war auch gut so, denn in der zugegebenermaßen ziemlich kleinen Buchhandlung und dem noch kleineren Bereich, in dem der Autor dann saß, war nicht gerade viel Platz – einige Gäste mussten wohl sogar stehen. Mit von der Partie waren außerdem noch einige andere Bloggerinnen: Miss Bookiverse, captain cow und Ramona. Letzterer ist es auch zu verdanken, dass der Beitrag doch noch ein Photo enthält, denn bei meiner Kamera war natürlich der Akku leer.

Nachdem die Zeit dann gekommen war, begann der Abend mit überaus lustigen Erzählungen über die persönliche Beziehung zwischen dem Autor und dem Besitzer der Buchhandlung, insbesondere wie die Beiden sich vor zwanzig Jahren kennen lernten, und auch ein wenig über die Buchhandlung Otherland selbst.

Nach dieser kurzen amüsanten Einführung fing Kai Meyer an ein wenig über sich und sein neues Buch sowie die Figuren darin zu erzählen. So gestand er z.B., dass er sich einhundertfünfzig Jahre alt fühlt, wenn erwachsene Frauen zu ihm kommen und ihm sagen, dass sie seine Bücher schon als Kind gelesen hätten.

Dass er an diesem Abend in der Otherland Buchhandlung gelesen hat, war sein eigener Wunsch, weil er es dort sehr schön findet. Als Teenager hat er viel Fantasy und Horror gelesen und sich immer so eine Phantastikbuchhandlung in seiner Nähe gewünscht – solche gibt es nämlich kaum noch in Deutschland.

Asche und Phönix gehört für Kai Meyer eher ins Genre Horror als Fantasy, wie es vom Verlag kategorisiert wurde, nur eben mit etwas jüngeren Hauptfiguren, immerhin ist es eine Teufelspaktgeschichte. ‚Glamour’, die fiktive Filmreihe innerhalb des Romans, beschrieb er als eine Mischung aus Harry Potter, Twilight und Eragon.

Dann folgte die eigentliche Lesung, bei der der Autor selbst zwei verschiedene Szenen aus Asche und Phönix vorlas, eine eher vom Anfang und eine aus dem Mittelteil. Zu meiner Überraschung enthielten die paar Seiten schon erstaunlich viele Flüche und Schimpfwörter für ein Jugendbuch aus dem Carlsen Verlag, aber auch viele amüsante Stellen. Insgesamt hat Kai Meyer knapp fünfundvierzig Minuten gelesen, während ihm seine Zuhörer gebannt lauschten, unterbrochen nur durch ein Handyklingeln, das er jedoch mit Humor nam.

Darauf folgte der für mich immer interessanteste Teil einer Lesung, ich nenne sie einfach mal die Fragerunde, bei der alle Anwesenden den Autor mit ihren Fragen löchern durften.

Über seinen nächsten Roman, der wieder bei Carlsen erscheinen wird, verriet er, dass es wieder ein Einzelband sein würde und er voraussichtlich Ende 2013/Anfang 2014 erscheint. Generell möchte er im Moment eher weg von Serien und mehr Einzelbände schreiben, was ich persönlich sehr begrüßen würde. Sein nächstes Buch handelt vom Weltuntergang, ist aber keine Dystopie. Es werden ein paar Millionen Geister darin vorkommen, aber keine richtige Liebesgeschichte. Es wird wieder action- und temporeich, es ist eine Art apokalyptische Road Movie Geschichte. Der Arbeitstitel lautet „Smile“, aber das wird vielleicht nicht der endgültige Titel sein. Die Handlung beginnt in Südspanien, in der einzigen Wüste Europas, und verweilt dort etwa zwei Drittel des Buches.

Für die Recherche macht er häufig Urlaub an den entsprechenden Handlungsorten, so ist er z.B. auch die ganze Strecke durch Frankreich aus Asche und Phönix abgefahren und war für die Arkadien-Trilogie auf Sizilien. Ansonsten nutzt er auch Google Earth, was manchmal sehr hilfreich ist, aber er findet es doch ganz gut, wenn man einmal live vor Ort war. Zumindest bei seinen Gegenwartsromanen versucht er es immer, bei historischen Romanen bringt es meistens nicht so viel. Außerdem liest er auch viel Sach- und Fachliteratur um für seine Bücher zu recherchieren.

Die Frage nach weiteren Hörspielen zu neueren Werken musste er im Allgemeinen eher verneinen, weil der Markt kollabiert sei und Hörspiele generell immer seltener werden. Zumindest die Merle-Trilogie kommt aber noch als Hörspiel heraus, sogar noch vor dem Sommer.

Nachdem er als neuer Autor anfangs überhaupt kein Mitspracherecht hatte, was den Titel oder das Cover eines Buches betrifft, so kann er inzwischen Titel-Vorschläge abgeben. Manchmal werden sie genommen, manchmal nicht, aber die endgültigen Titel sind oftmals seine eigenen, sodass er generell sehr zufrieden mit ihnen ist. Seit 2000 hat er auch bei seinen Covern relativ viel Mitspracherecht, wobei das vom jeweiligen Verlag abhängig ist. Carlsen entscheidet lieber selbst über die Cover, während Lübbe ihn dazu befragt. Mit den Jahren (und seinem Erfolg) hat sein Einfluss darauf also zugenommen.

Seine Lieblingsfiguren aus seinen eigenen Werken sind Rosa aus der Arkadien-Trilogie und Aura aus Die Alchimistin. Letztere hatte wohl schon einen kleinen Gastauftritt in Arkadien, bekommt vielleicht aber eine größere Rolle im vierten Band der Reihe, wenn es dazu kommt.

Sein liebstes Eigenwerk ändert sich eigentlich permanent, aber er hängt sehr an Das zweite Gesicht, das im Handel nicht gut gelaufen ist, und in den zwanziger Jahren in Berlin spielt. Die Arkadien-Serie mag er auch besonders und das, so meint er, noch in zehn Jahren.

Laut Kai Meyer boomt die Phantastik erst seit der Jahrtausendwende wieder, weshalb seine phantastischen Romane anfangs niemand verlegen wollte, woraufhin er zunächst historische Romane mit phantastischem Einschlag schrieb. Die Alchimistin war das erste Buch von ihm, das es auf die Bestsellerliste geschafft hatte, weshalb es ihm ebenfalls sehr viel bedeutet. Es wurde zuerst als historischer Roman verkauft, obwohl es eigentlich Phantastik ist. Die Überarbeitung von Die Alchimistin, die vorletztes Jahr erschienen ist, beschränkt sich hauptsächlich auf die sprachliche Gestaltung, damit die ersten beiden Bände dann sprachlich auf dem Niveau des dritten Bandes sind, und das zusätzlich hinzugefügte Bonusmaterial. Am Inhalt hat er bis auf wenige Kürzungen kaum etwas geändert.

Auch Das zweite Gesicht hat er für die Sonderausgabe nur sprachlich ein bisschen überarbeitet. Von seinem Roman Göttin der Wüste wird es im nächsten Jahr außerdem ebenfalls eine auf 666 Exemplare limitierte Sonderausgabe geben.

Die Vertragsverhandlungen zu einer möglichen Verfilmung von Arkadien laufen schon seit einem Jahr. Geplant ist sie als Serie, das steht aber alles noch in den Sternen. Die Option für Die Sturmkönige wurde dagegen bereits verkauft, an einen Deutschen in den USA. Diese Optionen laufen aber meistens nur für ein Jahr und in dieser Zeit müssen die Produzenten dann die Finanzierung des Films auftreiben.

Drehbücher schreibt Kai Meyer selbst inzwischen nicht mehr, weil er keine Lust mehr auf die endlosen Diskussionen mit Produzenten und Fernsehredakteuren hat. Auf die Verfilmung von Das Gelübde hatte er keinen Einfluss, findet den Film aber toll.

Kai Meyer hat sowohl Bücher für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche geschrieben, macht inzwischen aber kaum noch einen Unterschied zwischen den Zielgruppen, wenn er an einem Roman schreibt, und wenn doch, dann nur unbewusst. Meistens ändert sich nur das Alter der Hauptfiguren, aber inhaltlich gibt es kaum Differenzen, außer dass bei einem Jugendbuch vielleicht mal etwas zu blutig geratene Sätze gestrichen werden. Die Sturmkönige ist allerdings trotz der jungen Hauptfiguren ein Buch für Erwachsene. Die meisten Leute haben sich jedoch mehr über die eine Sexszene aufgeregt als über die vielen brutalen Szenen, obwohl diese stellenweise sehr blutig sind.

Zur Entstehungsgeschichte von Asche und Phönix erzählte er, dass er etwas über einen Teufelspakt schreiben wollte und das Buch an der Côte d’Azur spielen sollte. Dann kam das Thema ‚Ruhm’ hinzu, was er mit den Leuten anstellt, wie weit man dafür geht, aber ohne zu predigen.
Außerdem mag er auch den Antagonisten des Romans sehr gern und wollte ihm zumindest ein paar sympathische Züge geben, denn er hat die Figur sehr gern geschrieben.

Als irgendwann schließlich alle Fragen beantwortet waren, ging es, nach dem Applaus versteht sich, dann nur noch ans Signieren. Ich hatte – welch ein Wunder! – nur ein einziges Buch dabei, nämlich Asche und Phönix. Aber wenn mir dieses Buch genauso gut gefällt wie Arkadien, werde ich sicher bald anfangen mir noch seine anderen Werke zuzulegen.

Mrz  20

[Messe] Leipziger Buchmesse 2013

20. März 2013 | 20:22 | Erlebt

Nach langem hin und her war ich in diesem Jahr dann doch auf der Leipziger Buchmesse 2013 und obwohl das ganze natürlich mal wieder extrem stressig war, bin ich doch sehr froh dort gewesen zu sein!

Da ich mir, leider, keine Notizen gemacht habe und es inzwischen schon ein paar Tage her ist, habe ich keine Ahnung mehr, wen ich wann zuerst getroffen habe oder ähnliches, weshalb dieser Bericht wohl etwas chaotisch ausfällt. Es würde mir vermutlich nicht einmal gelingen Freitag und Sonntag auseinander zu halten, wenn ich meine Terminpläne nicht mehr parat hätte.

Da ich nicht in Leipzig übernachten wollte, bin ich an beiden Tagen morgens hin und abends zurück, was mit viel zu wenig Schlaf und viel Anstrengung verbunden war, aber man bekommt ja nur zwei Mal im Jahr die Gelegenheit überhaupt eine solche Messe in Deutschland zu besuchen – in meinem Fall sogar nur einmal, weil Frankfurt einfach viel zu weit weg ist.

Da ich in diesem Jahr zum ersten Mal mit Presseausweis die Messe besucht habe, musste ich diesen am Freitag erst einmal abholen, da die Zeit nicht mehr ausgereicht hatte um ihn zu mir zu schicken. [Der ist übrigens echt praktisch, weil man damit immer wieder rein und raus kommt, was mit einer Tageskarte nicht möglich ist.] Danach ging es dann gleich ins Getümmel und, sobald die Hallen endlich geöffnet wurden, zuerst in Halle 3, wo ich mir einen neuen Weltweisheiten Kalender von Klage besorgte. Ich finde die unheimlich toll, aber zum vollen Preis sind sie mir einfach zu teuer, weshalb ich den jetzt seit drei Jahren immer auf der Messe für weniger als ein Drittel des Originalpreises gekauft habe. Da die immer schnell weg sind, wollte ich da auch kein Risiko eingehen, was auch gut so war, denn die Wochenkalender waren bereits ausverkauft.

Ab diesem Moment habe ich keinerlei Erinnerungen mehr, was die Reihenfolge anbelangt. Ich bin kreuz und quer durch die verschiedenen Reihen geschlendert, von Termin zu Termin gehetzt und habe alle möglichen Leute getroffen. An die kann ich mich natürlich noch erinnern, aber fragt mich bitte nicht nach dem Zeitpunkt. *g*

Bei Loewe habe ich mich über das kommende Programm informiert und bin dann zufällig auf Ursula Poznanski gestoßen, sodass ich die Chance ergriff mir mein Exemplar von Die Verratenen ohne langes Anstehen signieren zu lassen. So habe ich es auch mit Josephine Angelini gemacht, die bei Oetinger anzutreffen war und sich sogar an mich erinnert hat, weil ich sie mal interviewt habe. Nach einem kurzen Gespräch, einem Photo und mit der signierten Trilogie im Gepäck ging es dann zu einer kurzen Verschnaufpause bei Coppenrath, denke ich. Irgendwann in der darauf folgenden Zeit ließ ich mir dann noch mein Exemplar von Eukalyptusmond von der Autorin signieren und habe mir ein hübsches Blogger-Care-Paket bei Random House von Herrn Rothfuss abgeholt.

Bei Ravensburger habe ich mich dann später mit Nina Blazon getroffen, wo ich mich bei einer Unterhaltung etwas erholen konnte. Leider blieb uns wegen beiderseitiger Termine nicht allzu viel Zeit, aber ich habe mich sehr gefreut sie auf der Messe treffen zu können.

Irgendwann im Laufe des Tages kam ich dann auch dazu mich kurz mit Frau Keßler zu unterhalten und etwas länger mit Frau Häpp. Ich finde es immer wieder schön die Menschen, mit denen man schon so viel Kontakt per Mail hatte, persönlich zu treffen, insbesondere, wenn sie Bücher genauso schätzen wie ich. Außerdem stellte Frau Häpp mir schon einmal ein paar Titel aus dem kommenden Programm vor, von denen einige natürlich sofort auf meine Wunschliste gewandert sind.

Am Nachmittag hatte ich dann noch einen Termin mit Frau Cinque, zu dem sich auch Frau Henning dazu gesellte. Bei einem erfrischenden Getränk und ein paar Keksen haben wir uns ausführlich und sehr nett unterhalten – natürlich hauptsächlich über Bücher.

Den Rest des Abends ließ ich dann bei Coppenrath und der lieben Kiki ausklingen, mit der man sich einfach wunderbar unterhalten kann und an deren Stand vor allem immer eine Sitzgelegenheit auf einen wartet. ;)

Den Sonntag ließ ich nach den Strapazen am Freitag dann erst einmal etwas ruhiger angehen. Meinen schweren Trolley durfte ich freundlicherweise bei Kiki parken und nach einem kurzen Treffen mit Laura – es war schön, dich mal persönlich kennen zu lernen – schlenderte ich ein wenig durch die verschiedenen Hallen.

Bei mira bekam ich ein kleines Blogger-Geschenk und ansonsten habe ich fleißig Leseproben und Informationen gesammelt. Letztere habe ich größtenteils schon im Wochenrückblick nach der Messe mit euch geteilt.

Mittags ging ich dann mit meinen mitgebrachten Büchern erst zur Signierstunde von Maggie Stiefvater und danach zum Stand von Arena. Dort wollte ich mir ein Buch von Isabel Abedi signieren lassen, aber Rainer Wekwerth war zufällig auch gerade da, sodass ich mir ein Exemplar von Das Labyrinth erwacht besorgte und es mir bei dieser Gelegenheit ebenfalls signieren ließ.

Ursprünglich wollte ich später noch zur Rubinrot-Veranstaltung, aber die war mir dann nicht so wichtig. Hätte ich allerdings vorher gewusst, dass auch Josefine Preuß anwesend sein würde, hätte ich mich anders entschieden. -.-

So verbrachte ich die restliche Zeit auf der Messe abwechselnd mit Kiki und auf der Jagd nach Büchern. Ich finde es allerdings echt schade, dass manche Verlage sich nicht an dem (vergünstigten) Abverkauf beteiligt haben, sodass ich mein Geld leider nicht losgeworden bin. Ja, ich weiß, dass es eine Buchpreisbindung gibt. Aber man muss ja nicht immer so klein kariert sein. Die Bücher sind vielleicht als Neuware auf die Messe gekommen, aber nachdem sie vier Tage lang von weiß ich wie vielen Menschen angegrabbelt wurden, kann man sie ja wohl durchaus als Mängelexemplare werten und viele Verlage haben das ja auch getan. Allen anderen habe ich dort nichts abgekauft, denn unsignierte Bücher zum Normalpreis muss ich nicht nach Hause schleppen, wenn mein Gepäck ohnehin schon so schwer ist, die kann ich dann auch bequem bei mir vor Ort kaufen oder online bestellen und liefern lassen.

Fünf Bücher sind es dann aber immerhin noch geworden – eines habe ich meiner guten Fee Kiki zu verdanken, die es mir netterweise bei einem anderen Verlag besorgt hatte. ;)

Bevor mein Zug mich dann wieder nach Berlin brachte, gönnte ich mir mit Shiku noch eine köstliche Mahlzeit bei Pizza Hut. Die Unterhaltung beim Essen gestaltete sich allerdings etwas schwieriger, weil es bei Pizza Hut ziemlich voll und dementsprechend laut war. *g*

Abschließend kann ich nur sagen, dass es wieder eine sehr tolle Messe war, ich es aber bedaure, dass ich im Endeffekt kaum Lesungen besucht habe, weil ich so viel mit anderen Sachen beschäftigt war. Vielleicht sollte ich doch irgendwann mal an allen vier Tagen hinfahren (mit Hotel). Dafür habe ich viele nette Menschen getroffen, tolle Gespräche geführt und zwei anstrengende, aber doch schöne Tage verbracht. Fünf Bücher hatte ich am Sonntag zusätzlich im Gepäck, zwei Bücher bekam ich im Anschluss an die Messe bereits zugeschickt, auf mindestens ein weiteres warte ich noch. Gelohnt hat es sich also auf jeden Fall. ;)

Jan  30

[Lesung] Cornelia Funke

30. Januar 2013 | 21:08 | Erlebt

Am Samstag, 24. November 2012, machte Cornelia Funke auf ihrer Lesereise zu Reckless – Lebendige Schatten in Berlin halt und da ich die Lesung zum ersten Teil nicht besucht hatte, wollte ich dieses Mal die Gelegenheit wahrnehmen.

Extra für diese Lesung (und den Besuch einer Freundin) kam Shiku nach Berlin und so hatte ich die Möglichkeit sie endlich mal persönlich kennen zu lernen. Dank des ausgemachten Erkennungszeichens – ein Gryffindor-Schal – habe ich sie auch gleich erkannt, sodass wir uns noch vor der Lesung ein wenig unterhalten konnten.

Während der Veranstaltung trennten uns, wie ich durch Shikus Bericht erfahren habe, ganze zehn Reihen, denn da ich meine Karte schon Monate im voraus gekauft hatte, hatte ich das Glück in der allerersten Reihe zu sitzen. [Das war auch gut so, da ich meinen voll gepackten Trolley in keine andere Reihe hätte mitnehmen können, denn natürlich hatte ich alle meine Bücher von Cornelia Funke dabei. *g*]

Das Theater war auf jeden Fall gut gefüllt und nach einer kurzen Einführung sowie einer kleinen Licht-und-Schatten-Motten-Show betraten Cornelia Funke und Rainer Strecker die Bühne, Beide in wundervollen Kostümen. [Das Kostüm von Cornelia Funke stammte sogar von einer Oscar-prämierten Kostümdesignerin, mit der die Autorin befreundet ist und die z.B. für die Kostüme in The King’s Speech verantwortlich war.]

Rainer Strecker, der unter anderem auch die Hörbücher zu Reckless gelesen hat, und Cornelia Funke, die mir Beide auf Anhieb sehr sympathisch waren, haben dann gemeinsam ein paar Kapitel aus dem zweiten Teil der Serie gelesen. Das haben sie auch wirklich fantastisch gemacht! Selten war ich von einer Lesung so gefesselt und gerade das Wechselspiel zwischen ihnen hat mir sehr gut gefallen. Sie haben nämlich nicht immer jeder ein ganzes Kapitel gelesen, sondern sich ergänzt, einfach toll! Wenn mir irgendwann nach einem Re-Read der Reihe sein sollte, werde ich garantiert zu den Hörbüchern greifen.

Begleitet wurden sie sowohl von schöner Musik zwischen den Kapiteln als auch von einer Bilder-Präsentation. Letztere war zwar nicht weltbewegend, aber immerhin eine nette Zugabe.

Nach den ersten paar Kapiteln war es dann an der Zeit für ein kurzes Interview mit der Autorin, wobei das Publikum leider keine Fragen stellen durfte. Cornelia Funke verriet z.B., dass sie selbst am ehesten wie Fuchs und Jacob ist und ihre Romane wieder erst einmal auf Papier schreibt statt am PC. Sie schreibt jeden Tag, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten.

Sie ist fasziniert von Märchen, findet sie aber auch sehr unheimlich. Es gibt für sie kein Wohlfühl-Märchen und sie hat das „und sie lebten glücklich bis ihr Lebensende“ nie geglaubt. Sie denkt sogar, dass niemand Märchen wirklich mag bzw. schön findet. [Das kann ich aber definitiv NICHT bestätigen.]

Bezogen auf Reckless – Lebendige Schatten verriet sie, dass darin vor allem ‚Blaubart’, ‚Der gestiefelte Kater’ sowie ‚Rotkäppchen’ eine Rolle spielen. [Eine Frage an alle, die das Buch bereits gelesen haben: Habt ihr den Bezug zu ‚Rotkäppchen’ entdeckt? Die ersten beiden Märchen konnte ich finden, letzteres ist mir aber irgendwie entgangen.]

Im Moment ist Cornelia Funke auf der Suche nach russischen Märchen, um die soll sich nämlich alles im dritten Teil drehen. Bisher hat sie schon zweihundertsechzig Seiten des Buches geschrieben, also etwa zwei Drittel, wobei sie es nicht für ausgeschlossen hält, dass es länger wird als gedacht. Momentan sind insgesamt fünf Bände geplant, die Autorin wollte sich da jedoch nicht endgültig festlegen. Der vierte soll sich mit asiatischen Märchen beschäftigen, der fünfte dann mit Märchen aus Nordafrika sowie Spanien.

Für Cornelia Funke sind gute und vor allem sympathische Hauptfiguren besonders wichtig. Man muss die Charaktere mögen, wenigstens zum Teil. Sie selbst liebt ihre Figuren sehr und hat auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn sie Jacob wieder verletzt.

Auf ein paar persönliche Fragen hin offenbarte sie, dass sie eine Leidenschaft für Achterbahnen und schnelle Autos hat, sich vor tiefem Wasser fürchtet und wahrscheinlich nie in Rente gehen wird, sondern eher mit einem Stift in der Hand tot umfällt.

Nach diesen wirklich interessanten Antworten folgten noch einmal zwei spannende Kapitel aus dem Buch, die mir richtig Lust auf diese Fortsetzung gemacht haben, weshalb ich sie auch noch am gleichen Tag begonnen habe.

Im Anschluss konnte man sich dann eine Signatur der Autorin sowie von Rainer Strecker abholen. Das ganze Verfahren war aber ziemlich enttäuschend. Von Anfang an wurde gesagt, dass jeder nur zwei Bücher signieren lassen dürfe und NIEMAND eine persönliche Widmung bekäme – das würde angeblich zu lange dauern. Das fand ich wirklich sehr schade, zumal gerade bei einer deutschen Autorin niemand ein Problem haben dürfte seinen Namen zu nennen und gegebenenfalls zu buchstabieren. Ich weiß nicht, ob das vom Theater, vom Verlag oder der Autorin ausging, aber auf jeden Fall war es ärgerlich, denn die Karten haben doch relativ viel Geld gekostet und ein ‚für XY’ ist doch eigentlich wirklich nicht zu viel verlangt, vor allem wenn die Anzahl der Bücher von vorne herein limitiert wird.

Dank Shiku und ihrer Begleitung, die selbst keine Bücher mitgebracht hatte, habe ich meine Bücher zum Glück nicht alle umsonst mitgeschleppt, aber ansonsten hat es Shikus Vergleich mit Fabrikarbeit gut getroffen. Anstellen, Buch hinlegen, schnelle Unterschrift abholen und fertig. Ein persönlicher Kontakt mit der Autorin war damit im Prinzip unmöglich, man konnte sich höchstens bedanken. Sehr schade, denn die meisten Fans warten, genau wie ich, gern ein bisschen länger, wenn sie dafür die Möglichkeit haben mal zwei Worte mit dem Autor/der Autorin zu wechseln.

Das Theater schien es jedenfalls auch sehr eilig zu haben, denn ich bzw. wir wurden schon aufgefordert zu gehen ehe ich meine Bücher wieder eingepackt hatte. Dazu ein Zitat von Shiku, das ich so nur unterschreiben kann: „Hatten wir zwar ohnehin vorgehabt, aber danke fürs Drängeln.“

Glücklicherweise war der Tag damit aber noch nicht gelaufen, denn danach ging es gemeinsam zu Pizza Hut, wo wir uns noch ein wenig länger über Bücher, Filme und was weiß ich noch ausgetauscht haben. Es war schön dich persönlich getroffen zu haben, Shiku, von mir aus können wir das gern mal wiederholen. Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Frühjahr zur Messe in Leipzig – da gibt’s übrigens auch ein Pizza Hut. ;)

Okt  19

[Lesung] Marie Lu

19. Oktober 2012 | 20:02 | Erlebt

Diesen Montag, am 15. Oktober 2012, hat Marie Lu, die Autorin von Legend, in Berlin gelesen und natürlich war ich dabei, denn so eine Gelegenheit lasse ich mir doch nicht entgehen!

Der Saal im Theater war dieses mal zwar leider nicht voll, dafür waren aber auch weniger Klassen anwesend und die ganze Veranstaltung somit ein wenig ruhiger. Ich war jedoch erstaunt, wie jung einige Schüler waren – zu jung für meinen Geschmack was das Buch betrifft – doch als ich Marie Lu hinterher darauf ansprach berichtete sie mir, dass sie aber tatsächlich schon Mails von sieben- oder achtjährigen Lesern bekommen hätte.

Nach einer kurzen Einführung zum Buch und zur Berliner Literaturinitiative wurden die Autorin vorab kurz vorgestellt, wobei man uns z.B. mitgeteilt hat, dass sie in Shanghai geboren wurde, dann zunächst mit ihren Eltern nach Peking zog, bevor sie dann schließlich nach Texas auswanderten. Danach folgte die erste eingehende Befragung der Autorin, die ein paar wirklich interessante Informationen enthielt. Marie Lu war für Disney im Bereich der Videospielproduktion tätig und hat z.B. an dem bekannten Spiel Club Penguin mitgewirkt.

Was ihre Bücher und insbesondere die darin enthaltenen Charaktere betrifft, hat sie verraten, dass sie ihre Figuren gern zeichnet bevor sie mit dem Schreiben anfängt, damit sie sie sich besser vorstellen kann. Für Day und June aus Legend hatte sie sogar reale Vorbilder im Kopf. Day soll wie der junge Leonardo DiCaprio, zu der Zeit von Romeo & Julia, aussehen, während Hailee Steinfeld das Vorbild für June war.

Im Anschluss an die ersten Fragen wurde dann aus dem Buch vorgelesen. Den Anfang machte Marie Lu mit einer sehr kurzen Szene aus Days Perspektive. Die gleiche Szene und die darauf folgenden Seiten sowie die Szene im Krankenhaus wurden dann auf Deutsch vom Hörbuchsprecher Julian Greis vorgetragen, dem Marie Lu gebannt lauschte.

Anschließend stellte die Moderatorin Shelly Kupferberg der Autorin wieder ein paar Fragen. Marie Lu erzählte unter anderem, dass sie von Les Misérables, nur eben mit jüngeren Figuren, sowie einer Karte, die darstellte, was passieren würde, wenn die Pole schmelzen und der Meeresspiegel extrem ansteigen würde – die halbe Welt, darunter auch Europa, würde vollständig unter Wasser stehen – zu Legend inspiriert wurde.

[An dieser Stelle muss ich, leider, wieder anmerken, wie enttäuscht ich von der Moderatorin war. Sie ist zwar keine unsympathische Frau, weshalb es mir schon wieder fast leid tut das zu schreiben, aber meiner Meinung nach ist sie als Übersetzerin einfach nicht kompetent genug für eine solche Veranstaltung mit einer englischsprachigen Autorin. Marie Lu hat an die fünf mal Les Misérables gesagt, aber Shelly Kupferberg hat den Titel , trotz Nachfrage(!), nicht ein einziges Mal verstanden und stattdessen einen komischen englischen Titel daraus gemacht, den es vermutlich nicht einmal gibt, bis ich sie verbessert habe, weil ich mich einfach nicht mehr zurückhalten konnte.]

Als sie auf das Thema Dystopien im Allgemeinen angesprochen wurde, erzählte Marie Lu, dass sie generell ein Fan dieses Genres sei und z.B. auch selbst die Klassiker 1984 oder Animal Farm gerne gelesen hat und sie es mag, wenn reale Begebenheiten in eine fiktive Handlung eingebaut werden. Viele der schrecklichen Dinge, die in Legend passieren, sind früher schon geschehen oder spielen sich sogar in der Gegenwart ab und Marie Lu möchte der Welt damit einen Spiegel vorhalten.

Eine Szene aus dem Buch basiert z.B. auf dem Massaker auf dem Tian’anmen-Platz bzw. dem Platz des himmlischen Friedens vom 4. Juni 1989 in China. [Wer das Buch gelesen hat, wird sofort wissen, welche Szene damit gemeint ist.] Damals war Marie Lu erst fünf Jahre alt und hat nicht weit von dem Platz entfernt gewohnt. Sie kann sich noch an den Tag erinnern und wusste auch, dass etwas passiert war, hat aber in dem Alter natürlich nicht genau mitbekommen, was tatsächlich geschehen war oder worum es ging. Erst Jahre später erfuhr sie, was wirklich passiert war, zumal es in China immer noch ein absolutes Tabu-Thema ist und selbst im Internet immer noch alle Artikel darüber dort blockiert werden.

Danach wurde noch ein drittes Mal aus dem Roman gelesen, wieder auf Deutsch, wobei die Kapitel aus Junes Sicht aber ausgelassen wurden. Dieses Mal wurde die Szene vorgetragen, in der Day nach dem Kuss mit June zu seiner Familie geht und erkennt, wer Juni in Wirklichkeit ist.

Daraufhin hat die Moderatorin der Autorin weitere Fragen gestellt, darunter auch welche aus dem Publikum, z.B. ob es schwierig sei brutale Szenen zu schreiben, was Marie Lu bejahte. Sie versucht daher sie nicht zu reißerisch zu schreiben und baut sie nur ein, wenn sie für die Handlung tatsächlich von großer Bedeutung sind.

Über die Fortsetzung verriet sie, dass es sich vor allem um die Frage drehen wird, wie Day und June nach all den schlimmen Erlebnissen weiter leben können. Sie will die psychische Seite näher beleuchten und beispielsweise darauf eingehen, ob Day und June überhaupt noch fähig sind jemandem zu vertrauen.

Im Moment arbeitet sie am ersten Entwurf zum dritten Band der Reihe, was mit der Arbeit am ersten Teil aber nicht zu vergleichen sei. Wenn man die Korrekturwünsche ihrer Agentin, die zuvor Lektorin war, und des Verlags mit einrechnet, hat sie insgesamt ein Jahr an Legend gearbeitet. (Zuvor hatte sie vier andere Manuskripte geschrieben, die aber nie verkauft wurden und die sie selbst schlecht findet.) Die Arbeit an Prodigy war schwieriger für sie, denn sie hatte noch nie eine Fortsetzung geschrieben, eine Deadline gehabt oder gewisse Erwartungen zu erfüllen. Es waren viel mehr Korrekturen nötig und sie hat allein ein Jahr nur am Entwurf geschrieben – zum Vergleich: der Entwurf zu Legend hatte nur vier bis sechs Monate gedauert – dabei viele Tränen vergossen und reichlich Schokolade gegessen, weil sie so viele Änderungen, etwa zwölf bis dreizehn, vornehmen musste.

Als Marie Lu gefragt wurde, welche Botschaft sie mit Legend vermitteln will, gestand sie, dass sie anfangs gar keine konkrete Botschaft im Sinn hatte, sondern einfach nur unterhalten wollte. Im Nachhinein sieht sie aber dennoch eine klare Botschaft in ihrem Werk: Selbst wenn du in einer dunklen Welt lebst, darfst du die Hoffnung niemals aufgeben, denn du kannst deine Welt verändern. Nimmt nicht einfach alles hin, sondern frag nach und finde die Wahrheit heraus. Tu das Richtige, selbst wenn es schwierig sein sollte.

Nach dem Trilogieabschluss möchte sie dann als nächstes gern ein Fantasybuch mit einem Superhelden schreiben, da sie selbst Fantasy liebt.

Zum Schreiben an sich berichtete sie, dass sie als Kind nur mit dem Schreiben angefangen hatte um nach dem Umzug in die USA die Sprache zu lernen, später dann aber dabei festgestellt hat, wie sehr sie es liebt zu Schreiben. Als ihr mit fünfzehn oder sechzehn durch einen Zeitungsartikel über eine sehr junge Autorin klar wurde, dass Bücher nicht einfach aus einer Fabrik kommen, sondern jeder Mensch schreiben und veröffentlicht werden kann, gab ihr das die Motivation um schließlich ernsthaft mit dem Schreiben anzufangen.

Auch Musik spielt im Leben von Marie Lu eine große Rolle, weshalb sie auch jeweils einen Soundtrack für die ersten beiden Bände ihrer Trilogie erstellt hat. Da sie in völliger Stille nicht schreiben kann, braucht sie Musik dazu, allerdings, zumindest beim Schreiben, ohne Gesang, also Instrumentalmusik. Daher hört sie beim Schreiben häufig Soundtracks von Filmen oder Videospielen.

Am Ende konnte man sich im Foyer natürlich auch ein Autogramm abholen oder das Buch signieren lassen und dieses Mal musste ich nicht allzu lange warten, obwohl ich mich erst ganz am Ende angestellt hatte. Im Gespräch verriet sie mir – weil ich nach einer Autogrammkarte mit ihrem Namen in chinesischen Schriftzeichen gefragt hatte – dass sie sich den Namen „Marie“ selbst ausgesucht hat. Eigentlich hat sie natürlich einen chinesischen Vornamen, den ihre Oma ausgesucht hat und der „Hoffnung für die Zukunft“ bedeutet. Ihre Freunde nennen sie aber alle Marie, nur ihre Familie benutzt ihren chinesischen Vornamen.

Abschließend kann ich nur noch sagen, dass es eine wirklich tolle Lesung war und Marie Lu eine sehr sympathische Autorin ist, die hoffentlich noch einmal irgendwann nach Deutschland kommt.

Natürlich habe ich auch an die gewünschten Autogrammkarten gedacht, allerdings habe ich von dir, liebe Melie, weder eine Email-Adresse noch sonst irgendeine Kontaktmöglichkeit. Es wäre also schön, wenn du dich per Mail bei mir melden würdest, damit ich dir die Karte dann auch zukommen lassen kann. ;)

Okt  09

[Lesung] Rachel Ward

09. Oktober 2012 | 17:12 | Erlebt

Neben John Green hat unter anderem auch Rachel Ward, die Autorin der Numbers-Trilogie, im September dieses Jahres im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals mehrmals in Berlin gelesen. Am 12. September war auch ich mit von der Partie und wurde, wie immer, sehr gut unterhalten.

Rachel Ward, die erst mit Mitte vierzig angefangen hat zu schreiben, weil sie nach vielen ‚vernünftigen’ Jobs und zwei Kindern plötzlich den Drang verspürt hatte ihre Kreativität auszuleben, hatte erstaunlich viel zu erzählen und von mir aus hätte die ganze Veranstaltung ruhig nur aus den Fragerunden bestehen können.

Vor Numbers hatte die Autorin bereits zwei Bücher für etwas jüngere Kinder geschrieben. Diese wurden aber beide abgelehnt, sodass sie auch bei Numbers, das inzwischen in 26 Länder verkauft wurde, gar nicht mit einer Veröffentlichung gerechnet hatte, zumal Chicken House gleich der erste Verlag war, dem sie das Buch angeboten hatte.

Da sie den ersten Teil der Trilogie hauptsächlich für ihre eigene, damals 14-jährige Tochter geschrieben hatte, war das Schreibgefühl bei den beiden Fortsetzungen wegen des Zeitdrucks und der konkreten Zielgruppe völlig anders. Trotzdem hat ihre Tochter immer als erste das Manuskript gelesen, danach dann ihr Ehemann, der im Gegensatz zu ihr ein etwas kritischerer Leser ist, aber auf positive Weise.

Es war für Rachel Ward ziemlich überraschend, dass die Nachbereitung genauso viel Zeit in Anspruch genommen hat, wie sie zum Schreiben benötigt hatte, und zwar jeweils sechs Monate. In Deutschland hat sich ihre Serie außerdem sogar besser verkauft als in Großbritannien, weshalb sie schon sehr oft für Lesungen in Deutschland war. Bisher wurden bei uns über 150.000 Exemplare der ersten beiden Bände verkauft.

Nach dieser Fülle von Informationen folgte dann die eigentliche Lesung. Zuerst wurde aus dem ersten Band gelesen, von Rachel Ward persönlich auf Englisch und von einem Moderator auf Deutsch. Dann folgten Ausschnitte aus dem zweiten Teil, wieder sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch.

Im Anschluss plauderte sie wieder munter darauf los und beantwortete Fragen, zum Teil auch welche aus dem Publikum. Sie erzählte z.B., dass sie am Abend zuvor selbst auch die Lesung von John Green besucht hatte und, genau wie er, aufzeigen wollte, dass das Schicksal eben manchmal einfach über dich herfällt. Ihr zweites Buch sollte jedoch verdeutlichen, dass man durch die Entscheidungen, die man tagtäglich trifft, die großen sowie die kleinen, Einfluss auf sein Schicksal nehmen kann.

Sie gestand außerdem, dass viel von ihr selbst in Jem, der Hauptfigur im ersten Band, steckt, von der Lebensgeschichte mal abgesehen, und das sie oft die gleichen Gefühle hatte.

Zurzeit schreibt Rachel Ward an etwas Neuem, das nichts mit Numbers zu tun hat, denn die Serie ist für sie abgeschlossen. Ihr nächstes Buch wird eine moderne, düstere und Furcht erregende Geistergeschichte und der erste Entwurf ist bereits fertig. Die Zielgruppe dieses neuen Buches sind etwas ältere Jugendliche, sprich Young Adults. Keine Ambitionen hat sie hingegen im Moment im Hinblick auf das Schreiben von Büchern für Erwachsene.

Inzwischen hat sie auch ihren eigentlichen Beruf aufgegeben um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Vorher, als sie noch diesen anderen Job hatte, hat sie jeden Morgen vor der Arbeit nämlich nur 45 Minuten pro Tag zum Schreiben Zeit gehabt – diese Disziplin muss man erst einmal haben!

Okt  05

[Lesung] John Green

05. Oktober 2012 | 15:11 | Erlebt

Am 11. September dieses Jahres hat John Green im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals mehrmals in Berlin gelesen. Eine dieser tollen Möglichkeiten habe auch ich wahrgenommen. Ich habe zwar noch nichts von diesem Autor gelesen, aber so viele begeisterte Meinungen zu seinen Büchern, dass ich den Eintrittspreis nur zu gern in eine seiner Lesungen investiert habe.

Ich war anfangs sehr skeptisch, ob Das Schicksal ist ein mieser Verräter ein Buch für mich wäre, bin nach der Lesung aber nicht nur bereit das Buch zu lesen, sondern sogar richtig gespannt darauf, denn die vorgetragenen Ausschnitte haben mir außerordentlich gut gefallen!

Nach einer kurzen Vorstellung des Autors, wobei auch die Nerd Fighters und die Vlog Brothers zur Sprache kamen, und die unter anderem enthielt, dass John Green dreiundfünfzig mal sitzen gelassen wurde ehe er seine Frau kennen lernte, wurde er mit tosendem Applaus vom Publikum empfangen.

Danach folgte eine erste Fragerunde durch den Moderator, wobei die Antworten des Autors von einer sehr kompetenten Dolmetscherin zur Abwechslung mal genau übersetzt wurden. Dabei erfuhr ich, dass es sich bei dem Originaltitel, The Fault In Our Stars, um ein abgewandeltes Zitat (eigentlich: „The fault is not in our stars.“) aus dem Shakespeare Stück Julius Caesar handelt. Der Roman ist einer Freundin gewidmet, die schon mit jungen sechzehn an Krebs starb und ohne die er die Geschichte nicht hätte schreiben können. Hazel und Ester sind aber nicht gleich.

Im Anschluss an die ersten beantworteten Fragen wurden ein paar Szenen gelesen. Zuerst vom Autor selbst auf Englisch, dann auf Deutsch von Regina Gisbertz, wobei die Szenen direkt zusammen hingen. Beide haben wirklich toll gelesen und in ihrem Fall sogar besonders lange.

Darauf folgte eine zweite Runde mit Fragen und Antworten, wobei dieses Mal auch ein paar Leute aus dem Publikum Fragen stellen durften. Dabei erzählte John Green z.B., dass es ihm wichtiger ist Emotionen rüber zu bringen als den jeweils aktuellen Jugendslang zu verwenden. Er will vor allem echte Gefühle abbilden, auch wenn der Slang dann vielleicht nicht authentisch ist.

In dem Buch kommt auch wieder eine Reise vor, nach der amerikanischen Ideologie des „geographical cure“. Die Amerikaner verlassen wohl häufig für eine Weile ihr zu Hause, wenn alles an Bach runter geht. Er entschuldigte sich aber auch damit, dass er einfach selbst gern reisen würde.

Für Amsterdam als Ziel entschied er sich, weil es dabei ist zu versinken, genau wie Hazel untergeht. Außerdem ist es für ihn eine romantische Stadt, ein wenig exotisch, spiegelt aber auch den Sittenverfall wieder. Ferner steht dort das Anne Frank Haus und er wollte, dass sie sich dort näher kommen.

Was mich jedoch am meisten überwältigte, war die Tatsache, dass er ganze 150.000 (!!!) Exemplare des Buches vor dem Verkauf signiert hatte, was ihn ganze siebzig Tage gekostet hat. Aber er hatte es im Vorfeld nun mal versprochen, wobei er allerdings nur mit 10-20.000 Exemplaren gerechnet hatte. Ich hatte bereits gewusst, dass man signierte Bücher vorbestellen konnte, aber mit einer so hohen Anzahl hätte ich nie im Leben gerechnet!

Bevor es dann zum Signieren ging, wo die Schlange dieses Mal wirklich endlos lang erschien, wurden noch einmal ein paar Seiten auf Deutsch gelesen. Ich weiß nicht mehr genau, wie lange ich anstand, aber es kam mir doch sehr lange vor. Das war jedoch nicht schlimm, denn so hatte ich reichlich Zeit mich mit anderen Besuchern über verschiedene Bücher auszutauschen. Als ich dann endlich an der Reihe war, reichte ich ihm Margos Spuren sowie Das Schicksal ist ein mieser Verräter, welche er mir, nach einem netten Kompliment für meine Kette bzw. den Herz-Anhänger, signierte.

Abschließend kann ich nur sagen, dass John Green mir sehr sympathisch war und ich früher oder später gern alle seine Bücher lesen möchte. Angefangen mit dem neuesten, sobald ich die Zeit dafür finde und in der Stimmung für so ein Buch bin.

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