Archiv - Oktober 2015

Okt.  29

[Cover Revelation] Remembrance

29. Oktober 2015 | 22:24 | Beäugt

Heute wurde endlich das Cover zu Remembrance enthüllt, dem Buch, dem ich 2016 wahrscheinlich am sehnlichsten entgegenfiebere. Nach dem grandiosen Royal Wedding kann ich es kaum erwarten eine weitere, geliebte Protagonistin zum ersten Mal als Erwachsene zu erleben. Auf diese Fortsetzung hatte ich bis zur Ankündigung nie zu hoffen gewagt.

Das Cover ist allerdings, wie ich leider gestehen muss, nicht ganz mein Fall. Es ist nicht schlecht und ich kaufe das Buch so oder so, aber so gut wie das Cover von Royal Weddingy gefällt es mir leider nicht. Ich mag es, wie sie den Blurb eingebaut haben und die Farbe finde ich auch ganz gut. Nur mit dem Motiv, insbesondere mit Suze, kann ich mich irgendwie noch nicht so richtig anfreunden. Aber naja, was nicht ist, kann ja noch werden. Meine Freude auf das Buch verringert es jedenfalls definitiv nicht!

Hier kann man zudem schon einen ersten kurzen Auszug aus dem Buch lesen.

In REMEMBRANCE, the seventh installment of the Mediator series, all Susannah Simon wants is to make a good impression at her first job since graduating from college (and becoming engaged to Dr. Jesse de Silva).

But when she stumbles across an ancient murder, old ghosts—and ex-boyfriends—aren’t all that come back to haunt her.

REMEMBRANCE will be the first ever adult installment of the Mediator, published by William Morrow, the adult division of HarperCollins, the company that brought you the YA books in the series.

Okt.  27

[Top Ten Tuesday] Vampire Novels

27. Oktober 2015 | 23:45 | Mitgemacht

Als ich das genaue Thema für den heutigen Top Ten Tuesday ausgewählt habe, dachte ich wirklich, dass es kein Problem wäre zehn Bücher mit Vampiren zu nennen, die ich gelesen habe. Tatsächlich habe ich aber scheinbar noch keine zehn Bücher, in denen Vampire vorkommen, gelesen, geschweige denn zehn, die ich auch empfehlen kann. Zumindest die Hälfte kann ich jedoch vorweisen, weshalb ich die Liste aufteilen werden, in fünf Vampirbücher, die ich empfehlen kann und fünf, die ich selbst gern noch irgendwann lesen möchte.

1. The Twilight Saga
Trotz des Hypes und der nicht vollständig gelungenen Verfilmungen, bin ich nach wie vor ein großer Fan der Twilight Bücher. Den ersten und vierten Teil habe ich sogar mehrfach gelesen und könnte es immer wieder tun.

2. Blood of Eden
Diese dystopisch angehauchte Trilogie von Julie Kagawa hat mir überraschend gut gefallen. Schade, dass der dritte Band bisher immer noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Aus diesem Grund habe ich mir den Serienabschluss nun auf Englisch gekauft. Mal sehen, wann ich dazu komme ihn zu lesen.

3. Herzblut
Nach einem eher durchschnittlichen Auftakt wurde diese Reihe so fesselnd, dass ich die Bücher gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

4. Vladimir Tod
Ich habe die Reihe leider noch nicht beendet, aber die bisherigen Teile mochte ich sehr, vor allem, weil sie mal etwas anderes sind.

5. Paranormalcy
Im Prinzip geht es in dieser Trilogie nicht um Vampire, jedenfalls nicht nur. Aber der eine oder andere kommt immerhin vor, deshalb musste ich diese fantastische Reihe unbedingt in die Liste aufnehmen.

6. Vampire Academy
Da mir der Film so gut gefallen hat und die Bücher mir schon mehrfach wärmstens empfohlen wurden, habe ich mir vor nicht allzu langer Zeit ein Bundle mit allen sechs Teilen gekauft. Hoffentlich kann diese Reihe mich genauso begeistern wie einige andere.

7. Dark Heroine
Hierbei handelt es sich um eine Empfehlung meiner Lieblingsautorin, daher wartet es auch schon auf dem eReader darauf von mir gelesen zu werden.

8. The Silver Kiss
The Silver Kiss von Annette Curtis Klause habe ich bei meiner kurzen Recherche hierfür entdeckt und da mir Blood & Chocolate ziemlich gut gefallen hatte, bin ich keineswegs abgeneigt später vielleicht ein weiteres Buch der Autorin zu lesen.

9. Die Jäger der Nacht
Die Jäger der Nacht wurde mir ebenfalls schon mehrfach empfohlen, bisher wusste ich allerdings gar nicht, dass es darin (auch) um Vampire geht.

10. Mitternachtszirkus
Den Film fand ich ganz nett, die Bücher sollen daegegen – wie so oft – noch wesentlich besser sein. Einen Versuch ist es also bestimmt wert.

Okt.  22

[Empfehlung] Welpen unter Wasser 2016

22. Oktober 2015 | 17:12 | Befürwortet

Habt ihr schon einen Kalender für das kommende Jahr gekauft? Nein? Aber ihr mögt Hunde? Prima! Denn dann müsste der Welpen unter Wasser 2016 Kalender mit den Bildern des preisgekrönten Photographen Seth Casteel genau das Richtige für euch sein.

Für den neuen Kalender, den ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann, wurden zwölf Photos absolut knuffiger Welpen ausgewählt, die schon damals beim Shooting für den Bildband Welpen unter Wasser entstanden sind. Bei der Auswahl – leider musste man sich ja auf ein Dutzend Bilder beschränken – wurde viel wert auf Vielseitigkeit gelegt, sodass nicht nur unterschiedliche Rassen und verschiedene Altersgruppen vertreten sind, sondern auch Motive und Farben variieren.

Die Daten und Wochentage befinden sich jeweils auf einem ca. 4 cm breiten weißen Streifen direkt unter den Photos, wobei Sonn-und Feiertage entsprechend gekennzeichnet sind. Beim Aufhängen wird der Wandkalender also nicht doppelt so lang.

Wer den Bildband schon zu Hause hat, wird ein paar Photos vielleicht wiedererkennen. Andere sind dagegen noch gänzlich unbekannt. In jedem Fall bestechen die jungen Hunde auch im Kalender durch viel Charme sowie Lebensfreude und bringen einen damit automatisch zum Lächeln, sobald man sie betrachtet.

Wer also von dem Bildband Welpen unter Wasser schon nicht genug bekommen konnte, wird am dazugehörigen Kalender mindestens ebenso viel Freude haben. Außerdem eignet sich Welpen unter Wasser 2016 natürlich perfekt als (Weihnachts-)Geschenk für jeden Hundeliebhaber!

Okt.  21

[Sendung] quergelesen: Lesen – echt cool!

21. Oktober 2015 | 23:59 | Erlebt

Die diesjährige Leipziger Buchmesse ließ ich am Sonntag, 15. März 2015, am Nachmittag mit der Show quergelesen: Lesen – echt cool! ausklingen. Ich persönlich kannte sie noch nicht, aber sie läuft wohl zum Beispiel jeden zweiten Samstag im Monat um 7.15 Uhr auf rbb. (Kein Wunder also, zu der Zeit schlafe ich normalerweise noch lange. ^^‘)

Zu Beginn veranstaltete Moderator Marc Langebeck ein kurzes Bücherquiz mit ein paar kleinen Kindern, ehe er dann Maite Kelly und Britta Sabbag als Gäste auf die Bühne bat, die sich zunächst kurz vorstellten. Maite Kelly sei in Berlin geboren, lebe heute jedoch in NRW. Britta Sabbag habe, laut eigenen Angaben, ein Talent dafür ins Fettnäpfchen zu treten, aber mitterlweile immerhin fünf Bücher für Erwachsene geschrieben.

Nach einem kurzen Interview lasen sie gemeinsam ihr Bilderbuch Die kleine Hummel Bommel vor, wobei Maite Kelly die direkte Rede aller Charaktere mit verschiedenen Stimmen übernahm und für die passenden Geräusche sorgte, während Britta Sabbag für die restlichen Textpassagen zuständig war. Zwischendurch gaben sie kleine Anekdoten zum Besten, was ihren Vortrag noch umso lustiger machte.

Die unglaublich süßen Illustrationen von Joelle Tourlonias wurden dabei auf eine Leinwand hinter den beiden Frauen projiziert. An der entsprechenden Stelle sang Maite Kelly zudem natürlich auch „Du bist du“, das Lied aus dem Buch.

Anschließend wurde das Interview fortgesetzt. Das Buch sei aus der Überlegung heraus entstanden, warum Hummeln fliegen können, obwohl sie nach den klassischen Regeln der Physik doch eigentlich viel zu schwer und ihre Flügel viel zu klein dafür seien.

Die kleine Hummel Bommel werde außerdem auf jeden Fall noch ein zweites Abenteuer erleben, voraussichtlich 2016. Über einen potenziellen dritten und vierten Teil würden sie bereits nachdenken. Sie hätten aber nie damit gerechnet, dass das Buch so erfolgreich werden würde.

Die menschenähnliche Darstellung der Insekten sei eine Idee der Illustratorin gewesen, damit man sich besser mit den Figuren identifizieren könne und Mitgefühl mit ihnen habe.

Die Frage nach dem Alter der beiden Damen, die zum Schluss noch gestellt wurde, sorgte im Publikum für viel Gelächter, denn Maite Kelly antwortete, sie sei knackige 35, wohingegen Britta Sabbag nur entgegnete, dass sie auch einmal 35 gewesen sei.

Okt.  16

[Rezension] Feuer & Flut

16. Oktober 2015 | 22:45 | Gelesen

Titel: Feuer & Flut
Autorin: Victoria Scott
Originaltitel: Fire & Flood
Erstveröffentlichung: 2014
Übersetzerin: Michaela Link

Wissenswertes

Feuer & Flut ist ein Jugendroman der us-amerikanischen Autorin Victoria Scott, deren Bücher bisher in elf Sprachen übersetzt wurden. In ihrer Schulzeit war sie ein Cheerleader, weshalb es sie aufregt, wenn gemeine Cheerleader in Jugendbücher auftauchen.

Feuer & Flut ist zudem der Auftakt zu einer Dilogie. Der zweite Band, Salz & Stein, wird bereits im November dieses Jahres auf Deutsch erschienen. Eigentlich hat die Autorin sogar noch einen dritten Band geplant. Ob und wann dieser erscheint, hängt aber vor allem vom amerikanischen Verlag ab.

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Okt.  15

[Aktion] Crowdfunding für Alisik

15. Oktober 2015 | 23:45 | Erfahren

Heute möchte ich euch auf ein besonderes Projekt des Carlsen Verlags zu der Comic-Reihe Alisik von Hubertus Rufledt und Helge Vogt aufmerksam machen, deren vier Bände im Zeitraum von Juli 2013 bis März 2015 jeweils im Taschenbuchformat erschienen sind.

Auf Wunsch der Fans möchte der Verlag nun nämlich gern alle vier Bände noch einmal als Hardcover im hochwertigen Schuber produzieren lassen. Für die Realisierung dieses Projekts wird jedoch finanzielle Unterstützung benötigt, weshalb der Verlag sich für Hilfe in Form von Crowdfunding entschieden hat. Bis zum 21. Oktober 2015 haben Fans noch Zeit das Projekt mit einer Summe – oder dem Kauf eines bestimmten Dankeschöns, z.B. besagtem Schuber – ihrer Wahl zu unterstützen.

Leider kann das Projekt natürlich nur umgesetzt werden, wenn der Verlag bis dahin das angestrebte Funding-Ziel erreicht, weshalb wir nur abwarten und hoffen können. Aber keine Angst: Sollte die Finanzierung scheitern, ist die Investition nicht verloren! Man bekommt dann entweder das Geld zurück oder es wird gar nicht erst abgebucht, abhängig vom gewählten Zahlungsmittel.

Ich selbst habe gerade den ersten Band, Alisik – Herbst, gelesen und bin so angetan von der Geschichte, dass ich auf jeden Fall wissen möchte, wie es weitergeht – obwohl Zombies normalerweise so gar nicht mein Fall sind. Ich kann also nur jedem empfehlen selbst mal einen genaueren Blick auf die Geschichte zu werfen.

Alle Infos zur Reihe, einschließlich einer Leseprobe, gibt es hier. Unterstützen kann man das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Startnext.

Okt.  07

[Rezension] Foreplay – Vorspiel zum Glück

07. Oktober 2015 | 21:20 | Gelesen

Titel: Foreplay – Vorspiel zum Glück
Autorin: Sophie Jordan
Originaltitel: Foreplay
Erstveröffentlichung: 2013
Übersetzerin: Gisela Schmitt

Wissenswertes

Foreplay – Vorspiel zum Glück ist der erste New Adult Roman der us-amerikanischen Bestseller-Autorin Sophie Jordan, die auch historische Romane unter dem Pseudonym Sharie Kohler veröffentlicht hat. Sie arbeitete mehrere Jahre als Englischlehrerin ehe sie sich nach der Geburt ihres ersten Kindes schließlich doch dazu entschied sich den langgehegten Traum vom Schreiben zu erfüllen.

Foreplay – Vorspiel zum Glück ist zudem der erste Band einer Trilogie. Der zweite Band erschien unter dem Titel Tease – Verlangen nach Glück im September dieses Jahres auf Deutsch. Der dritte Teil, Wild – Atemlos vor Glück, soll bereits im Dezember folgen. Die Fortsetzungen handeln allerdings nicht mehr von Pepper (und Reece), sondern von ihren Freundinnen Emerson und Georgia.

Daneben gibt es noch eine Kurzgeschichte über Hunter mit dem Titel Crash, die in der Anthologie Fifty First Times enthalten ist.

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Okt.  06

[Lesung] Loewe Thrillernacht

06. Oktober 2015 | 21:55 | Erlebt

Auf Grund meines längeren Aufenthaltes bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse konnte ich am Samstagabend, 14. März 2015, erstmals der Loewe Thrillernacht beiwohnen. Die vier anwesenden Autoren – Eoin Colfer, Janet Clark, Ursula Poznanski sowie Arno Strobel – zogen viele Leser an, weshalb das Theaterhaus Schille eigentlich viel zu klein für diese gefragte Veranstaltung war. Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit draußen im Regen auf den Einlass warten mussten, wurden daher nicht einmal alle Wartenden hinein gelassen. Allerdings ist es mir ohnehin schleierhaft ist, warum manche Eltern ihre Kinder im Grundschulalter (oder womöglich sogar jüngere) zu dieser Uhrzeit noch zu einer Lesung (mit)bringen. Vielen davon war erstens die Langweile und zweitens spätestens nach der Hälfte der Lesung anzumerken, dass sie längst ins Bett gehörten.

Eröffnet wurde der Abend, den Marc Langebeck moderierte, schließlich von Janet Clark. Sie berichtete zunächst von ihrem Engagement für Frauen, die Krimis schreiben. Gemeinsam mit anderen versuche sie zu ergründen, warum männliche Krimiautoren besser bezahlt werden und deren Romane mehr Auszeichnungen erhalten, obwohl statistisch betrachtet mehr Krimis von Frauen als von Männern geschrieben werden. Liegt es einfach daran, dass die Männer besser schreiben oder hat es etwas mit dem Überschuss an maskulinen Jury-Mitgliedern zu tun?

Dann sagte sie einige Worte zu ihrer aktuellen Reihe Finstermoos. Berlin spiele oft eine Rolle, weil sie es für eine sehr spannende Stadt halte, weshalb es bestimmt irgendwann einen Krimi geben werde, der nur in der Hauptstadt spielt. In ihrem nächsten Roman, an dem sie gerade arbeite, spiele sich die Handlung aber erst einmal in London und Florenz ab.

Nach dieser kurzen Einführung las sie eine Szene aus dem ersten Band Finstermoos – Aller Frevel Anfang. Insgesamt werde es vier Bände geben, doch im Grunde handele es sich dabei vielmehr um ein Buch, das aufgeteilt wurde um potenzielle Leser nicht durch die ansonsten sehr hohe Seitenzahl abzuschrecken. Der erste Teil ende deshalb auch mit einem fiesen Cliffhanger.

Als nächstes stellte Arno Strobel sein neues Werk Schlusstakt vor. Über 20 Jahre lang habe er als Informatiker für eine Bank in Luxemburg gearbeitet und bis vor einem Jahr nur nebenbei geschrieben. Inzwischen habe er diesen Job jedoch aufgegeben um nun Vollzeit als Autor zu arbeiten. Dadurch könne er jetzt sogar zwei Bücher pro Jahr schreiben.

Sein neuer Roman handele von einer Casting-Show, weil es ein Thema sei, das Jugendliche momentan sehr beschäftigen würde und oft mehr dahinter stecke als es scheint. Zur Recherche habe er unter anderem stundenlang diverse Casting-Shows angeschaut und Teilnehmer sowie Gewinner interviewt, wegen ihrer Knebelverträge allerdings stets nur anonym. In Schlusstakt sei somit nicht alles frei erfunden und er selbst würde seinen noch minderjährigen Kindern nicht erlauben an so einer Show teilzunehmen.

Nachdem er eine Szene aus dem Buch vorgetragen hatte, beantwortete er einige Fragen aus dem Publikum. Mit einem Augenzwinkern gab er an, dass alle Ähnlichkeiten zu existierenden Casting-Shows rein zufällig seien. Die Handlung hatte von Anfang an auf einer Insel spielen sollen um die extremen Gegensätze zwischen dem traumhaften Setting auf den Malediven und der krassen Realität hinter der Kamera hervorzuheben. Arno Strobel schreibe (auch) für Jugendliche, weil sie so unbedarft an gewisse Dinge herangingen und öfter aktiv handeln würden statt sich nur zu sorgen. Deshalb habe es ihn so gereizt seine Figuren auf bestimmte Arten agieren zu lassen. Er verzichte aber absichtlich auf Jugendsprache, da nichts peinlicher sei als ein alter Mann, der versuche jugendlich zu klingen. Bei seinem ersten Jugendthriller habe er aus Angst vor zu viel Brutalität noch gänzlich auf einen Mord verzichtet, wofür er jedoch später bitterböse Mails erntete. Seine eigenen Kinder mögen seine Bücher sehr, nur seiner Ältesten habe Schlusstakt nicht gefallen, doch diese lese generell nicht viel.

Daraufhin betrat Ursula Poznanski die Bühne, die ihre dystopische Trilogie laut eigenen Angaben zu den Soundtracks von Game of Thrones und Gladiator schrieb. Sie habe es extrem genossen sich eine eigene Gesellschaft auszudenken und eine ganz eigene Welt zu kreieren. Emotionskontrolle könne sie bei sich selbst aber nur beim Schreiben anwenden, nicht im privaten Leben, da bemühe sie sich gar nicht erst darum. Es sei ihr nicht schwer gefallen den zweiten Band zu schreiben, weil sie genau wusste, was am Ende passieren, welche Bombe sie platzen lassen würde. Sie habe sich bereits im Vorfeld eine Geschichte überlegt, die dreigeteilt war und auf Grund ihrer Komplexität auch drei Teile erforderte. Außerdem könne sie sich durchaus vorstellen noch einmal eine Trilogie zu schreiben.

Im Anschluss an eine grobe Zusammenfassung der Handlung der Reihe las sie dann einen sehr spannenden Abschnitt aus dem dritten Band Die Vernichteten vor, ehe sie ebenfalls ein paar Fragen aus dem Publikum beantwortete. Andris sei eine ihrer Lieblingsfiguren gewesen, da er nie Mühe gemacht habe, ebenso wie Tycho. Natürlich möge sie Ria ebenfalls sehr, sonst wäre sie nicht die Erzählerin. Warum die Trilogie eine Dystopie wurde? Die Geschichte habe sie schon grob in ihren Kopf gehabt, hätte sie jedoch nicht in der realen Welt spielen lassen können. Sie brauchte die totale Trennung der beiden Gruppen, weshalb ihr nur zwei Möglichkeiten geblieben seien: Fantasy oder Zukunftsszenario und sie habe sich für letzteres entschieden. Um was sich die Geschichte drehe und welches Geheimnis sich dahinter verberge, habe sie von Anfang an gewusst; viele kleinere Details hätten sich aber erst während des Schreibens aus der Dynamik der Geschichte heraus entwickelt. Quirins Plan finde sie genial, doch sie könne nicht sagen, ob sie genauso handeln würde … vielleicht ja. Daher könne sie nicht sagen, ob Quirin nun gut oder schlecht sei; in der ganzen Serie ginge es ja gerade darum diese Einordnung zu hinterfragen. Ria denke ja anfangs auch, dass die Sphären die Guten und die Prims die Bösen seien.

Nachfolgend durften wir den sehr sympathischen irischen Autor Eoin Colfer begrüßen, der von Schauspieler und Hörbuchsprecher Rainer Strecker begleitet wurde. Er erzählte uns zuerst, dass er in Deutschland schon einmal in einem Leichenschauhaus gelesen habe, das Theater am heutigen Abend jedoch ein perfekter Veranstaltungsort sei, weil er schon immer gern ein Theater habe führen wollen und ein Theater auch in WARP eine Rolle spiele. Nach einer Dystopie ginge es nun um eine Zeitreisegeschichte, in der die Figuren aber eine dystopische Zukunft verhindern wollen. Die Theorie der so genannten Einstein-Rosen-Brücke diente ihm dabei als eine Art Grundlage. Er habe sich dafür entschieden ein Wurmloch ins viktorianische London zu öffnen, weil es eine sehr faszinierende Zeitperiode gewesen sei und damals zudem die ersten bekannten Science-Fiction-Romane, z.B. von Jules Verne, erschienen seien. In seiner Reihe gebe es zwei Handlungsstränge und damit zwei gleichwertige Protagonisten, die sich gleichzeitig lieben und hassen können – doch spätestens nach 50 Jahren sei das vorbei. *g*

Obwohl er nichts vorbereitet hatte, wurde Eoin Colfer dann wegen des tollen Klangs seines Akzents vom Publikum dazu genötigt ein paar Seiten auf Englisch – alternativ zur Not auch gern auf Deutsch – zu lesen; vorher würden die Zuhörer ihn nicht gehen lassen. Schnell wurde ihm daher ein englisches Exemplar gereicht. Anschließend übernahm Rainer Strecker jedoch das Lesen eines gekürzten Kapitels auf Deutsch und bewältigte diese Aufgabe, wie gewohnt, mit Bravour. Er verlieh jeder Figur eine ganz eigene Stimme, betonte stets genau die richtigen Stellen, variierte die Lautstärke und gab somit eine schauspielerische Höchstleitung ab. Eoin Colfer schien diese enthusiastische Darbietung zu erstaunen und sein irritierter Blick in Kombination mit seinem Kommentar „you’re scaring me“ erntete viele Lacher. Er betonte aber, dass er Rainer Strecker als Sprecher sehr gern möge.

Letzterer berichtete ferner kurz von der Arbeit am Hörbuch. Er bereite sich immer gut vor, lese das Buch mehrfach und hebe die verschiedenen Stimmen im Script zum Beispiel in unterschiedlichen Farben hervor.

Hinterher wurde der Autor noch gefragt, ob er denn etwas von der deutschen Textstelle verstanden habe. Seine – nicht ganz ernst gemeinte – Antwort: Es sei vermutlich etwas über Rainers Kindheit gewesen. *lol* Nein, verstanden habe er eigentlich nichts, doch er meinte gemerkt zu haben, dass der Auszug gekürzt wurde.

Nach Artemis Fowl habe er erst einmal eine Pause gebraucht und daher zunächst zwei Krimis geschrieben, die unter den Titeln Der Tod ist ein bleibender Schaden und Hinterher ist man immer tot auch auf Deutsch erschienen sind. Erst danach kehrte er zu einer phantastischen Serie – als Ire glaube er tatsächlich an Magie – zurück, auch wenn es sich genau genommen wohl eher um Science Fiction handele. Wer sein Vorbild für Colonel Box war? Vielleicht Stalin.

Nach ungefähr zwei Stunden war dieser Teil des Abends damit leider schon vorüber, aber es gab natürlich die Möglichkeit sich von jedem der Autoren Bücher (oder Autogrammkarten) signieren zu lassen, wobei man ihnen noch die eine oder andere zusätzliche Frage stellen konnte.

Nach dem etwas missglückten Start hat mir der Abend insgesamt ausgesprochen gut gefallen und falls ich im nächsten Jahr wieder in Leipzig übernachten sollte, werde ich mir die Loewe-Thrillernacht, sofern sie erneut stattfindet, garantiert nicht entgehen lassen!

Okt.  05

[Trailer] The Choice

05. Oktober 2015 | 23:32 | Verfilmt

Eine neue Nicholas Sparks Verfilmung ist für mich immer ein guter Grund um ins Kino zu gehen und dem Trailer nach zu urteilen wird sich das bei The Choice definitiv nicht ändern. Die Musik stimmt, die Handlung gefällt mir sowieso und die Schauspieler scheinen gut zu harmonieren.

Den männlichen Hauptdarsteller kenne ich bisher nur aus Abraham Lincoln Vampirjäger, aber die weibliche Hauptdarstellerin, Teresa Palmer, mag ich sehr und auch viele Nebendarsteller kenne ich bereits aus anderen Filmen oder Serien. Ich freue mich daher schon sehr auf den Film!

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